Die Inhalte von PeptidWiki dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung, sind ausdrücklich keine Empfehlung und ersetzen keine medizinische Beratung.

Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen. Viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Evidenz-Niveau

Wissenschaft

Klassifizierung der wissenschaftlichen Beweislage für eine Wirkung. A = Starke Human-Studien, B = Moderate Evidenz, C = Tier-/Zellstudien, D = Sehr schwach.

Ausführlich erklärt

Evidenzhierarchien ordnen Studientypen danach, wie gut sie Verzerrungen ausschließen können. Ganz oben stehen in der Regel systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen mehrerer randomisierter kontrollierter Studien, darunter einzelne randomisierte Studien, dann Beobachtungsstudien wie Kohorten- und Fall-Kontroll-Studien, weiter unten Fallberichte sowie Expertenmeinungen. Tier- und Zellstudien liefern Hinweise auf Mechanismen, sagen aber wenig darüber, ob ein Effekt beim Menschen auftritt.

Die Einteilung auf PeptidWiki mit den Stufen A bis D ist eine vereinfachte, redaktionelle Skala. Sie orientiert sich an diesem Prinzip, entspricht aber nicht eins zu eins formalen Systemen wie GRADE, das neben dem Studientyp auch Präzision, Konsistenz und Übertragbarkeit bewertet. Ein Beispiel: Ein Peptid mit vielen Rattenstudien, aber ohne kontrollierte Humanstudie, landet trotz umfangreicher Literatur in einer niedrigen Stufe.

Bedeutung in der Peptidforschung

Für Peptide ist das Evidenzniveau besonders aufschlussreich, weil die Datenlage extrem ungleich verteilt ist. Zugelassene Wirkstoffe wie Semaglutid oder Tirzepatid wurden in großen Studienprogrammen mit Zehntausenden Teilnehmenden geprüft. Für viele experimentelle Peptide wie BPC-157, TB-500 oder Epitalon existieren dagegen überwiegend Tier- und Zellversuche oder kleine, oft nicht unabhängig replizierte Humanstudien.

Einordnung

Ein niedriges Evidenzniveau bedeutet nicht, dass ein Effekt widerlegt ist, sondern dass er nicht verlässlich belegt ist. Umgekehrt garantiert eine einzelne randomisierte Studie keine Übertragbarkeit. Auch die Qualität einer Studie innerhalb ihres Typs kann stark schwanken.

RCTMetaanalyse
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