CRP
WissenschaftC-reaktives Protein. Akute-Phase-Protein der Leber, das bei Entzündung und Infektion ansteigt. Wichtigster unspezifischer Inflammationsmarker im Blut. Normalwert: < 5 mg/L. Bei senolytischen (FOXO4-DRI) und antiinflammatorischen Protokollen (KPV, ARA-290) als Effizienzmarker genutzt.
Ausführlich erklärt
CRP wird hauptsächlich in den Leberzellen gebildet, angestoßen vor allem durch das Zytokin Interleukin-6. Das Protein besteht aus fünf identischen Untereinheiten, die ringförmig angeordnet sind, weshalb man es zur Familie der Pentraxine zählt. Es bindet an Phosphocholin auf der Oberfläche von Bakterien und geschädigten Zellen und aktiviert so das Komplementsystem, einen Teil der angeborenen Immunabwehr.
Charakteristisch ist die Dynamik: Bei einer akuten bakteriellen Infektion kann der Wert innerhalb von ein bis zwei Tagen um ein Vielfaches ansteigen und sinkt nach Abklingen der Entzündung relativ rasch wieder ab. Ein Beispiel aus der Klinik ist die Verlaufskontrolle bei einer Lungenentzündung, bei der ein fallender CRP-Wert als Hinweis auf ein Abklingen der Entzündung gewertet wird. Welche Ursache hinter einem erhöhten Wert steckt, verrät CRP allerdings nicht.
Bedeutung in der Peptidforschung
In Studien mit entzündungsmodulierenden Peptiden wird CRP häufig als sekundärer Laborparameter erfasst, weil er leicht messbar und gut standardisiert ist. Das gilt etwa für klinische Studien mit GLP-1-Rezeptoragonisten, in denen ein Rückgang von CRP beobachtet wurde, und für kleinere Untersuchungen mit experimentellen Peptiden. Tierstudien nutzen dagegen oft andere Marker, da CRP bei Nagetieren anders reguliert wird.
Einordnung
CRP ist ein unspezifischer Marker: Infektionen, Verletzungen, Operationen, Übergewicht oder Rauchen können ihn erhöhen. Ein veränderter CRP-Wert allein belegt deshalb keinen Nutzen einer Substanz. Von der Standardmessung ist die hochsensitive Variante hsCRP abzugrenzen, die niedrigere Konzentrationen erfasst.