Konzentration
AnwendungMenge eines gelösten Wirkstoffs pro Volumeneinheit, bei Peptiden meist in mg/mL. Die Konzentration nach Rekonstitution bestimmt, wie viel Volumen einer bestimmten Dosis entspricht. Beispiel: 5 mg in 2 mL ergibt 2,5 mg/mL.
Ausführlich erklärt
Konzentration ist ein grundlegendes Maß der Chemie: Sie beschreibt, wie viel eines Stoffes in einem bestimmten Volumen einer Lösung enthalten ist. Man unterscheidet die Massenkonzentration, also Masse pro Volumen, und die Stoffmengenkonzentration oder Molarität, die angibt, wie viele Mol eines Stoffes pro Liter gelöst sind. In der Biochemie ist die molare Angabe oft aussagekräftiger, weil Rezeptoren auf die Zahl der Moleküle reagieren, nicht auf deren Masse.
Für Peptide ist diese Unterscheidung bedeutsam, weil sich ihre Molekülmassen stark unterscheiden. Ein kurzes Tripeptid wie GHK wiegt nur einen Bruchteil eines längeren Peptids wie Thymosin Beta-4. Bei gleicher Massenkonzentration enthält die Lösung des kleinen Peptids daher deutlich mehr Moleküle. Ein weiteres Beispiel aus dem Labor: Der tatsächliche Peptidgehalt kann unter der Einwaage liegen, weil lyophilisierte Peptide oft Gegenionen und Restwasser enthalten.
Bedeutung in der Peptidforschung
In der Peptidforschung sind Konzentrationsangaben zentral für die Vergleichbarkeit von Experimenten. Zellkulturstudien arbeiten meist mit molaren Konzentrationen, etwa im nano- oder mikromolaren Bereich. Analytische Methoden wie HPLC oder Aminosäureanalyse dienen dazu, den tatsächlichen Peptidgehalt einer Probe zu bestimmen. Auch die Stabilität hängt von der Konzentration ab, da manche Peptide bei hoher Konzentration aggregieren.
Einordnung
Konzentration ist nicht gleich Dosis: Die Dosis bezeichnet eine Gesamtmenge, die Konzentration die Menge pro Volumen. PeptidWiki gibt keine Anleitungen zur Herstellung von Lösungen für die Anwendung am Menschen. Nicht zugelassene Peptide sind im DACH-Raum keine Arzneimittel.