Die Inhalte von PeptidWiki dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung, sind ausdrücklich keine Empfehlung und ersetzen keine medizinische Beratung. Die beschriebenen Substanzen sind in DACH meist nicht zugelassen — jede Anwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität.
Studie
NAD⁺-Spiegel im Blut sinken nicht mit dem Alter – neue Studie aus Helsinki
Alle News →
Forschung
Von PeptidWiki Redaktion· 1 Min Lesezeit

Neue Strategien im Peptid-Design: Hoffnung für Glykopeptid-Antibiotika

AntibiotikaGlykopeptidePeptid-DesignWirkstoffentwicklungAntibiotikaresistenz

Forschende arbeiten an der gezielten Umgestaltung von Glykopeptid-Antibiotika, um der globalen Antibiotikaresistenz entgegenzuwirken. Ein datengetriebener Ansatz beschleunigt die Identifikation wirksamer Peptid-Varianten.

Warum Peptid-Design jetzt entscheidend ist

Die zunehmende Antibiotikaresistenz erfordert neuartige Wirkstoffe. Glykopeptid-Antibiotika wie Vancomycin gelten als Reserveantibiotika, doch auch gegen sie treten Resistenzen auf. Ein Team um Associate Professor Max Cryle vom Monash Biomedicine Discovery Institute hat eine Plattform entwickelt, die das rationale Design solcher Peptide ermöglicht.

Durch strukturbiologische Analysen und computergestützte Optimierung lassen sich gezielt Veränderungen am Peptidrückgrat vornehmen. Das beschleunigt die Suche nach Derivaten, die gegen resistente Erreger wirken und gleichzeitig weniger toxisch sind.

Vom Screening zum maßgeschneiderten Peptid

Bisher basierte die Entwicklung neuer Glykopeptid-Antibiotika oft auf aufwendigen Screening-Verfahren. Der neue Ansatz kombiniert Enzymbiologie mit Protein-Engineering: Die Forscher modifizieren die nicht‐ribosomalen Peptidsynthetasen (NRPS), die für den Aufbau der Antibiotika verantwortlich sind.

Erstens: Durch den Austausch einzelner Bausteine in der NRPS lassen sich gezielt neue Peptidsequenzen erzeugen. Zweitens: MD‐Simulationen helfen, die Bindungseigenschaften der Varianten vorherzusagen. Drittens: In vitro‐Tests bestätigen die verbesserte Aktivität gegen Problemkeime wie MRSA.

Klinische Perspektive und nächste Schritte

Bislang befindet sich die Methode noch in der präklinischen Phase. Die Forscher planen, die Plattform auf weitere Antibiotikaklassen auszuweiten und die Stabilität der Peptide im menschlichen Körper zu optimieren.

  1. [1]
    Boosting peptide design - ScienceDaily
    ScienceDaily2021Pressemitteilung
    Quelle aufrufen
← Alle News