Die Inhalte von PeptidWiki dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung, sind ausdrücklich keine Empfehlung und ersetzen keine medizinische Beratung.

Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen — viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

Inhalte werden mit Sorgfalt recherchiert, aber ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität bereitgestellt.

Forschung
Zelluläre Reprogrammierung: Erster Humanversuch für Augenzellen
Alle News →
Gehirn & Kognition

Pinealon

Glu-Asp-Arg (Tripeptid)

Auch bekannt als: CVS-NP, Glu-Asp-Arg Tripeptid

Synthetisches Tripeptid aus der russischen Khavinson-Forschungsgruppe. In Tiermodellen auf neuroprotektive Signalwege untersucht. Sehr limitierte unabhängige Forschung.

Frühe Forschung🇩🇪 Grauzone🇦🇹 Grauzone🇨🇭 Grauzone
#78Rang 78 von 8019/100
Nicht charakterisiert
Halbwertszeit
Täglich (10-Tage-Kur)
Frequenz
1,0–2,0 mg/Tag
Typische Dosis
15+
PubMed-Studien
Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Risiko-Nutzen-Abwägung
020406080100RISIKONEUTRALNUTZENWIRD BERECHNET …
Hohes Risiko – kritisch prüfen
Das Nutzen-Risiko-Verhältnis ist ungünstig. Alternatives Peptid oder weitere Studienlage abwarten.
27
Composite Score / 100
Kritisch
Bewertungsfaktoren
Sicherheitsprofil40%35% Gew.
Evidenzqualität10%28% Gew.
Verträglichkeit40%24% Gew.
Mechanismus10%10% Gew.
Praktikabilität0%3% Gew.
0–39 · Hohes Risiko40–66 · Abwägen67–100 · Empfehlenswert

Kein Ersatz für medizinische Beratung. Composite-Score aus Ranking-Daten, Regulierungsstatus, Studienlage und Verträglichkeitsprofil — Stand 2025.

Zusammenfassung

Pinealon ist ein russisches Khavinson-Tripeptid für die Zirbeldrüse — die Evidenzbasis stammt fast ausschließlich aus einer einzigen russischen Forschergruppe ohne internationale Replikation.

Auf einen Blick

AnwendungOral, Subkutan (s.c.)
Typische Dosis1,0–2,0 mg/Tag
HalbwertszeitNicht charakterisiert

Vor- & Nachteile

Spricht dafür

  • Die Anwendung ist vergleichsweise einfach, da der Wirkstoff oral eingenommen werden kann.

Spricht dagegen

  • Die Forschung ist sehr begrenzt und überwiegend auf Labor- und Tierversuche beschränkt — verlässliche Studien am Menschen fehlen weitgehend.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Keine ausreichenden Daten.

Mehr im Detail — zum Aufklappen

Was ist Pinealon?Pinealon ist ein synthetisches Tripeptid (Glu-Asp-Arg, 3 Aminosäuren), das von der Khavinson-Gruppe am…

Pinealon ist ein synthetisches Tripeptid (Glu-Asp-Arg, 3 Aminosäuren), das von der Khavinson-Gruppe am St. Petersburg Institute of Bioregulation and Gerontology entwickelt wurde. Es soll auf die Zirbeldrüse (Epiphyse) wirken — das Organ, das Melatonin produziert — und deren Funktion mit zunehmendem Alter aufrechterhalten. Pinealon gehört zur selben Familie wie Epithalon und Cortagen. Die Forschungsbasis ist fast ausschließlich russischsprachig; internationale Replikation fehlt weitgehend.

Wie wirkt es?Laut russischer Forschung: Interaktion mit DNA der Zirbeldrüse
  • Laut russischer Forschung: Interaktion mit DNA der Zirbeldrüse
  • Soll Expression von Melatonin-Synthesegenen beeinflussen
  • Antioxidative Effekte in Zellkulturen beschrieben
  • Mechanismus in westlichen Laboren nicht repliziert
Was kann es bewirken?Alle Wirkungsbehauptungen stammen aus russischen Studien einer einzigen Forschergruppe:

Alle Wirkungsbehauptungen stammen aus russischen Studien einer einzigen Forschergruppe:

  • Zellvitalitätssteigerung durch ROS-Suppression (Zellstudie)
  • Potenzielle Melatonin-Produktionsförderung in Zirbeldrüsenzellen
  • Mögliche neuroprotektive Effekte (Tiermodelle)

Keine unabhängige internationale Replikation. Evidenzniveau D. Klinische Evidenz beim Menschen fehlt vollständig.

Wie viel wird verwendet?Aus russischen Forschungsprotokollen (nicht validiert):

Aus russischen Forschungsprotokollen (nicht validiert):

  • 1,0–2,0 mg täglich subkutan oder oral
  • Abends eingenommen (Bezug zur Melatonin-Produktion)
  • Zyklen von 10–30 Tagen in russischen Protokollen

Keine validierten Humandosen. Extrem limitierte Datenlage.

Wie wird es angewendet?Oral oder subkutan (laut russischen Protokollen)
  • Oral oder subkutan (laut russischen Protokollen)
  • Kleines Tripeptid — theoretisch oral bioverfügbarer als größere Peptide
  • Kühlkettenpflichtig für Injektionsformen
Gibt es Risiken?Sicherheitsprofil: unbekannt.

Sicherheitsprofil: unbekannt.

  • Keine ausreichenden Humandaten für Sicherheitsaussagen
  • Als Tripeptid wahrscheinlich rasch abgebaut — systemische Risiken unklar

Angesichts fehlender Humandaten und Replikation ist das Risiko-Nutzen-Verhältnis unklar.

Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungsc…
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • 🏅 Nicht auf der WADA-Liste
Was sagen Studien?Pinealon hat ~35 PubMed-Einträge, Evidenzniveau D:

Pinealon hat ~35 PubMed-Einträge, Evidenzniveau D:

  • ⚠ Alle relevanten Studien aus einer einzigen russischen Forschergruppe (Khavinson)
  • ❌ Keine unabhängige internationale Replikation
  • ❌ Keine Humanstudien nach westlichem Evidenzstandard
  • ❌ Postulierter DNA-Bindungsmechanismus für sehr kurze Peptide wird in der westlichen Wissenschaft nicht akzeptiert
Häufige Fragen
Wie verlässlich ist die Pinealon-Forschung?
Sehr begrenzt verlässlich. Die gesamte Forschungsliteratur zu Pinealon stammt aus einer einzigen russischen Forschergruppe. Unabhängige westliche Replikation fehlt. Das macht es unmöglich, die Wirksamkeit nach wissenschaftlichem Standard zu beurteilen.
Ist Pinealon besser als Melatonin für den Schlaf?
Das ist nicht belegt. Melatonin ist ein zugelassenes, gut charakterisiertes Mittel für die Schlafregulation mit solider Humanstudien-Basis. Pinealon hat keine vergleichbare Evidenz. Wer Schlaf fördern will, ist mit Melatonin und Schlafhygiene deutlich besser beraten.

Forschungsstand & Ranking

Evidenz
3/30
Sicherheit
10/25
Volumen
2/15
Rechtlich
3/15
Mechanismus
1/10
Prakt.
0/5
Alle Peptide im Ranking vergleichen →

Tools & Ressourcen

DosierungsrechnerMischungsverhältnis-RechnerBest-Practice ProtokollFact Sheet (PDF/Druck)

Nächste Schritte

Schritt 1
Informieren

Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von Pinealon gelesen.

✓ Abgeschlossen
2Schritt 2
Protokoll lesen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Forschungseinsatz.

3Schritt 3
Dosierung berechnen

Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.

4Schritt 4
Mischung vorbereiten

Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.

5Schritt 5
Fragen klären

Offene Fragen direkt an den KI-Assistenten stellen.

Aktuelle News zu Pinealon
11. Juni 2026

Hubermans Peptid-Folge mit Dr. Abud Bakri: Was dran ist und was im Kleingedruckten steht

Im Huberman-Lab-Podcast hat der Internist Dr. Abud Bakri eine vielbeachtete „Peptid-Masterclass" gegeben, von BPC-157 über Epithalon bis zu den GLP-1-Abnehmspritzen. Die Folge ist informativer als das meiste im Netz, transportiert aber auch Dosis- und Sicherheitsaussagen, die man einordnen muss. Wir fassen die Kernpunkte zusammen, prüfen sie gegen die Studienlage und übersetzen sie in den DACH-Kontext.

Alle News →
Weiterlesen
Alle Peptide im Wiki →