Pulsatile Gonadorelin-Bindung an GnRH-Rezeptoren (GnRHR) der gonadotropen Hypophysenzellen aktiviert Gαq/11-Proteine, erhöht intrazelluläres Calcium und aktiviert PKC-Signalwege. Dies führt zur Synthese und Freisetzung von LH und FSH. Pulsatilität ist entscheidend: Kontinuierliche Stimulation führt zur GnRHR-Desensibilisierung und paradoxer Hemmung (Prinzip der GnRH-Agonist-Therapie bei Prostatakarzinom).
Hormonsystem · Dekapeptid · Research Use Only
Gonadorelin
pGlu-His-Trp-Ser-Tyr-Gly-Leu-Arg-Pro-Gly-NH2 (GnRH Dekapeptid)
~2–4 Minuten (sehr kurz, pulsatile Kinetik notwendig)
Halbwertszeit
3 Formen
Applikation
0,1–0,2 mg, 2–3×/Woche s.c.
Typische Dosis
43569+
PubMed-Studien
Evidenzgrad A⚠ Grauzone DACH10 Aminosäuren
WirkmechanismusWirkungen im Forschungsüberblick
Anwendungsformen
Subkutan
Injektion s.c.
Forschung / RUO
Intravenös
Infusion
Forschung / RUO
Intranasal
Spray
Forschung / RUO
A = In Human-Studien belegt
B = In mehreren Tier-/Zellstudien repliziert
C = Erste Hinweise, begrenzte Datenlage
D = Frühe In-vitro
⚠️ Forschungskontext: Diese Übersicht dient ausschließlich der wissenschaftlichen Information. Gonadorelinist im DACH-Raum nicht als Arzneimittel zugelassen. Alle Angaben beziehen sich auf Labor- und Forschungsdaten — keine medizinische Empfehlung. Vollständige Quellen & Studien: peptidwiki.de/peptid/gonadorelin