In-Competition
RechtWADA-Begriff für den Zeitraum rund um einen Wettkampf (beginnt typisch 12 h vor dem Start). Viele Substanzen sind nur "in-competition" verboten, andere auch out-of-competition. GH-Sekretagoga (GHRP-2, CJC-1295) sind sowohl in- als auch out-of-competition verboten.
Ausführlich erklärt
Die Verbotsliste der WADA unterscheidet zwischen Substanzen, die jederzeit verboten sind, und solchen, die nur im Wettkampfzeitraum verboten sind. Zur zweiten Gruppe gehören etwa Stimulanzien, Narkotika, Cannabinoide und Glukokortikoide bei bestimmten Applikationswegen. Hintergrund ist, dass diese Stoffe vor allem akut die Leistung beeinflussen können, während ihre Anwendung im Training keinen dauerhaften Vorteil verschaffen soll.
Nach dem aktuellen Welt-Anti-Doping-Code beginnt der Wettkampfzeitraum grundsätzlich kurz vor Mitternacht am Tag vor dem Wettkampf und endet mit dem Abschluss des Wettkampfs und der dazugehörigen Probenahme. Einzelne Sportarten können abweichende Zeiträume festlegen. Ein Beispiel: Ein Stimulans, das Tage vor dem Wettkampf aufgenommen wurde, kann dennoch zu einem positiven Befund führen, wenn es in der Wettkampfprobe noch nachweisbar ist. Maßgeblich ist der Nachweis in der Probe, nicht der Zeitpunkt der Aufnahme.
Bedeutung in der Peptidforschung
Für Peptide ist die Unterscheidung vor allem deshalb wichtig, weil die meisten leistungsrelevanten Peptidhormone, Wachstumsfaktoren und GH-Sekretagoga nicht in diese Kategorie fallen, sondern jederzeit verboten sind. Auf PeptidWiki dient der Begriff daher vor allem der Einordnung, warum Wettkampfkontrollen allein nicht das gesamte Verbotsspektrum abbilden und Trainingskontrollen ebenso bedeutsam sind.
Einordnung
In-Competition bezieht sich auf das Verbot, nicht auf die Art der Kontrolle: Auch im Wettkampf werden Proben auf jederzeit verbotene Stoffe untersucht. Die Verbotsliste wird jährlich überarbeitet, Details können sich daher von Jahr zu Jahr ändern.