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Prolaktin

Endokrinologie

Hypophysenhormon, das primär die Milchproduktion (Laktation) stimuliert, aber auch Immunfunktion und Reproduktion beeinflusst. TRH stimuliert Prolaktin-Freisetzung. Erhöhte Prolaktinspiegel können Libido, Testosteron und Fertilität hemmen.

Ausführlich erklärt

Prolaktin ist ein Proteinhormon aus knapp 200 Aminosäuren, das in den laktotropen Zellen des Hypophysenvorderlappens gebildet wird. Anders als die meisten Hypophysenhormone wird es vom Hypothalamus überwiegend gebremst: Dopamin hemmt die Ausschüttung dauerhaft. Fällt diese Hemmung weg, etwa durch bestimmte Neuroleptika, steigt der Prolaktinspiegel an.

Fördernde Signale sind unter anderem Stillen, Schlaf, Stress und das Hypothalamuspeptid TRH. Ein praktisches Beispiel aus dem Labor ist das sogenannte Makroprolaktin: Dabei ist das Hormon an Antikörper gebunden, erscheint im Test erhöht, ist biologisch aber kaum aktiv. Hohe Prolaktinspiegel können die pulsatile GnRH-Freisetzung dämpfen und dadurch LH, FSH und die Sexualhormone senken.

Bedeutung in der Peptidforschung

In der Peptidliteratur taucht Prolaktin vor allem als Nebenbefund auf. Manche Wachstumshormon-Sekretagoga wie ältere GHRP-Varianten wurden in Studien mit leichten Anstiegen von Prolaktin und Cortisol in Verbindung gebracht, während neuere Substanzen als selektiver beschrieben werden. Auch TRH-Analoga und Studien zur Hypothalamus-Hypophysen-Achse erfassen Prolaktin, um Wirkungen auf benachbarte Hormonachsen zu erkennen.

Einordnung

Prolaktin ist nicht mit Progesteron zu verwechseln, trotz ähnlichem Namen. Ein einzelner erhöhter Wert ist oft stress- oder medikamentenbedingt. Die Einordnung auffälliger Befunde gehört in endokrinologische Hände und lässt sich nicht aus Glossarwissen ableiten.

HypophyseTRHLH
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