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Klotho

Biologie

Co-Rezeptor-Protein in zwei Formen (α-Klotho, β-Klotho), das die Wirkung von FGF-Hormonen erst ermöglicht. β-Klotho ist obligatorischer Partner von FGF-21 in Leber, Fettgewebe und Hypothalamus. Klotho gilt als Anti-Aging-Faktor.

Ausführlich erklärt

Klotho wurde 1997 in Japan entdeckt, als Mäuse mit einem defekten Klotho-Gen ein Bild vorzeitiger Alterung zeigten: Gefäßverkalkung, Hautatrophie, Osteoporose und verkürzte Lebensdauer. Benannt ist das Gen nach Klotho, der Schicksalsgöttin der griechischen Mythologie, die den Lebensfaden spinnt. Später zeigten Mäuse mit erhöhter Klotho-Expression in Studien eine verlängerte Lebensdauer.

α-Klotho kommt vor allem in der Niere vor und bildet zusammen mit FGFR1 den Rezeptor für FGF-23, das den Phosphathaushalt steuert. Ein Teil wird abgespalten und zirkuliert als lösliches Klotho im Blut, dem eigenständige hormonähnliche Funktionen zugeschrieben werden. β-Klotho ist ein verwandtes Protein, das in Leber, Fettgewebe und Gehirn vorkommt und die Signale von FGF-19 und FGF-21 ermöglicht.

Bedeutung in der Peptidforschung

Klotho ist für PeptidWiki relevant, weil FGF-21-Analoga nur über β-Klotho wirken und in klinischen Studien untersucht werden. Zudem gibt es präklinische Arbeiten zu löslichem α-Klotho und zu Klotho-abgeleiteten Peptiden, etwa im Kontext von Nierenerkrankungen und kognitiven Funktionen in Tiermodellen. Diese Ansätze sind experimentell, zugelassene Klotho-basierte Arzneimittel existieren nicht.

Einordnung

Die Bezeichnung als Anti-Aging-Faktor bezieht sich auf α-Klotho und stammt aus Mausmodellen. Beim Menschen gibt es Assoziationen zwischen niedrigen Spiegeln und Erkrankungen, ein kausaler Einfluss auf das Altern ist aber nicht belegt. Zudem sind Messverfahren für lösliches Klotho uneinheitlich.

FGFRWachstumsfaktor
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