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DSIP

Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-Glu (9 AS)

Auch bekannt als: Delta Sleep-Inducing Peptide, Schlaf-induzierendes Peptid

Neuropeptid, das 1977 aus Kaninchenblut isoliert wurde. In der Forschung auf Schlafarchitektur und Stressachsen-Modulation untersucht. Limitierte Humanstudien.

Vorklinisch🇩🇪 Grauzone🇦🇹 Grauzone🇨🇭 Grauzone
#64Rang 64 von 8034/100
~10–20 min (sehr kurz)
Halbwertszeit
Täglich (abends)
Frequenz
0,1–0,3 mg/Tag
Typische Dosis
462+
PubMed-Studien
Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Risiko-Nutzen-Abwägung
020406080100RISIKONEUTRALNUTZENWIRD BERECHNET …
Hohes Risiko – kritisch prüfen
Das Nutzen-Risiko-Verhältnis ist ungünstig. Alternatives Peptid oder weitere Studienlage abwarten.
39
Composite Score / 100
Kritisch
Bewertungsfaktoren
Sicherheitsprofil48%35% Gew.
Evidenzqualität30%28% Gew.
Verträglichkeit45%24% Gew.
Mechanismus20%10% Gew.
Praktikabilität20%3% Gew.
0–39 · Hohes Risiko40–66 · Abwägen67–100 · Empfehlenswert

Kein Ersatz für medizinische Beratung. Composite-Score aus Ranking-Daten, Regulierungsstatus, Studienlage und Verträglichkeitsprofil — Stand 2025.

Zusammenfassung

DSIP ist das "Delta-Schlaf-induzierende Peptid" — 1977 aus Kaninchenblut isoliert, soll Tiefschlaf fördern, hat aber schwache und widersprüchliche Humanstudien.

Auf einen Blick

AnwendungSubkutan (s.c.), Intranasal
Typische Dosis0,1–0,3 mg/Tag
Halbwertszeit~10–20 min (sehr kurz)
ForschungslageBegrenzt (C)

Vor- & Nachteile

Spricht dafür

  • Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Sehr limitierte Humandata und Mögliche Sedierung.

Mehr im Detail — zum Aufklappen

Was ist DSIP?DSIP (Delta Sleep-Inducing Peptide) ist ein natürlich vorkommendes Neuropeptid aus 9 Aminosäuren, das…

DSIP (Delta Sleep-Inducing Peptide) ist ein natürlich vorkommendes Neuropeptid aus 9 Aminosäuren, das 1977 von Marcel Monnier erstmals aus dem Blut schlafender Kaninchen isoliert wurde. Der Name verrät das Ziel: Delta-Wellen-Schlaf (der tiefste Schlafzustand) fördern. Besonderheit: Der genaue Rezeptor von DSIP ist bis heute nicht vollständig identifiziert. Die Forschung ist umfangreich (~350 PubMed-Einträge), aber die Ergebnisse sind sehr heterogen.

Wie wirkt es?Soll Delta-Wellen-Aktivität im EEG modulieren (Tiefschlaf-Förderung)
  • Soll Delta-Wellen-Aktivität im EEG modulieren (Tiefschlaf-Förderung)
  • Interagiert mit der HPA-Achse (Stress-Achse: Hypothalamus-Hypophyse-Nebenniere)
  • Effekte auf ACTH-, Cortisol- und Melatonin-Spiegel in Tiermodellen
  • Exakter Rezeptor und Signalweg: bis heute nicht abschließend charakterisiert
  • Kurze Halbwertszeit (~10–20 Min.)
Was kann es bewirken?Die Forschungslage ist heterogen und schwach:

Die Forschungslage ist heterogen und schwach:

  • Delta-Wellen-Förderung in Tiermodellen (EEG-Messungen)
  • Möglicherweise stressreduzierende Wirkung über HPA-Achse
  • Einige Humanbeobachtungen zu verbesserter Schlafarchitektur — methodisch schwach

Kein Beweis für konsistente schlafverbessernde Wirkung beim Menschen. Evidenz sehr schwach und widersprüchlich.

Wie viel wird verwendet?Keine validierten Humandosen.

Keine validierten Humandosen. In Forschungsprotokollen:

  • 0,1–0,3 mg täglich subkutan oder intranasal
  • Kurz vor dem Schlafen injiziert
  • Tiermodell-Dosen: 0,1 mg/kg — nicht direkt übertragbar

Keine evidenzbasierte Humandosierung. Sicherheitsprofil beim Menschen kaum charakterisiert.

Wie wird es angewendet?Subkutane Injektion oder intranasal
  • Subkutane Injektion oder intranasal
  • Kurz vor dem Einschlafen
  • Lyophilisiertes Pulver, Rekonstitution nötig
  • Kühlkettenpflichtig
Gibt es Risiken?Sicherheitsprofil beim Menschen: kaum charakterisiert.

Sicherheitsprofil beim Menschen: kaum charakterisiert.

  • Sehr limitierte Humandaten — keine systematischen Sicherheitsstudien
  • Mögliche Sedierung
  • HPA-Achsen-Beeinflussung: unbekannte Langzeitfolgen bei Daueranwendung

Keine ausreichenden Daten für Sicherheitsaussagen. DSIP ist ein Forschungspeptid, kein Schlafmittel.

Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungsc…
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • 🏅 Nicht auf der WADA-Liste
Was sagen Studien?DSIP hat ~350 PubMed-Einträge, Evidenzniveau C:

DSIP hat ~350 PubMed-Einträge, Evidenzniveau C:

  • ⚠ Umfangreiche Literatur, aber heterogene und oft widersprüchliche Ergebnisse
  • ⚠ Viele frühe Studien methodisch schwach (kleine n, keine Verblindung)
  • ❌ Kein definitiv charakterisierter Rezeptor — Grundlagenmechanismus unklar
  • ❌ Keine überzeugenden kontrollierten Humanstudien zu Schlafverbesserung
Häufige Fragen
Ist DSIP ein gutes Schlafmittel?
Die Studienlage ist zu schwach, um das zu sagen. DSIP ist ein Forschungspeptid ohne zugelassene schlafmedizinische Indikation. Wer Schlafprobleme hat, sollte zuerst bewiesene Therapien (Schlafhygiene, CBT-I, ggf. Melatonin) versuchen.
Warum forscht man überhaupt an DSIP, wenn der Mechanismus unklar ist?
Weil es natürlich im Körper vorkommt und ursprüngliche Befunde interessant waren. Es ist ein Fenster in die Schlafbiologie. Aber das macht es nicht zum klinisch anwendbaren Mittel — viele endogene Peptide haben faszinierende Laboreffekte, die sich nicht in klaren klinischen Nutzen übersetzen.

Forschungsstand & Ranking

Evidenz
9/30
Sicherheit
12/25
Volumen
6/15
Rechtlich
4/15
Mechanismus
2/10
Prakt.
1/5
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Tools & Ressourcen

DosierungsrechnerMischungsverhältnis-RechnerBest-Practice ProtokollFact Sheet (PDF/Druck)

Nächste Schritte

Schritt 1
Informieren

Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von DSIP gelesen.

✓ Abgeschlossen
2Schritt 2
Protokoll lesen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Forschungseinsatz.

3Schritt 3
Dosierung berechnen

Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.

4Schritt 4
Mischung vorbereiten

Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.

5Schritt 5
Fragen klären

Offene Fragen direkt an den KI-Assistenten stellen.

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