Winziges Peptid schützt das Gehirn nach akuten Verletzungen – Neue Studie begeistert
Ein kleines, natürlich vorkommendes Peptid zeigt in präklinischen Modellen ein enormes Potenzial, sekundäre Hirnschäden nach Trauma oder Schlaganfall zu verhindern. Die Ergebnisse eröffnen eine neue Therapieoption für bislang schwer behandelbare neurologische Notfälle.
Schutzmechanismus entdeckt
Forscher identifizierten ein kurzes Peptid, das in der Lage ist, die neuroinflammatorische Kaskade nach einer Hirnverletzung zu unterbrechen. Es bindet an einen spezifischen Rezeptor auf Mikrogliazellen und reduziert die Freisetzung von proinflammatorischen Zytokinen.
Präklinische Ergebnisse überzeugen
In Mausmodellen für Schädel-Hirn-Trauma und zerebrale Ischämie führte die Gabe des Peptids zu einer signifikanten Verringerung des Läsionsvolumens und einer verbesserten neurologischen Funktion.
– Die Behandlung war auch bei verzögerter Gabe (bis zu 6 Stunden nach Verletzung) wirksam. – Es wurden keine offensichtlichen toxischen Effekte beobachtet.
Nächste Schritte
Die Arbeitsgruppe bereitet derzeit die erste klinische Phase-I-Studie vor, um die Sicherheit und Verträglichkeit beim Menschen zu testen. Sollte sich die Wirksamkeit bestätigen, könnte das Peptid als Notfallmedikament bei Schlaganfall oder Unfallpatienten eingesetzt werden.
Die EU-Forschungsförderung hat bereits Interesse signalisiert – ein Hoffnungsschimmer für Millionen Betroffene.
- [1]This tiny peptide could help stop brain damage after injuryScienceDaily2025PressemitteilungQuelle aufrufen