Out-of-Competition
RechtWADA-Begriff für den Zeitraum außerhalb von Wettkämpfen. Substanzen, die "out-of-competition" verboten sind (z. B. alle S2-Peptide: GHRPs, GHRH-Analoga, IGF-1), dürfen auch im Training und in der Off-Season nicht verwendet werden.
Ausführlich erklärt
Out-of-Competition bezeichnet jede Zeit außerhalb des definierten Wettkampfzeitraums, also Training, Vorbereitung und Erholungsphasen. Die Verbotsliste führt Substanzen, die jederzeit verboten sind, gesondert auf. Dazu zählen unter anderem anabole Wirkstoffe, Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, viele Beta-2-Agonisten, Hormon- und Stoffwechselmodulatoren sowie Diuretika und Maskierungsmittel.
Die Logik dahinter: Diese Stoffe entfalten ihren möglichen Vorteil vor allem über längere Zeit, etwa durch Muskelaufbau oder verbesserte Regeneration, und wären zum Wettkampftermin womöglich nicht mehr nachweisbar. Deshalb führen Anti-Doping-Organisationen unangekündigte Trainingskontrollen durch. Athletinnen und Athleten in Testpools müssen dafür ihren Aufenthaltsort melden. Ein Beispiel ist eine unangemeldete Urin- oder Blutprobe am Wohnort in der wettkampffreien Zeit, die anschließend im Labor unter anderem auf GH-Sekretagoga analysiert wird.
Bedeutung in der Peptidforschung
Peptide der Kategorie S2 wie GHRP-Varianten, GHRH-Analoga, IGF-1 und seine Varianten sind jederzeit verboten, ebenso nicht zugelassene Substanzen der Kategorie S0. Für die Analytik bedeutet das, dass Labore Nachweisverfahren für kurzlebige Peptide und ihre Stoffwechselprodukte entwickeln, oft mittels Massenspektrometrie. Auf PeptidWiki erklärt der Begriff, warum Peptide im Sport ganzjährig relevant sind.
Einordnung
Out-of-Competition ist kein milderer Status als In-Competition, sondern umfasst im Gegenteil die strengste Verbotsgruppe. Manche nur im Wettkampf verbotenen Stoffe sind außerhalb des Wettkampfs erlaubt, dürfen aber in der Wettkampfprobe nicht mehr nachweisbar sein.