Thymogen
L-α-Glutamyl-L-tryptophan (Glu-Trp Dipeptid)
Synthetisches Dipeptid (Glutaminsäure-Tryptophan) aus der russischen Peptidforschung, das im Forschungskontext als Immunmodulator untersucht wird.
Rechtlicher Hinweis
Diese Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und wissenschaftlichen Forschung. Sie stellen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.
Was ist Thymogen?
Thymogen (auch: α-Glutamyl-Tryptophan, Glu-Trp) ist ein synthetisches Dipeptid, das in der russischen Peptidforschung der 1980er Jahre entwickelt wurde. Es ist wichtig, dieses Molekül klar von Thymosin Alpha-1 zu unterscheiden — trotz ähnlichem Namen handelt es sich um völlig verschiedene Substanzen: Thymosin Alpha-1 ist ein 28-Aminosäuren-Peptid des Thymus, während Thymogen ein einfaches Dipeptid ist. Das Dipeptid wurde als Wirkstoff in russischen Präparaten eingesetzt und ist in Russland für bestimmte Anwendungen zugelassen. In der westlichen Literatur fehlen unabhängige Replikationsstudien nahezu vollständig, was die Bewertung der Evidenzqualität erheblich erschwert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Thymogen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird ausschließlich in der Grundlagenforschung untersucht. Aufgrund der sehr begrenzten, hauptsächlich russischsprachigen Evidenzbasis gilt die Substanz wissenschaftlich als schwach charakterisiert.
Wirkungsweise
In russischen Studien wurde eine Modulation des T-Zell-Kompartments beschrieben: Aktivierung von T-Helferzellen und Normalisierung von CD4/CD8-Verhältnissen. Der genaue molekulare Mechanismus ist ungeklärt. Als Dipeptid wird es rasch durch Peptidasen hydrolysiert, weshalb die In-vivo-Wirkdauer kurz sein dürfte.
Wirkungen & Anwendungsgebiete
Studien-Dosierungen
Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
| Anwendung / Phase | Dosis | Frequenz | Hinweis |
|---|
Anwendungsformen
Nebenwirkungen & Risiken
Bekannte Nebenwirkungen
Kontraindikationen
Studienlage
Immunomodulatory dipeptides: Glu-Trp in experimental models (russisch)
Tier(1993) —
T-Zell-Aktivierung in Tiermodellen beschrieben; nicht unabhängig repliziert
Regulierungsstatus Deutschland, Österreich und die Schweiz
Häufige Fragen zu Thymogen
Was ist der Unterschied zu Thymosin Alpha-1?+
Thymosin Alpha-1
Natürlich vorkommendes Thymus-Peptid mit immunmodulatorischen Eigenschaften. Als Zadaxin in über 30 Ländern (nicht in der EU, Deutschland, Österreich oder der Schweiz) zugelassen. Strukturell klar definiert, solide Forschungsbasis.
Thymalin
Aus Thymusdrüse extrahiertes Peptid-Gemisch. Hauptsächlich in russischer Forschungsliteratur untersucht. Immunmodulatorisches Potenzial in Tiermodellen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz Graubereich.
KPV
Tripeptid (C-terminales Fragment von alpha-MSH). In Zellstudien auf antiinflammatorische Signalwege untersucht. Oral und topisch erforscht. In Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht zugelassen.