Pinealon
Pinealon ist ein russisches Khavinson-Tripeptid für die Zirbeldrüse, die Evidenzbasis stammt fast ausschließlich aus einer einzigen russischen Forschergruppe ohne internationale Replikation.
Fachangaben
Auch bekannt als: CVS-NP, Glu-Asp-Arg Tripeptid
Glu-Asp-Arg (Tripeptid)
Quick Start Guide
SubkutanGrundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.
Rechtlicher Hinweis
Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.
Was ist Pinealon und wie wirkt es?
Pinealon ist ein synthetisches Tripeptid (Glu-Asp-Arg, 3 Aminosäuren), das von der Khavinson-Gruppe am St. Petersburg Institute of Bioregulation and Gerontology entwickelt wurde. Es soll auf die Zirbeldrüse (Epiphyse) wirken, das Organ, das Melatonin produziert, und deren Funktion mit zunehmendem Alter aufrechterhalten. Pinealon gehört zur selben Familie wie Epithalon und Cortagen. Die Forschungsbasis ist fast ausschließlich russischsprachig, internationale Replikation fehlt weitgehend.
Pinealon ist ein synthetisches Tripeptid (Glu-Asp-Arg), entwickelt von der Khavinson-Gruppe (St. Petersburg). Es gehört zur Familie der "Cytomedine" und soll auf Zirbeldrüse und ZNS ausgerichtet sein. Die Forschungsbasis stammt fast ausschließlich aus russischen Studien, internationale Replikation ist sehr begrenzt.
Wirkungsweise
- Laut russischer Forschung: Interaktion mit DNA der Zirbeldrüse
- Soll Expression von Melatonin-Synthesegenen beeinflussen
- Antioxidative Effekte in Zellkulturen beschrieben
- Mechanismus in westlichen Laboren nicht repliziert
Laut russischer Forschungsliteratur soll Pinealon mit Zirbeldrüsen-DNA interagieren und die Expression von Melatonin-Synthesegenen beeinflussen. Diese Hypothesen sind in westlichen Laboren nicht repliziert worden.
Spricht dafür
- Die Anwendung ist vergleichsweise einfach, da der Wirkstoff oral eingenommen werden kann.
- Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff nach aktueller WADA-Liste nicht verboten.
Spricht dagegen
- Die Forschung ist sehr begrenzt und überwiegend auf Labor- und Tierversuche beschränkt — verlässliche Studien am Menschen fehlen weitgehend.
- In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
Wirkungen und Anwendungsgebiete
Alle Wirkungsbehauptungen stammen aus russischen Studien einer einzigen Forschergruppe:
- Zellvitalitätssteigerung durch ROS-Suppression (Zellstudie)
- Potenzielle Melatonin-Produktionsförderung in Zirbeldrüsenzellen
- Mögliche neuroprotektive Effekte (Tiermodelle)
Zirbeldrüsen-Forschung
Russische Zellstudien und Tiermodelle beschreiben Effekte auf Melatonin-Synthese-Marker. Keine unabhängige internationale Replikation.
Dosierung und Anwendung
Aus russischen Forschungsprotokollen (nicht validiert):
- 1,0–2,0 mg täglich subkutan oder oral
- Abends eingenommen (Bezug zur Melatonin-Produktion)
- Zyklen von 10–30 Tagen in russischen Protokollen
Studien-Dosierungen
| Anwendung / Phase | Dosis | Frequenz | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Russisches Forschungsprotokoll | 1,0–2,0 mg/Tag | Täglich | Sehr begrenzte Datenlage |
Anwendungsformen
- Oral oder subkutan (laut russischen Protokollen)
- Kleines Tripeptid, theoretisch oral bioverfügbarer als größere Peptide
- Kühlkettenpflichtig für Injektionsformen
Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.
Nebenwirkungen und Risiken
Sicherheitsprofil: unbekannt.
- Keine ausreichenden Humandaten für Sicherheitsaussagen
- Als Tripeptid wahrscheinlich rasch abgebaut, systemische Risiken unklar
Bekannte Nebenwirkungen
- •Keine ausreichenden Daten
Kontraindikationen
- •Keine validierten Humandaten
Studienlage
Pinealon hat eine schmale Publikationslage, Evidenzniveau D:
- ⚠ Alle relevanten Studien aus einer einzigen russischen Forschergruppe (Khavinson)
- ❌ Keine unabhängige internationale Replikation
- ❌ Keine Humanstudien nach westlichem Evidenzstandard
- ❌ Postulierter DNA-Bindungsmechanismus für sehr kurze Peptide wird in der westlichen Wissenschaft nicht akzeptiert
Pinealon increases cell viability by suppression of free radical levels and activating proliferative processes
TierKhavinson V, et al. (2011), Rejuvenation Research
Russische Zellstudie: Pinealon erhöht Zellvitalität durch ROS-Suppression und Aktivierung proliferativer Signalwege. Externe Validierung fehlt.
PubMed →Rechtslage und Sport
- 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
- 🏅 Nicht auf der WADA-Liste
Nicht zugelassen. Sehr limitierte Datenlage. Ausschließlich Grundlagenforschung.
Häufige Fragen zu Pinealon
Wie verlässlich ist die Pinealon-Forschung?
Ist Pinealon besser als Melatonin für den Schlaf?
Teil bekannter Peptid-Stacks
Werkzeuge
Die wichtigsten Kennzahlen für Pinealon sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.
Weitere Werkzeuge:Kosten-Rechner·Protokoll- & Kalender-Planer·Wirkungs-Timeline·Peptid-Vergleich·PeptidWiki-Assistent
Epithalon
Epithalon ist ein synthetisches Tetrapeptid (4 Aminosäuren), das von der Zirbeldrüse (Pinealdrüse) abgeleitet ist und in der Longevity-Forschung vor allem wegen der Telomerase-Aktivierung untersucht wird.
DSIP
Neuropeptid, das 1977 aus Kaninchenblut isoliert wurde. In der Forschung auf Schlafarchitektur und Stressachsen-Modulation untersucht. Limitierte Humanstudien.
Semax
Semax ist ein russisches Nootropikum-Peptid, abgeleitet vom ACTH-Fragment 4-10. In der Forschung zeigt es kognitionsfördernde, neuroprotektive sowie antidepressive Eigenschaften.