G-Aktin
BiologieGlobuläre, monomere Form des Strukturproteins Aktin, der Baustein, aus dem Aktin-Filamente entstehen. Wird durch Sequestrierung (Bindung) aus dem freien Pool entfernt und beeinflusst damit Zellform und Zellbewegung. TB-500 wirkt als G-Aktin-Sequestriermittel.
GABA
NeurologieGamma-Aminobuttersäure, der wichtigste hemmende Neurotransmitter im ZNS. Benzodiazepine und einige Peptide (z. B. Selank) wirken über GABA-Rezeptoren.
GABAerges System
NeurologieGesamtheit aller Nervenzellen und Synapsen, die den hemmenden Neurotransmitter GABA verwenden. Vermittelt Entspannung, Angstreduktion und Schlaf. BPC-157 und Selank modulieren GABAerge Signalwege.
Genexpression
BiologieProzess, bei dem genetische Information aus der DNA über mRNA in Proteine übersetzt wird. GHK-Cu kann die Expression von über 4.000 Genen modulieren, viele in einer dem Altern entgegengesetzten Richtung.
GH
EndokrinologieGrowth Hormone (Wachstumshormon). Peptidhormon der Hypophyse, das Wachstum, Zellregeneration und Stoffwechsel reguliert.
Ghrelin
EndokrinologieHunger- und Wachstumshormon-Peptid, das hauptsächlich im Magen produziert wird. Stimuliert GH-Ausschüttung über GHS-Rezeptoren und reguliert Appetit. Ipamorelin und GHRP-6 sind synthetische Ghrelin-Mimetika.
GHRH
EndokrinologieGrowth Hormone-Releasing Hormone. Hypothalamisches Hormon, das die Hypophyse zur GH-Freisetzung stimuliert. CJC-1295 ist ein GHRH-Analogon.
GHRH/GHRP-Stack
EndokrinologieKlassische Forschungs-Kombination aus einem GHRH-Analogon (z. B. CJC-1295 oder Mod GRF 1-29) und einem GHRP / Ghrelin-Mimetikum (z. B. Ipamorelin). Die duale Rezeptoraktivierung (GHRH-R + GHS-R1a) erzeugt einen überadditiven, pulsatilen GH-Puls, physiologischer als hohe Einzeldosen einer Klasse. Der bekannteste Vertreter ist der CJC-1295 + Ipamorelin Stack, im Handel oft als kombiniertes 5 mg/5 mg-Vial erhältlich.
GHS
EndokrinologieGrowth Hormone Secretagogue. Substanz, die Wachstumshormon-Ausschüttung stimuliert (z. B. Ipamorelin, GHRP-6).
GIP
EndokrinologieGlucose-dependent Insulinotropic Polypeptide. Inkretinhormon des Dünndarms, das nach dem Essen die Insulinsekretion stimuliert. Wirkt komplementär zu GLP-1. Tirzepatid und Retatrutid sind Dual-/Triple-Agonisten am GIP-Rezeptor.
GLP-1
EndokrinologieGlucagon-like Peptide-1, körpereigenes Inkretinhormon, das Insulinsekretion stimuliert und Appetit hemmt. Basis für Semaglutid und Tirzepatid.
Glukagon
EndokrinologiePeptidhormon der Bauchspeicheldrüse (Alpha-Zellen), das den Blutzucker erhöht. Gegenspieler von Insulin. GLP-1-Agonisten hemmen überschießende Glukagonsekretion und verbessern so die Blutzuckerregulation.
Glukose
EndokrinologieTraubenzucker, primäre Energiequelle des Körpers, besonders für Gehirn und rote Blutkörperchen. Blutzucker (Blutglukose) wird durch Insulin gesenkt und durch Glukagon erhöht. Nüchternglukose ist ein zentraler Sicherheitsparameter bei IGF-1- und GLP-1-Protokollen.
Glykopeptid
PharmakologiePeptid mit kovalent gebundenen Zuckerresten (Glykosylierung am N- oder O-Atom bestimmter Aminosäuren). Klinisch wichtigste Klasse: Glykopeptid-Antibiotika wie Vancomycin und Teicoplanin. Reservewirkstoffe gegen grampositive Erreger einschließlich MRSA.
Glykopeptid-Antibiotika
PharmakologieKlasse großer Glykopeptide (z. B. Vancomycin, Teicoplanin), die die bakterielle Zellwandsynthese hemmen. Gelten als Reserveantibiotika gegen grampositive Erreger wie MRSA. Resistenzen nehmen zu (VRE. Vancomycin-resistente Enterokokken).
GnRH
EndokrinologieGonadotropin-Releasing-Hormon, pulsatiles Hypothalamus-Hormon, das die Hypophyse zur LH- und FSH-Freisetzung stimuliert. Gonadorelin ist das synthetische Äquivalent. Basis der HPG-Achse.
Grauzone
RechtIm Peptid-Kontext in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Substanzen, die nicht als Arzneimittel zugelassen, aber auch nicht explizit verboten sind. Verkauf als Forschungschemikalie möglich.