Die Inhalte von PeptidWiki dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung, sind ausdrücklich keine Empfehlung und ersetzen keine medizinische Beratung.

Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen — viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Klinik
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Peptid-Glossar — B

8 Fachbegriffe mit Anfangsbuchstabe B.

BAC-Wasser

Anwendung

Bakteriostatisches Wasser — steriles Wasser mit 0,9% Benzylalkohol zur Rekonstitution von lyophilisierten (gefriergetrockneten) Peptiden. Standard-Lösungsmittel zum Auflösen und Anmischen von Peptidpulver vor der Injektion. Alternativen sind reines Sterilwasser (kürzere Haltbarkeit) oder Kochsalzlösung 0,9% (NaCl).

BDNF

Neurologie

Brain-Derived Neurotrophic Factor — Neurotrophin, das Wachstum, Überleben und Differenzierung von Neuronen fördert. Wichtig für Lernen und Gedächtnis.

Benzodiazepin

Pharmakologie

Klasse sedierender und angstlösender Arzneimittel (z. B. Diazepam/Valium), die GABA-A-Rezeptoren positiv modulieren. Mit relevantem Abhängigkeitspotenzial. Selank bietet ähnliche Anxiolyse ohne Benzodiazepine.

BfArM

Regulierung

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte — deutsche Zulassungsbehörde für Arzneimittel (entspricht der FDA in den USA). In Österreich ist die AGES, in der Schweiz die Swissmedic zuständig.

Bioäquivalenz

Pharmakologie

Eigenschaft zweier Arzneimittel, die nach Verabreichung gleicher Wirkstoffmenge dieselbe Wirkstoffkonzentration im Blut erzeugen (gemessen an AUC und Cmax mit Toleranzbereich 80–125 %). Voraussetzung für Generika-Zulassungen — und Knackpunkt bei oralen vs. injizierten Peptid-Formulierungen.

Bioregulator

Grundlagen

Klasse sehr kurzer (2–4 Aminosäuren) peptidischer Regulatoren, die von Prof. Vladimir Khavinson (St. Petersburg) entwickelt wurden. Beispiele: Epithalon, Thymogen, Thymalin, Pinealon, Cortagen. Sollen gewebespezifische Genexpression normalisieren. Evidenzlage überwiegend aus russischen Studien.

Bioverfügbarkeit

Pharmakologie

Anteil eines Wirkstoffs, der nach Einnahme tatsächlich im Blutkreislauf verfügbar ist. Oral aufgenommene Peptide werden im Magen-Darm-Trakt stark abgebaut (oft <5%). Subkutane Injektion ermöglicht nahezu vollständige Bioverfügbarkeit.

Blut-Hirn-Schranke

Neurologie

Physiologische Barriere zwischen Blutkreislauf und Gehirn aus spezialisierten Endothelzellen. Schützt das ZNS vor Schadstoffen, verhindert aber auch den Durchtritt vieler Medikamente. Intranasale Applikation (Semax, Selank, VIP) umgeht die Blut-Hirn-Schranke teilweise über den olfaktorischen Weg.

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