Die Inhalte von PeptidWiki dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung, sind ausdrücklich keine Empfehlung und ersetzen keine medizinische Beratung.
Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen. Viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.
Inhalte werden mit Sorgfalt recherchiert, aber ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität bereitgestellt.
Visualisiere den Verlauf der Plasmakonzentration über die Zeit: Tmax, Halbwertszeit und therapeutisches Fenster. Im Stack-Modus zwei Peptide überlagert vergleichen.
Der höchste Wirkstoffspiegel im Blut nach einer Einzeldosis. Auf der Kurve als Scheitelpunkt markiert. Je höher der Cmax, desto stärker (aber auch riskanter) die Spitzenbelastung.
Tmax: Zeit bis zum Wirkstoffmaximum
Der Zeitpunkt, an dem Cmax erreicht wird. Zeigt, wie schnell ein Peptid nach der Injektion ins Blut aufgenommen wird. Subkutane Peptide brauchen oft 15–90 Minuten, intranasal weniger.
t½: Halbwertszeit
Die Zeit, nach der die Plasmakonzentration auf die Hälfte gefallen ist. Entscheidend für die Dosierungsfrequenz: kurze Halbwertszeit (z. B. Semax: ~20 min) = tägliche oder häufigere Gabe; lange Halbwertszeit (z. B. Semaglutid: ~1 Woche) = wöchentliche Gabe ausreichend.
Therapeutisches Fenster (20–80 % Cmax)
Der Bereich, in dem die Konzentration hoch genug ist, um zu wirken, aber niedrig genug, um sicher zu sein. Das grün markierte Band zeigt vereinfacht den Bereich 20–80 % des Maximums. In der Realität sind Ober- und Untergrenze substanzspezifisch und klinisch bestimmt.
Plasmakonzentration (Y-Achse)
Wie viel Wirkstoff sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Blut befindet, relativ zum Maximum (100 % = Cmax). Die Einheit ist normiert. Absolute Konzentrationen (µg/ml) sind substanz- und dosisabhängig.
Biexponentielles Modell
Die Kurvenform folgt einer zwei-phasigen Gleichung: schneller Anstieg (Absorption) + exponentieller Abfall (Elimination). Dieses Modell ist eine vereinfachte Näherung für Einzel-Kompartiment-Kinetik bei subkutaner Injektion, ausreichend zur Anschauung, nicht für klinische Entscheidungen.
Die Kurven basieren auf einem vereinfachten biexponentiellen Modell aus publizierten Halbwertszeit-Daten. Sie dienen der anschaulichen Illustration pharmakokinetischer Konzepte, keine Einnahme- oder Anwendungsempfehlung für Menschen.