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Adipozyten

Biologie

Fettzellen, speichern Energie in Form von Triglyzeriden und sezernieren Hormone wie Leptin, Adiponektin und Resistin. Bei Adipositas vergrößern sich Adipozyten (Hypertrophie) und vermehren sich (Hyperplasie), chronisch entzündete Fettzellen treiben Insulinresistenz und kardiovaskuläre Risiken.

Ausführlich erklärt

Adipozyten speichern Energie als Triglyzeride in einem großen Fetttropfen, der fast das ganze Zellvolumen ausfüllt. Nach einer Mahlzeit fördert Insulin die Aufnahme von Glukose und Fettsäuren und hemmt den Fettabbau. Im Fastenzustand oder unter Einfluss von Katecholaminen werden die Speicher über Enzyme wie die hormonsensitive Lipase wieder mobilisiert, die freien Fettsäuren gelangen ins Blut.

Neben den weißen Adipozyten gibt es braune Fettzellen mit vielen Mitochondrien und dem Protein UCP1, das Energie als Wärme freisetzt. Beige Adipozyten liegen im weißen Fettgewebe und können unter Kältereiz ähnliche Eigenschaften annehmen. Adipozyten sind zudem hormonell aktiv: Leptin signalisiert dem Gehirn die Größe der Fettreserven.

Bedeutung in der Peptidforschung

Adipozyten stehen im Zentrum der Forschung zu Stoffwechselpeptiden. GIP-Rezeptoren kommen im Fettgewebe vor, weshalb die Rolle von GIP bei Tirzepatid und experimentellen Mehrfachagonisten auch am Fettgewebe untersucht wird. In Studien werden Veränderungen verschiedener Fettdepots mittels Bildgebung erfasst. Auch das Adipokin Adiponektin dient als Biomarker. Für experimentelle Peptide wie AOD-9604 liegen überwiegend präklinische Daten zum Fettstoffwechsel vor.

Einordnung

Die Zahl der Adipozyten bleibt im Erwachsenenalter relativ konstant, bei Gewichtsabnahme schrumpfen vor allem die Zellen. Viszerales und subkutanes Fett unterscheiden sich stoffwechselbezogen deutlich, Aussagen zum „Fett“ allgemein sind daher oft zu grob.

LipolyseAdipositasInsulinresistenz
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