T-Zellen
BiologieT-Lymphozyten. Untergruppe der weißen Blutkörperchen, die im Thymus reifen und für die zelluläre Immunabwehr zuständig sind. T-Helferzellen koordinieren die Immunantwort, zytotoxische T-Zellen zerstören infizierte oder entartete Zellen, regulatorische T-Zellen bremsen überschießende Reaktionen. Thymosin-α-1 fördert T-Zell-Reifung.
Ausführlich erklärt
T-Zellen entstehen aus Vorläuferzellen im Knochenmark und wandern in den Thymus, wo sie ihren T-Zell-Rezeptor ausbilden. Dort durchlaufen sie eine strenge Auswahl: Zellen, die körpereigene Strukturen zu stark erkennen, werden aussortiert, Zellen ohne nützliche Erkennung ebenfalls. Nur ein kleiner Teil verlässt den Thymus als reife naive T-Zelle.
Der T-Zell-Rezeptor erkennt keine freien Erreger, sondern kurze Peptidbruchstücke, die auf MHC-Molekülen anderer Zellen präsentiert werden. CD4-positive Helferzellen erkennen Peptide auf MHC-Klasse-II, CD8-positive zytotoxische Zellen auf MHC-Klasse-I. So kann eine virusinfizierte Zelle an den präsentierten viralen Peptiden erkannt werden.
Bedeutung in der Peptidforschung
T-Zellen sind in der Peptidforschung in doppelter Hinsicht relevant. Zum einen erkennen sie selbst Peptide, weshalb Impfstoffe auf Peptidbasis und die Immunogenität therapeutischer Peptide untersucht werden. Zum anderen stammen Peptide wie Thymosin α1 aus der Thymusforschung. Thymosin α1 ist als Thymalfasin in einigen Ländern außerhalb der EU zugelassen, im DACH-Raum aber nicht als Arzneimittel zugelassen.
Einordnung
T-Zellen sind eine Untergruppe der Lymphozyten, nicht alle Lymphozyten sind T-Zellen. Der Thymus bildet sich nach der Pubertät zurück. Ob Thymuspeptide die T-Zell-Reifung beim Erwachsenen messbar beeinflussen, ist nur begrenzt untersucht.