INCI
RechtInternational Nomenclature of Cosmetic Ingredients, standardisierte Bezeichnung von Kosmetik-Inhaltsstoffen, EU-weit verpflichtend auf der Verpackung. GHK-Cu erscheint unter "Copper Tripeptide-1".
Ausführlich erklärt
Das INCI-System geht auf eine Initiative des US-Kosmetikverbandes zurück und wird heute international genutzt. Die Namen folgen festen Regeln: Pflanzenextrakte tragen lateinische Bezeichnungen, chemische Stoffe meist englische. In der EU schreibt die Kosmetikverordnung vor, dass alle Inhaltsstoffe auf der Verpackung in absteigender Reihenfolge ihres Anteils aufgeführt werden. Stoffe unter einem Prozent dürfen dabei in beliebiger Reihenfolge am Ende stehen.
Peptide erhalten oft generische INCI-Namen, die aus Funktion oder Aufbau und einer laufenden Nummer bestehen. Ein Beispiel ist „Palmitoyl Pentapeptide-4“, früher als Palmitoyl Pentapeptide-3 geführt, bekannt unter dem Handelsnamen Matrixyl. Ein solcher Name verrät die Kettenlänge und eine angehängte Fettsäure, nicht aber die genaue Sequenz, die in einer separaten Datenbank dokumentiert ist.
Bedeutung in der Peptidforschung
Auf PeptidWiki ist INCI wichtig, weil einige Peptide, darunter GHK-Cu, sowohl in der Forschung als auch in Kosmetika vorkommen. Die INCI-Angabe hilft, Stoffe eindeutig zuzuordnen. Kosmetische Peptide werden in Laborstudien und kleinen Anwenderstudien untersucht, etwa zur Hautstruktur. Die Datenqualität reicht dabei von kontrollierten Studien bis zu herstellerfinanzierten Beobachtungen.
Einordnung
Eine INCI-Nennung bedeutet keine Zulassung als Arzneimittel und keinen Wirknachweis. Kosmetika dürfen nur kosmetische Zwecke erfüllen. Derselbe Stoff kann rechtlich anders eingestuft werden, je nachdem, ob er in Kosmetik, Lebensmitteln oder als Forschungssubstanz vorliegt.