BAC-Wasser
AnwendungBakteriostatisches Wasser, steriles Wasser mit 0,9% Benzylalkohol zur Rekonstitution von lyophilisierten (gefriergetrockneten) Peptiden. Standard-Lösungsmittel zum Auflösen und Anmischen von Peptidpulver vor der Injektion. Alternativen sind reines Sterilwasser (kürzere Haltbarkeit) oder Kochsalzlösung 0,9% (NaCl).
Ausführlich erklärt
Bakteriostatisches Wasser ist steriles Wasser, dem ein Konservierungsstoff zugesetzt ist, üblicherweise Benzylalkohol. „Bakteriostatisch“ bedeutet, dass der Zusatz das Wachstum von Bakterien hemmt, sie aber nicht zwangsläufig abtötet. Das unterscheidet die Lösung von reinem Wasser für Injektionszwecke, das keinen Konservierungsstoff enthält und nach dem ersten Anbruch schneller verkeimen kann.
In der Pharmazie wird solches Wasser als Verdünnungs- oder Lösungsmittel für Mehrfachentnahme-Behältnisse eingesetzt. Benzylalkohol ist dabei nicht völlig unproblematisch: Bei Neugeborenen wurden unter hohen Mengen schwere Nebenwirkungen beschrieben, weshalb konservierte Lösungen in der Neonatologie gemieden werden. Zudem kann der Zusatz mit manchen Wirkstoffen chemisch oder physikalisch unverträglich sein, etwa durch Ausfällung oder beschleunigten Abbau.
Bedeutung in der Peptidforschung
Der Begriff taucht in der Peptid-Literatur im Zusammenhang mit lyophilisierten Präparaten auf, also gefriergetrockneten Pulvern, die vor einer Analyse oder einem Laborversuch gelöst werden. In Forschungsprotokollen wird das Lösungsmittel nach Stabilität, Löslichkeit und Verträglichkeit mit der Messmethode gewählt. Manche Peptide lösen sich besser in verdünnter Säure oder Puffer als in Wasser.
Einordnung
PeptidWiki erklärt den Begriff als Fachterminologie und gibt keine Anleitung zum Lösen oder Anwenden von Peptiden. Nicht zugelassene Peptide sind im DACH-Raum keine Arzneimittel. Fragen zu Arzneimitteln und Lösungsmitteln beantworten Ärztin, Arzt oder Apotheke.