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Gehirn & Kognition

Pinealon

Pinealon ist ein russisches Khavinson-Tripeptid für die Zirbeldrüse, die Evidenzbasis stammt fast ausschließlich aus einer einzigen russischen Forschergruppe ohne internationale Replikation.

Frühe ForschungDE, AT, CH: Grauzone#78Rang 78 von 8019/100
AnwendungOral, Subkutan (s.c.)
Typische Dosis1,0–2,0 mg/Tag
HalbwertszeitNicht charakterisiert
PubMed-Studien15+
Fachangaben

Auch bekannt als: CVS-NP, Glu-Asp-Arg Tripeptid

Glu-Asp-Arg (Tripeptid)

Quick Start Guide

Subkutan
1,0–2,0 mg
Wie oft
1× täglich
Unter die Haut, Injektionsstelle wechseln
Zeitpunkt
Abends vor dem Schlafengehen
Wirkung ab wann
Erste Effekte nach 1–2 Wochen, volle Wirkung nach 3–4 Wochen
Lagerung
Pulver bei 2–8 °C, angemischt 28 Tage haltbar
10–20 Tage
Pause danach
4–6 Monate zwischen Zyklen, 2× pro Jahr üblich
Orale Anwendung ist beschrieben, belastbare Kurzwerte dazu fehlen. Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.Zum Protokoll

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist Pinealon und wie wirkt es?

Einfach erklärt

Pinealon ist ein synthetisches Tripeptid (Glu-Asp-Arg, 3 Aminosäuren), das von der Khavinson-Gruppe am St. Petersburg Institute of Bioregulation and Gerontology entwickelt wurde. Es soll auf die Zirbeldrüse (Epiphyse) wirken, das Organ, das Melatonin produziert, und deren Funktion mit zunehmendem Alter aufrechterhalten. Pinealon gehört zur selben Familie wie Epithalon und Cortagen. Die Forschungsbasis ist fast ausschließlich russischsprachig, internationale Replikation fehlt weitgehend.

Pinealon ist ein synthetisches Tripeptid (Glu-Asp-Arg), entwickelt von der Khavinson-Gruppe (St. Petersburg). Es gehört zur Familie der "Cytomedine" und soll auf Zirbeldrüse und ZNS ausgerichtet sein. Die Forschungsbasis stammt fast ausschließlich aus russischen Studien, internationale Replikation ist sehr begrenzt.

Wirkungsweise

Einfach erklärt
  • Laut russischer Forschung: Interaktion mit DNA der Zirbeldrüse
  • Soll Expression von Melatonin-Synthesegenen beeinflussen
  • Antioxidative Effekte in Zellkulturen beschrieben
  • Mechanismus in westlichen Laboren nicht repliziert

Laut russischer Forschungsliteratur soll Pinealon mit Zirbeldrüsen-DNA interagieren und die Expression von Melatonin-Synthesegenen beeinflussen. Diese Hypothesen sind in westlichen Laboren nicht repliziert worden.

Spricht dafür

  • Die Anwendung ist vergleichsweise einfach, da der Wirkstoff oral eingenommen werden kann.
  • Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff nach aktueller WADA-Liste nicht verboten.

Spricht dagegen

  • Die Forschung ist sehr begrenzt und überwiegend auf Labor- und Tierversuche beschränkt — verlässliche Studien am Menschen fehlen weitgehend.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

Alle Wirkungsbehauptungen stammen aus russischen Studien einer einzigen Forschergruppe:

  • Zellvitalitätssteigerung durch ROS-Suppression (Zellstudie)
  • Potenzielle Melatonin-Produktionsförderung in Zirbeldrüsenzellen
  • Mögliche neuroprotektive Effekte (Tiermodelle)
Keine unabhängige internationale Replikation. Evidenzniveau D. Klinische Evidenz beim Menschen fehlt vollständig.

Zirbeldrüsen-Forschung

Frühe ForschungTier

Russische Zellstudien und Tiermodelle beschreiben Effekte auf Melatonin-Synthese-Marker. Keine unabhängige internationale Replikation.

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

Aus russischen Forschungsprotokollen (nicht validiert):

  • 1,0–2,0 mg täglich subkutan oder oral
  • Abends eingenommen (Bezug zur Melatonin-Produktion)
  • Zyklen von 10–30 Tagen in russischen Protokollen
Keine validierten Humandosen. Extrem limitierte Datenlage.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
Russisches Forschungsprotokoll1,0–2,0 mg/TagTäglichSehr begrenzte Datenlage
Dosierungsrechner →Best-Practice Protokoll ansehen

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Oral oder subkutan (laut russischen Protokollen)
  • Kleines Tripeptid, theoretisch oral bioverfügbarer als größere Peptide
  • Kühlkettenpflichtig für Injektionsformen
OralSubkutan (s.c.)

Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

Sicherheitsprofil: unbekannt.

  • Keine ausreichenden Humandaten für Sicherheitsaussagen
  • Als Tripeptid wahrscheinlich rasch abgebaut, systemische Risiken unklar
Angesichts fehlender Humandaten und Replikation ist das Risiko-Nutzen-Verhältnis unklar.

Bekannte Nebenwirkungen

  • Keine ausreichenden Daten

Kontraindikationen

  • Keine validierten Humandaten

Studienlage

Einfach erklärt

Pinealon hat eine schmale Publikationslage, Evidenzniveau D:

  • ⚠ Alle relevanten Studien aus einer einzigen russischen Forschergruppe (Khavinson)
  • ❌ Keine unabhängige internationale Replikation
  • ❌ Keine Humanstudien nach westlichem Evidenzstandard
  • ❌ Postulierter DNA-Bindungsmechanismus für sehr kurze Peptide wird in der westlichen Wissenschaft nicht akzeptiert

Pinealon increases cell viability by suppression of free radical levels and activating proliferative processes

Tier

Khavinson V, et al. (2011), Rejuvenation Research

Russische Zellstudie: Pinealon erhöht Zellvitalität durch ROS-Suppression und Aktivierung proliferativer Signalwege. Externe Validierung fehlt.

PubMed →

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • 🏅 Nicht auf der WADA-Liste
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone

Nicht zugelassen. Sehr limitierte Datenlage. Ausschließlich Grundlagenforschung.

Im SportWADA: Erlaubt

Tripeptid. Nicht auf der WADA-Liste.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Häufige Fragen zu Pinealon

Wie verlässlich ist die Pinealon-Forschung?
Die Pinealon-Forschung stammt fast ausschließlich aus einer russischen Forschergruppe. Unabhängige westliche Replikation fehlt weitgehend.
Ist Pinealon besser als Melatonin für den Schlaf?
Das ist nicht belegt. Melatonin ist ein zugelassenes, gut charakterisiertes Mittel für die Schlafregulation mit solider Humanstudien-Basis. Pinealon hat keine vergleichbare Evidenz. Wer Schlaf fördern will, ist mit Melatonin und Schlafhygiene deutlich besser beraten.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für Pinealon sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite1–2 mg
niedrig · 1 mghoch · 2 mg
Frequenz: Täglich (10-Tage-Kur)
Im Dosierungsrechner öffnen
Mischverhältnis
Konzentration6,67 mg/ml
Abzug15 U
020406080100U15.0 U0.150 ml
20 mg Vial + 3 ml Wasser · Beispiel-Abzug für 1 mg
Im Mischungsverhältnis-Rechner öffnen
Bewährtes Protokoll
Titrationsschema4 Phasen
Zyklus: 10–20 Tage Anwendung, danach 4–6 Monate Pause.
Tägliche subkutane Injektion über 10–20 Tage. Wiederholung 2× pro Jahr.
Zum Protokoll
Fact Sheet

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