TRT
EndokrinologieTestosteron-Ersatztherapie (Testosterone Replacement Therapy), medizinische Behandlung von Hypogonadismus mit exogenem Testosteron. Kann die körpereigene Hormonachse supprimieren. Gonadorelin wird oft begleitend eingesetzt.
Ausführlich erklärt
Als TRT bezeichnet man in der Fachliteratur die ärztlich verordnete Zufuhr von Testosteron bei einem nachgewiesenen Mangel. Zugelassene Präparate gibt es in verschiedenen Darreichungsformen, etwa als Gel zum Auftragen auf die Haut oder als Depotpräparat. Die Diagnose setzt in Leitlinien sowohl passende Symptome als auch wiederholt niedrige Testosteronwerte voraus.
Pharmakologisch greift exogenes, also von außen zugeführtes Testosteron in die HPG-Achse ein. Hypothalamus und Hypophyse registrieren die erhöhten Spiegel und drosseln GnRH, LH und FSH. Dadurch sinkt die körpereigene Testosteronbildung in den Hoden, und die Spermienproduktion kann stark zurückgehen. Das erklärt, warum die Fertilität in diesem Zusammenhang ein eigenes Forschungsthema ist.
Bedeutung in der Peptidforschung
Auf PeptidWiki taucht TRT auf, weil Peptide wie Gonadorelin oder das Hormon HCG in Diskussionen über die Hormonachse unter Testosterongabe genannt werden. Die Studienlage zu solchen Kombinationen ist uneinheitlich und teils auf kleine Kohorten beschränkt. PeptidWiki gibt keine Anwendungsempfehlungen, individuelle Fragen zu Hormontherapien gehören zu Ärztin, Arzt oder Apotheke.
Einordnung
TRT ist vom Testosteronmissbrauch im Sport abzugrenzen, der ohne medizinische Indikation und oft in höheren Mengen erfolgt, im Wettkampf verboten ist und mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden ist. Der englische Begriff „Therapy“ bezeichnet eine ärztliche Maßnahme, keine Eigenanwendung.