Die Inhalte von PeptidWiki dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung, sind ausdrücklich keine Empfehlung und ersetzen keine medizinische Beratung. Die beschriebenen Substanzen sind in DACH meist nicht zugelassen — jede Anwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität.
Forschung
Die nächste Generation der Abnehmmedizin: Fünf Rezeptoren, ein Wirkstoff
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Das 100-Punkte-Scoring

Jedes Peptid auf PeptidWiki wird nach sechs Kriterien bewertet. Das Ergebnis ist keine Kaufempfehlung, sondern ein Maßstab für wissenschaftliche Seriosität und Anwendersicherheit.

Zentrales Prinzip: Die Methodik bewertet den aktuellen Forschungsstand — nicht die klinische Wirksamkeit beim Menschen. Ein hoher Score signalisiert umfangreiche Studien und eine klare Rechtslage, impliziert aber keine therapeutische Wirkung.

Score-Stufen auf einen Blick

80100
Sehr hoch

Starke humanmedizinische Evidenz, exzellentes Sicherheitsprofil

6579
Hoch

Solide Evidenz, überschaubare Risiken

5064
Mittel

Limitierte Humanstudien oder moderate Sicherheitsbedenken

049
Niedrig

Überwiegend präklinische Daten oder erhebliche Risiken

Die sechs Kategorien

Kategorie & FokusGewichtPkt.
Evidenzqualität

Studienqualität (RCTs > Tierstudien > In-vitro)

30 %30
Sicherheitsprofil

Dokumentierte Nebenwirkungen und Verträglichkeit

25 %25
Forschungsvolumen

PubMed-Studienanzahl (logarithmisch skaliert)

15 %15
Rechtlicher Status (DE / AT / CH)

Zugänglichkeit in Deutschland, Österreich, Schweiz

15 %15
Mechanistische Klarheit

Verständnis biologischer Wirkmechanismen

10 %10
Praktikabilität

Anwendungsform und Lagerstabilität

5 %5
Gesamt100 %100

Kategorien im Detail

Evidenzqualität30 %

Bewertet die methodische Qualität der vorhandenen Studien. Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) am Menschen stehen ganz oben — sie sind der wissenschaftliche Goldstandard. In-vitro-Laborversuche stehen ganz unten, weil Ergebnisse aus Zellkulturen sehr selten direkt auf den Menschen übertragbar sind.

Warum?

Trägt am stärksten zum Score bei (30 %), weil Studienqualität wichtiger ist als Studienmenge. Eine solide Humanstudie schlägt 50 Tierstudien.

Bewertungsskala

28–30Mehrere Phase-2/3-RCTs am Menschen, replizierte Ergebnisse
22–27Phase-1/2-Humanstudien + solide Tierdaten
15–21Humanfallserien + gute Tierdaten oder mehrere Tier-RCTs
8–14Überwiegend Tierstudien, einige Humanbeobachtungen
0–7Hauptsächlich In-vitro, sehr begrenzte Tierdaten
Sicherheitsprofil25 %

Bewertet, wie gut Nebenwirkungen bekannt und handhabbar sind. Ein Peptid mit klar dokumentierten, milden Nebenwirkungen wird höher bewertet als eines, bei dem schlicht keine Daten vorhanden sind — denn „keine Daten" ist nicht dasselbe wie „sicher".

Warum?

Zweitwichtigster Faktor (25 %), weil Research-Peptide keine regulatorische Zulassung haben. Transparente Sicherheitsdaten schützen Forscher und Anwender gleichermaßen.

Bewertungsskala

23–25Ausgezeichnete Verträglichkeit, jahrzehntelange Sicherheitsdaten
18–22Gute Verträglichkeit, bekannte und handhabbare Nebenwirkungen
12–17Moderate Sicherheitsbedenken oder begrenzte Datenlage
6–11Erhebliche Nebenwirkungen oder größere Unbekannte
0–5Hohes Risiko oder kritische Sicherheitsbedenken
Forschungsvolumen15 %

Zählt die Gesamtanzahl der verfügbaren Studien auf PubMed — logarithmisch skaliert, weil der Unterschied zwischen 10 und 100 Studien viel bedeutsamer ist als der zwischen 1.000 und 1.100.

Warum?

Viele unabhängige Studien erhöhen die Replikationswahrscheinlichkeit. Gleichzeitig verdient Quantität weniger Gewicht (15 %) als Qualität — deshalb zählt Evidenzqualität doppelt so viel.

Bewertungsskala

15Mehr als 500 Studien auf PubMed
12–14200–500 Studien
9–11100–200 Studien
6–850–100 Studien
3–520–50 Studien
0–2Weniger als 20 Studien
Rechtlicher Status (DE / AT / CH)15 %

Bewertet die rechtliche Zugänglichkeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein Peptid mit hohem Evidenz-Score, aber aktivem WADA-Verbot oder strafrechtlichem Risiko ist für die Mehrheit der Anwender und Forscher im DACH-Raum weniger relevant.

Warum?

PeptidWiki.de richtet sich an den DACH-Raum. Praktische Nutzbarkeit gehört zur wissenschaftlichen Einordnung. Dieser Faktor spiegelt die regulatorische Realität wider — er ist kein moralisches Urteil.

Bewertungsskala

15Vollständig legal (Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetik)
12Verschreibungspflichtig — mit Rezept legal
8Grauzone — Research-Only, Besitz meist nicht strafbar
4Grauzone + WADA-Sperre (Doping-relevant für Wettkampfsportler)
0Verboten oder strafrechtlich relevant
Mechanistische Klarheit10 %

Bewertet, wie gut der biologische Wirkmechanismus verstanden ist: Welche Rezeptoren werden angesprochen? Welche Signalwege aktiviert? Ein verstandener Mechanismus erlaubt fundierte Hypothesen über Dosierung, Kombinationen und Nebenwirkungen.

Warum?

Ohne bekannten Mechanismus sind Wirkungsaussagen reine Spekulation. Dieser Faktor trennt Peptide mit solidem wissenschaftlichem Fundament von solchen, die nur empirisch beschrieben werden.

Bewertungsskala

9–10Vollständig charakterisierter Rezeptor und Signalweg
7–8Weitgehend geklärt, kleinere offene Fragen
4–6Teilweise verstanden, plausible Hypothesen vorhanden
1–3Hypothetisch, wenig molekulare Evidenz
0Wirkmechanismus weitgehend unbekannt
Praktikabilität5 %

Bewertet Anwendungsform, Lagerstabilität und Verfügbarkeit. Oral einnehmbare oder topische Peptide sind einfacher handhabbar als solche, die gekühlt gelagert, rekonstituiert und subkutan injiziert werden müssen.

Warum?

Niedrigste Gewichtung (5 %), da Praktikabilität kein Qualitätsmerkmal ist. Sie beeinflusst jedoch, wie breit ein Peptid in der unabhängigen Forschung eingesetzt werden kann.

Bewertungsskala

5Oral oder topisch, bei Raumtemperatur stabil
4Subkutan, lagerstabil bei 4 °C
3Subkutan, moderate Lageranforderungen
1–2Aufwändige Vorbereitung oder spezielle Kühlung nötig
0Extrem komplex oder eingeschränkt verfügbar

Wichtiger Hinweis: Der Score spiegelt den Stand der wissenschaftlichen Literatur wider und ist keine medizinische Empfehlung. Forschungspeptide sind keine zugelassenen Arzneimittel. Die Anwendung am Menschen außerhalb klinischer Studien erfolgt auf eigene Verantwortung.