AUC
PharmakologieArea Under the Curve. Fläche unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve. Quantifiziert die Gesamtexposition gegenüber einem Wirkstoff über die Zeit. Wichtig für Bioäquivalenzstudien und um Dosen verschiedener Verabreichungsformen vergleichbar zu machen.
Ausführlich erklärt
Die AUC wird berechnet, indem man die gemessenen Plasmakonzentrationen gegen die Zeit aufträgt und die Fläche unter dieser Kurve bestimmt. In der Praxis geschieht das meist mit der Trapezregel: Zwischen je zwei Messpunkten wird ein Trapez gebildet, die Flächen werden addiert. Man unterscheidet die AUC bis zum letzten Messpunkt und die auf unendlich extrapolierte AUC, die den nicht mehr gemessenen Rest der Kurve mit einschließt.
Die AUC spiegelt wider, wie viel Wirkstoff insgesamt im Blut verfügbar war. Vergleicht man die AUC nach Gabe in die Vene mit der nach einem anderen Aufnahmeweg, erhält man die absolute Bioverfügbarkeit. Bei Tabletten ist diese für Peptide meist sehr gering.
Bedeutung in der Peptidforschung
In Studien zu Peptiden ist die AUC eine Grundgröße. Beim oralen Semaglutid wurde etwa untersucht, wie sich die Exposition gegenüber der injizierten Form unterscheidet und welche Faktoren die Aufnahme beeinflussen. Auch in Tierstudien zu experimentellen Peptiden wird die AUC verwendet, um Formulierungen zu vergleichen. Zudem dient sie bei Sicherheitsbewertungen dazu, Expositionen zwischen Tierart und Mensch in Beziehung zu setzen.
Einordnung
Die AUC sagt nichts über den Verlauf aus: Zwei Kurven mit gleicher Fläche können sehr unterschiedlich aussehen, etwa eine hohe, kurze Spitze gegenüber einem flachen, langen Verlauf. Deshalb wird sie immer zusammen mit Cmax und Tmax betrachtet.