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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen — viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Klinik
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Peptid-Glossar — N

15 Fachbegriffe mit Anfangsbuchstabe N.

NAFLD

Pharmakologie

Non-alcoholic Fatty Liver Disease — Fettleber ohne Alkoholkonsum. Häufig mit Adipositas, Insulinresistenz und metabolischem Syndrom assoziiert. Frühstadium von NASH. GLP-1-Agonisten und FGF-21 verbessern NAFLD-Parameter in klinischen Studien.

NAION

Pharmakologie

Non-arteritische anteriore ischämische Optikusneuropathie — plötzliche Durchblutungsstörung des Sehnervkopfes mit dauerhaftem Gesichtsfeldausfall. EMA und MHRA haben NAION 2025 als sehr seltene Nebenwirkung von Semaglutid eingestuft (< 1/10.000).

NASH

Pharmakologie

Non-alcoholic Steatohepatitis — nicht-alkoholische Fettleberhepatitis. Fortgeschrittene Form der NAFLD mit Entzündung, Leberzellschaden und Fibrosierung. FGF-21-Analoga (Pegbelfermin, Lanifibranor) zeigen in Phase II/III klinische Wirksamkeit bei NASH.

NEM

Recht

Nahrungsergänzungsmittel — Lebensmittel zur Ergänzung der normalen Ernährung. Strenger als Arzneimittel begrenzt: Heilversprechen verboten, "Health Claims" nur nach EU-Zulassung. Kollagenpeptide werden als NEM vertrieben; nicht zugelassene Forschungspeptide nicht.

Neoplasie

Biologie

Unkontrolliertes Zellwachstum — von gutartig (Adenom) bis maligne (Karzinom). Anabole und angiogene Peptide (IGF-1, Follistatin, BPC-157) können theoretisch Neoplasien fördern, weshalb aktive Krebserkrankung eine Kontraindikation für diese Substanzen darstellt.

Neuropathie

Pharmakologie

Erkrankung oder Schädigung von Nerven — kann peripher (z. B. Hände, Füße: Kribbeln, Taubheit, Brennschmerz) oder zentral sein. ARA-290 zeigt in klinischen Studien (Phase II) Wirksamkeit bei Sarkoidose-assoziierter Neuropathie. Häufige Begleiterkrankung bei Diabetes.

Neuropeptid

Neurologie

Peptid, das als Neurotransmitter oder Neuromodulator im Nervensystem wirkt. Beispiele: Enkephaline, Endorphine, Substanz P.

Neuroplastizität

Neurologie

Fähigkeit des Gehirns, sich durch Erfahrung, Lernen und nach Verletzungen strukturell und funktionell anzupassen. BDNF ist ein zentraler Förderer der Neuroplastizität. Semax erhöht BDNF deutlich.

Neuroprotektion

Neurologie

Schutz von Nervenzellen vor Schädigung, Degeneration oder Tod. Neuroprotektive Peptide (Semax, Selank, Cerebrolysin, ARA-290) verhindern neuronale Apoptose, reduzieren Entzündung und fördern das Überleben von Nervenzellen nach Ischämie, Trauma oder degenerativen Erkrankungen.

NF-κB

Biologie

Nuclear Factor kappa B — Transkriptionsfaktor, der nach Aktivierung in den Zellkern wandert und die Expression entzündungsfördernder Gene anschaltet. Zentraler Master-Regulator der Entzündungsantwort. Hemmung von NF-κB ist ein häufiger Wirkmechanismus entzündungshemmender Peptide.

NO-Synthase

Biologie

Stickstoffmonoxid-Synthase — Enzym, das aus L-Arginin das Signalmolekül NO (Stickstoffmonoxid) herstellt. BPC-157 interagiert intensiv mit dem NO-Synthase-System und erklärt so seine gefäßschützenden, ulkusheilenden und entzündungsmodulierenden Wirkungen.

Nonapeptid

Grundlagen

Peptid aus genau neun Aminosäuren. Bekanntestes Beispiel: DSIP (Delta Sleep-Inducing Peptide).

Nootropikum

Neurologie

Substanz, die kognitive Funktionen (Gedächtnis, Lernfähigkeit, Konzentration) verbessert. Peptid-Nootropika: Semax, Selank, Noopept.

NSAR

Pharmakologie

Nichtsteroidale Antirheumatika — Wirkstoffklasse mit schmerzlindernder, fiebersenkender und entzündungshemmender Wirkung (z. B. Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen). Hemmen die Cyclooxygenase und damit die Prostaglandinbildung. Möglicher synergistischer Effekt mit BPC-157 wird diskutiert.

Nüchternglukose

Endokrinologie

Blutzuckerwert nach mind. 8 Stunden Nahrungskarenz. Normwert: 3,9–5,6 mmol/L (70–100 mg/dL). Wichtigster Basisparameter vor und während Peptid-Protokollen mit GH-Sekretagogen oder IGF-1-Analoga.

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