Osteoporose: Entera Bio zeigt Daten zu einem oralen Peptid
Peptide als Tablette zu verabreichen ist technisch schwierig, weil sie im Verdauungstrakt zerfallen. Entera Bio stellt nun Daten zu einem oralen Wirkstoff gegen Osteoporose vor, der bislang gespritzt werden musste.
Eine Tablette statt der Spritze
Entera Bio hat Daten zu einem oralen Peptid für die Behandlung von Osteoporose vorgestellt. Die Ergebnisse wurden für eine Plenarsitzung der American Society for Bone and Mineral Research (ASBMR) ausgewählt, was in diesem Feld für Aufmerksamkeit sorgt.
Warum Peptide selten als Tablette funktionieren
Peptide sind Ketten aus Aminosäuren und werden im Verdauungstrakt rasch abgebaut. Zusätzlich sind sie oft zu groß, um die Darmwand in nennenswerter Menge zu passieren. Beides zusammen macht die Entwicklung oraler Peptid-Medikamente aufwendig.
Der Ansatz des Unternehmens
Entera Bio setzt auf eine eigene Technologie. Sie schützt das Peptid vor dem Abbau im Magen und verbessert zugleich die Aufnahme im Darm, sodass eine ausreichende Menge des Wirkstoffs in den Blutkreislauf gelangt.
Was die Daten zeigen
Die vorgestellten Daten weisen eine Bioverfügbarkeit und Wirksamkeit aus, die mit injizierbaren Optionen vergleichbar ist. Beim Wirkstoff handelt es sich wahrscheinlich um ein Analogon des Parathormons (PTH), ähnlich wie Teriparatid. Solche Substanzen stimulieren den Knochenaufbau bei Osteoporose-Patienten.
Was noch fehlt
Fällt die tägliche Injektion weg, dürfte die Therapietreue steigen, und das ist bei einer Langzeitbehandlung wie der Osteoporose ein gewichtiger Punkt. Bis dahin sind weitere klinische Studien nötig, sowohl für den Wirksamkeitsnachweis als auch für eine Zulassung.
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