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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen. Viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Anti-Aging

Epithalon

Epithalon ist ein winziges Zirbeldrüsen-Peptid, das Telomerase aktivieren und den Schlaf-Wach-Rhythmus regulieren soll, aber die Forschung kommt fast ausschließlich aus einer russischen Gruppe.

VorklinischDE, AT, CH: Grauzone#37Rang 37 von 8055/100
AnwendungSubkutan (s.c.), Intramuskulär (i.m.), Intranasal
Typische Dosis5–10 mg/Tag
Halbwertszeit~30 Minuten (kurze Halbwertszeit)
PubMed-Studien164+
Fachangaben

Auch bekannt als: Epithalamin, Epitalon

Ala-Glu-Asp-Gly (Tetrapeptid)

Quick Start Guide

Subkutan
5 mg täglich als Standardprotokoll, bis 10 mg in einigen Studien
Wie oft
1× täglich
Unter die Haut, Injektionsstelle wechseln
Zeitpunkt
Abends vor dem Schlafengehen
Wirkung ab wann
Schlaf nach 3–7 Tagen, Energie nach 1–2 Wochen
Lagerung
Pulver und angemischte Lösung bei 2–8 °C, innerhalb 14 Tagen aufbrauchen
20 Tage Anwendung, danach 4–6 Monate Pause
Pause danach
4–6 Monate, meist 2 Zyklen pro Jahr
~30 Minuten (kurze Halbwertszeit)
Intranasale Anwendung (10 mg in 1 ml) und intramuskuläre Anwendung sind beschrieben, belastbare Kurzwerte zu Zeitpunkt, Lagerung und Zyklus fehlen für beide. Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.Zum Protokoll

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist Epithalon und wie wirkt es?

Einfach erklärt

Epithalon (auch: Epitalon) ist ein synthetisches Tetrapeptid, vier Aminosäuren in einer Kette. Es wurde in den 1980er–90er Jahren von Vladimir Khavinson in Sankt Petersburg entwickelt und soll die natürliche Substanz "Epithalamin" aus der Zirbeldrüse imitieren. Die Zirbeldrüse ist eine kleine Drüse im Gehirn, die Melatonin produziert, das Hormon, das deinen Schlaf-Wach-Rhythmus steuert.

Epithalon wurde im Institut für Bioregulation und Gerontologie (St. Petersburg) von Vladimir Khavinson entwickelt. Es ist ein synthetisches Analogon des Epithalamin-Extrakts der Zirbeldrüse. In Studien der russischen Forschungsgruppe aktivierte es die Telomerase und verlängerte in Tiermodellen die Lebensspanne.

Wirkungsweise

Einfach erklärt
  • Soll Telomerase aktivieren, das Enzym, das Chromosomenenden (Telomere) schützt und verlängert
  • Fördert die Melatonin-Ausschüttung aus der Zirbeldrüse
  • Antioxidantische Wirkung, schützt Zellen vor oxidativem Stress
  • Möglicherweise reguliert es die circadiane Uhr (Schlaf-Wach-Rhythmus)
  • Gewebespezifische DNA-Regulation (laut Khavinson-Theorie), westlich umstritten

Epithalon aktiviert die Telomerase, ein Enzym, das Telomere (die Schutzkappen der Chromosomen) verlängert. Es reguliert Melatonin und andere Pinealdrüsen-Hormone, wirkt als Antioxidans, hemmt Krebszellwachstum in Tiermodellen und moduliert zirkadiane Rhythmen.

Spricht dafür

  • Die erwünschte Wirkung „Telomerase-Aktivierung“ ist in Laborstudien belegt.
  • Die erwünschte Wirkung „Melatonin-Regulierung“ ist in Tierstudien belegt.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

Die Studienlage ist sehr schmal, aber es gibt immerhin eine Humanstudie:

  • Verbesserte Schlafqualität und Hormonspiegel bei älteren Probanden (Khavinson 2003, n=266)
  • Telomerverlängerung, in Zellstudien beobachtet
  • Anti-Aging-Effekte bei alternden Ratten (Lebensverlängerung in einigen Modellen)
  • Antioxidantive Wirkung, in Tiermodellen und in vitro belegt
Fast alle Studien stammen von derselben Forschungsgruppe und wurden nicht unabhängig reproduziert.

Telomerase-Aktivierung

Solide EvidenzIn-vitro

Aktiviert die Telomerase in humanen somatischen Zellen und verlängert Telomere in vitro und in Tiermodellen.

PubMed-Quelle →

Melatonin-Regulierung

Solide EvidenzTier

Normalisiert Melatonin-Sekretion und zirkadiane Rhythmen bei älteren Tieren.

Lebensverlängerung

VorklinischTier

In Tiermodellen (Ratten, Mäuse) Verlängerung der Lebensspanne beobachtet.

PubMed-Quelle →

Krebshemmung

VorklinischTier

Reduziert Tumorwachstum und Metastasenbildung in Tiermodellen.

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

Typische Protokolle aus Forschungskreisen:

  • 5–10 mg/Tag subkutan, oft 10–20 Tage am Stück
  • Oder intranasal: höhere Dosierungen, schlechtere Bioverfügbarkeit
  • Kurskuren: 1–2× pro Jahr
Es gibt keine klinisch validierten Dosierungsempfehlungen. Alle Protokolle sind experimentell. Nur mit ärztlicher Begleitung.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
Standard-Zyklus5–10 mg1× täglich für 10–20 Tage2–3 Zyklen pro Jahr empfohlen
Intranasal10 mg in 1 ml1× täglichHöhere lokale Konzentration im ZNS möglich
Dosierungsrechner →Best-Practice Protokoll ansehen

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Subkutane Injektion, häufigste Methode in Forschungskontexten
  • Intranasal, weniger verbreitet, Bioverfügbarkeit unklar
Subkutan (s.c.)Intramuskulär (i.m.)Intranasal

Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

Epithalon ist in klinischen Studien gut vertragen worden, aber die Datenlage ist begrenzt:

  • Lokale Reaktionen an der Einstichstelle
  • Keine schwerwiegenden Nebenwirkungen in den vorliegenden Studien berichtet
  • Telomerase-Aktivierung könnte theoretisch Tumorrisiko beeinflussen, nicht belegt, aber nicht ausgeschlossen
Personen mit Krebserkrankungen oder erhöhtem Krebsrisiko sollten Epithalon nicht verwenden. Langzeitdaten fehlen vollständig.

Bekannte Nebenwirkungen

  • Sehr wenige berichtete Nebenwirkungen
  • Müdigkeit (selten)
  • Lokale Reaktionen an Injektionsstelle

Kontraindikationen

  • Schwangerschaft
  • Aktive Autoimmunerkrankungen
  • Aktive Krebserkrankungen (vorsichtshalber)

Studienlage

Einfach erklärt

Epithalon hat eine ungewöhnliche Studiensituation:

  • ✅ Moderate Publikationslage
  • ✅ Eine Humanstudie mit 266 Probanden (Khavinson 2003)
  • ⚠ Fast alle Studien stammen von derselben Gruppe (Khavinson-Institut, St. Petersburg)
  • ❌ Keine unabhängige Replikation in westlichen Labors
  • ❌ Telomerase-Aktivierung beim Menschen nicht unabhängig belegt
  • Level C, schwache, nicht replizierte Evidenz

Peptides of pineal gland and thymus prolong human life

Human

Khavinson VK, et al. (2003), Bulletin of Experimental Biology and Medicine

Klinische 6–8-Jahres-Studie (n=266): Thymalin und Epithalamin senkten Mortalität bei älteren Probanden signifikant.

PubMed →

Epithalon peptide induces telomerase activity and telomere elongation in human somatic cells

In-vitro

Khavinson VK, et al. (2003), Bulletin of Experimental Biology and Medicine

Epithalon aktivierte Telomerase in humanen somatischen Zellen und verlängerte Telomere, möglicher Mechanismus anti-seneszenter Wirkung.

PubMed →

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • Kauf als Forschungschemikalie legal. Eigenanwendung rechtlich unklar
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone
Im SportWADA: Erlaubt

Nicht auf der WADA-Liste. Tetrapeptid aus der Pinealdrüse. Kein Wettkampfverbot bekannt.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Labormonitoring für Forschungszwecke

Kurzübersicht: IGF-1 und Morgencortisol dienen als Hormon-Baseline. Epithalon wird in Anti-Aging-Protokollen mit Schlaf- und Hormoneffekten untersucht.

Zeitplan:Vor Beginn->Nach 6–8 Wochen
Empfohlen
IGF-1

Epithalon wird mit GH-Achsen-Modulation in Verbindung gebracht. IGF-1 als Baseline und Verlaufsmarker.

Zeitpunkt: Baseline, nach 6–8 WochenRichtwert: ~100–350 ng/ml
Cortisol (Morgen)
Cortisol nüchtern, morgens (8 Uhr)

Epithalon zeigt in Tiermodellen Effekte auf zirkadianen Rhythmus und Pinealdrüse. Morgencortisol als HPA-Achsen-Marker.

Zeitpunkt: Baseline, nach 6–8 WochenRichtwert: 5–25 µg/dl (8 Uhr)
Großes Blutbild

Basis-Sicherheitsparameter.

Zeitpunkt: Baseline
+Optionale Tests (1)
Melatonin (Abend)
Melatonin (Speicheltest, 23 Uhr)

Epithalon soll die Melatonin-Synthese beeinflussen (in spezialisierten Labors messbar).

Zeitpunkt: Baseline (optional)Richtwert: 8–20 pg/ml (Speichel, 23 Uhr)

Epithalon ist ein wenig erforschtes Peptid (hauptsächlich russische Tierversuche). Monitoring im Forschungskontext sinnvoll, Daten zu Humanwirkungen sehr begrenzt.

Häufige Fragen zu Epithalon

Was macht Epithalon so besonders für Longevity?
Epithalon ist eines der wenigen Peptide, das nachweislich die Telomerase aktiviert, das Enzym, das die Telomere (Schutzkappen der DNA) verlängert. Telomerverkürzung gilt als einer der Hauptmechanismen des Alterns. Allerdings basiert die Evidenz hauptsächlich auf Tier- und Zellstudien.
Wie oft sollte man Epithalon anwenden?
Die meisten Protokolle empfehlen zyklische Anwendung: 10–20 Tage täglich, dann eine Pause von mehreren Monaten. Typisch sind 2–3 Zyklen pro Jahr. Die optimale Dosierung für Menschen ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt.
Kann Epithalon wirklich das Leben verlängern?
Das ist wissenschaftlich nicht belegt. Manche Tierstudien zeigen leichte Lebensverlängerung, aber ausschließlich aus Khavinsons Gruppe, ohne unabhängige Replikation. Beim Menschen gibt es keine Langzeitdaten.
Was ist der Unterschied zwischen Epithalon und Melatonin?
Melatonin ist das fertige Schlafhormon, man nimmt es direkt. Epithalon soll die Zirbeldrüse anregen, mehr Melatonin selbst zu produzieren. Melatonin hat viel mehr Studien und eine bewährtere Datenlage für Schlafförderung.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für Epithalon sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite5–10 mg
niedrig · 5 mghoch · 10 mg
Frequenz: Täglich (10–20-Tage-Kur)
Im Dosierungsrechner öffnen
Mischverhältnis
Konzentration5 mg/ml
Abzug100 U
020406080100U100.0 U1.000 ml
10 mg Vial + 2 ml Wasser · Beispiel-Abzug für 5 mg
Im Mischungsverhältnis-Rechner öffnen
Bewährtes Protokoll
Titrationsschema2 Phasen
Zyklus: 10–20 Tage pro Zyklus, 2–3× jährlich.
5–10 mg täglich für 10–20 Tage, 2–3 Zyklen pro Jahr.
Zum Protokoll
Fact Sheet

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