Kachexie
PharmakologieSchweres Krankheits-Abmagerungssyndrom mit Muskel- und Fettabbau, das auf eine chronische Grunderkrankung (Krebs, Herzinsuffizienz, HIV) zurückgeht und durch normale Nahrungsaufnahme nicht ausgeglichen werden kann. Ghrelin und Ghrelin-Analoga sind in der Kachexietherapie erforscht.
Karpaltunnelsyndrom
PharmakologieEinengung des Nervus medianus im Handgelenkskanal (Karpaltunnel) — verursacht Kribbeln, Taubheit und Schwäche in Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Bekannte Nebenwirkung hoher GH- und IGF-1-Spiegel durch Flüssigkeitsretention im Tunnel.
Karzinom
PharmakologieBösartige Tumorerkrankung, die von Epithelzellen ausgeht — der häufigste Krebstyp (z. B. Lungenkarzinom, Mammakarzinom, kolorektales Karzinom). Im Gegensatz zu Sarkomen, die aus Binde-, Muskel- oder Knochengewebe entstehen. Aktive Krebserkrankungen sind absolute Kontraindikation vieler wachstumsfördernder Peptide.
Katabolismus
BiologieAbbau-Stoffwechsel — Zerlegung komplexer Moleküle zur Energiegewinnung (z. B. Muskelabbau bei Nahrungsmangel oder hohem Cortisol). Chronisch erhöhtes Cortisol ist stark katabol. Anabole Peptide können katabole Zustände teilweise ausgleichen.
Ketoazidose
PharmakologieLebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung bei absolutem Insulinmangel — der Körper baut massiv Fett ab, dabei entstehen Ketonkörper, die das Blut sauer machen. Klassische Komplikation bei Typ-1-Diabetes. Wichtige Kontraindikation für GLP-1-Agonisten in akuter Phase.
Klotho
BiologieCo-Rezeptor-Protein in zwei Formen (α-Klotho, β-Klotho), das die Wirkung von FGF-Hormonen erst ermöglicht. β-Klotho ist obligatorischer Partner von FGF-21 in Leber, Fettgewebe und Hypothalamus. Klotho gilt als Anti-Aging-Faktor.
Kohortenstudie
WissenschaftBeobachtungsstudie, die eine definierte Gruppe (Kohorte) über einen längeren Zeitraum verfolgt, ohne aktiv einzugreifen. Gut für Langzeiteffekte und Häufigkeiten; anfällig für Confounding-Variablen, da keine Randomisierung stattfindet.
Kollagen
BiologieHäufigstes Strukturprotein im Körper (~30 % aller Proteine) — bildet Zugfestigkeit in Haut, Sehnen, Knochen und Knorpel. Kollagenproduktion sinkt ab dem 25. Lebensjahr um ~1 % jährlich. GHK-Cu stimuliert die Kollagensynthese; Kollagenpeptide oral verbessern Gelenk- und Hautparameter.
Kollagensynthese
BiologieBildung von Kollagenproteinen durch Fibroblasten im Bindegewebe. Wird durch GHK-Cu, Vitamin C und mechanische Belastung gefördert. Nimmt mit dem Alter ab, was zu Faltenbildung und Gelenkverschleiß führt.
Konfidenzintervall
WissenschaftBereich, in dem der wahre Effektwert mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (meist 95 %) liegt. Breite Intervalle zeigen hohe Unsicherheit an — oft bei kleinen Stichproben. Ein 95 %-KI, das die Null einschließt, entspricht einem p ≥ 0,05.
Kontraindikation
PharmakologieMedizinischer Zustand oder Umstand, bei dem eine Substanz nicht angewendet werden darf, da das Risiko den Nutzen überwiegt. Häufige absolute Kontraindikationen bei Peptiden: aktive Malignome, Schwangerschaft, Stillzeit, bekannte Überempfindlichkeit.
Konzentration
AnwendungMenge eines gelösten Wirkstoffs pro Volumeneinheit — bei Peptiden meist in mg/mL. Die Konzentration nach Rekonstitution bestimmt, wie viel Volumen einer bestimmten Dosis entspricht. Beispiel: 5 mg in 2 mL ergibt 2,5 mg/mL.
Kortikosteroide
PharmakologieKlasse stark entzündungshemmender Steroidhormone (z. B. Cortisol, Prednisolon, Dexamethason). Werden bei Autoimmunerkrankungen, Asthma und akuter Entzündung eingesetzt. Können die Wundheilung verzögern — Interaktion mit regenerativen Peptiden ist daher zu beachten.