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Hypertrophie

Biologie

Vergrößerung von Zellen oder Gewebe durch Volumenzunahme (nicht durch Zellteilung). Muskelhypertrophie = Zunahme des Muskelquerschnitts durch Proteinsynthese. Gelenk- oder Organvergrößerung (z. B. Herzhypertrophie) kann pathologisch sein.

Ausführlich erklärt

Bei der Muskelhypertrophie nimmt der Querschnitt einzelner Muskelfasern zu, weil in ihnen mehr kontraktile Proteine wie Aktin und Myosin eingebaut werden. Gesteuert wird dies unter anderem über den mTOR-Signalweg, der mechanische Belastung, Aminosäureangebot und Wachstumsfaktoren wie IGF-1 integriert. Da Muskelfasern mehrkernig sind und jeder Kern nur ein begrenztes Volumen versorgen kann, tragen auch neu eingebaute Kerne aus Satellitenzellen zum Wachstum bei.

Auch andere Organe können hypertrophieren. Ein Beispiel ist das Herz: Bei Ausdauersportlern vergrößert sich die Herzmuskulatur als Anpassung, bei langjährigem Bluthochdruck dagegen als krankhafte Reaktion auf die erhöhte Druckbelastung, die langfristig die Pumpfunktion beeinträchtigen kann.

Bedeutung in der Peptidforschung

Hypertrophie ist ein zentraler Endpunkt in Studien zu Wachstumshormon, IGF-1, Myostatin-Hemmern und Wachstumshormon-Sekretagoga. In Tiermodellen wird sie oft über Faserquerschnitte in Gewebeschnitten gemessen, beim Menschen über Bildgebung oder magere Körpermasse. Zugleich ist die Herzhypertrophie ein Sicherheitsaspekt, etwa bei dauerhaft erhöhten GH-Spiegeln, wie sie bei Akromegalie auftreten.

Einordnung

Hypertrophie beschreibt die Vergrößerung vorhandener Zellen und ist damit von der Hyperplasie abzugrenzen, bei der sich die Zellzahl erhöht. Eine Zunahme der Muskelmasse in Studien geht nicht zwingend mit mehr Kraft oder Funktion einher.

HyperplasieProteinsyntheseMyostatin
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