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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen. Viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Immunsystem

Thymogen

Thymogen ist ein Dipeptid (Glutaminsäure-Tryptophan) aus der russischen Peptidforschung, das einfachste Immunpeptid dieser Liste, mit sehr schwacher und ausschließlich russischer Evidenzbasis.

Frühe ForschungDE, AT, CH: Grauzone#72Rang 72 von 8028/100
AnwendungSubkutan (s.c.), Intramuskulär (i.m.), Intranasal
Typische Dosis0,1 mg/Tag
Halbwertszeit~10–20 Minuten (als Dipeptid rasch abgebaut)
PubMed-Studien204+
Fachangaben

Auch bekannt als: α-Glutamyl-Tryptophan, Glu-Trp, EW-Dipeptid

L-α-Glutamyl-L-tryptophan (Glu-Trp Dipeptid)

Quick Start Guide

Intramuskulär
0,1 mg täglich
Wie oft
1× täglich
In den Muskel
Zeitpunkt
Morgens nüchtern
Wirkung ab wann
Keine belastbaren Angaben
Lagerung
Pulver bei 2–8 °C. Angemischt bis 14 Tage bei 4 °C.
10 Tage, dann 1–3 Monate Pause
Pause danach
1–3 Monate
~10–20 Minuten (als Dipeptid rasch abgebaut)
Intranasal gilt dasselbe Schema, zur subkutanen Anwendung fehlen belastbare Kurzwerte. Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.Zum Protokoll

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist Thymogen und wie wirkt es?

Einfach erklärt

Thymogen (α-Glutamyl-Tryptophan, kurz: Glu-Trp) ist ein synthetisches Dipeptid, nur zwei Aminosäuren lang. Es wurde in der russischen Peptidforschung der 1980er Jahre entwickelt und ist wichtig, es klar von Thymosin Alpha-1 zu unterscheiden: Trotz ähnlichem Namen handelt es sich um völlig verschiedene Substanzen. Thymosin Alpha-1 ist ein großes 28-AS-Thymus-Peptid mit internationaler Forschung. Thymogen ist ein einfaches Dipeptid aus russischen Labors. Die Idee: Ein kleines, billiges Dipeptid könnte die Immunfunktion modulieren, aber unabhängige Belege dafür fehlen fast vollständig.

Thymogen (auch: α-Glutamyl-Tryptophan, Glu-Trp) ist ein synthetisches Dipeptid, das in der russischen Peptidforschung der 1980er Jahre entwickelt wurde. Es ist wichtig, dieses Molekül klar von Thymosin Alpha-1 zu unterscheiden, trotz ähnlichem Namen handelt es sich um völlig verschiedene Substanzen: Thymosin Alpha-1 ist ein 28-Aminosäuren-Peptid des Thymus, während Thymogen ein einfaches Dipeptid ist. Das Dipeptid wurde als Wirkstoff in russischen Präparaten eingesetzt und ist in Russland für bestimmte Anwendungen zugelassen. In der westlichen Literatur fehlen unabhängige Replikationsstudien nahezu vollständig, was die Bewertung der Evidenzqualität erheblich erschwert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Thymogen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird ausschließlich in der Grundlagenforschung untersucht. Aufgrund der sehr begrenzten, hauptsächlich russischsprachigen Evidenzbasis gilt die Substanz wissenschaftlich als schwach charakterisiert.

Wirkungsweise

Einfach erklärt
  • In russischen Studien beschrieben: Aktivierung von T-Helferzellen, Normalisierung von CD4/CD8-Verhältnissen.
  • Als Dipeptid: wird im Körper sehr schnell durch Peptidasen abgebaut (HWZ ~10–20 Minuten).
  • Genauer molekularer Mechanismus: nicht durch unabhängige Studien charakterisiert.
  • Hypothese: Tryptophan-Anteil könnte Serotonin/Melatonin-Vorstufe bereitstellen, spekulativ.

In russischen Studien wurde eine Modulation des T-Zell-Kompartments beschrieben: Aktivierung von T-Helferzellen und Normalisierung von CD4/CD8-Verhältnissen. Der genaue molekulare Mechanismus ist ungeklärt. Als Dipeptid wird es rasch durch Peptidasen hydrolysiert, weshalb die In-vivo-Wirkdauer kurz sein dürfte.

Spricht dafür

  • Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff nach aktueller WADA-Liste nicht verboten.

Spricht dagegen

  • Die Forschung ist sehr begrenzt und überwiegend auf Labor- und Tierversuche beschränkt — verlässliche Studien am Menschen fehlen weitgehend.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

Ausschließlich russische, nicht unabhängig replizierte Forschung:

  • Immunmodulation (T-Zell-Normalisierung): in russischen Tiermodellen beschrieben (Level D)
  • Erholung nach Bestrahlung: einzelne osteuropäische Tierstudien (Level D)
Level D bedeutet: nur Tiermodelle ohne externe Validierung. Keine klinischen Humanstudien nach westlichen Standards.

Immunmodulation

Frühe ForschungTier

Beschrieben wird eine Normalisierung von T-Zell-Subpopulationen in russischen Tiermodellen, jedoch ohne externe Validierung.

Regeneration nach Bestrahlung

Frühe ForschungTier

Einzelne Tierstudien aus Osteuropa berichten über raschere Erholung der Immunzellen nach induzierter Immunsuppression.

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

Russische Forschungsprotokolle:

  • 0,1 mg täglich intramuskulär über 3–10 Tage (russisches Protokoll)
  • Auch intranasal untersucht (Tropfen)
  • Als Dipeptid: keine orale Bioverfügbarkeit zu erwarten
Keine DACH-anerkannten Dosierungsschemata. Kein zugelassenes Arzneimittel.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
Immun-Forschung0,1 mg1× täglichWird in russischen Protokollen oft für kurze Phasen (3–10 Tage) intramuskulär appliziert.
Dosierungsrechner →Best-Practice Protokoll ansehen

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Intramuskulär oder intranasal in russischen Protokollen
  • In Russland in einigen Präparaten als Immunmodulator enthalten
  • In DACH: Forschungschemikalie
Subkutan (s.c.)Intramuskulär (i.m.)Intranasal

Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

Sehr begrenzte Sicherheitsdaten:

  • Injektionsstellenreaktionen (lokale Schmerzen, Rötung)
  • Theoretisch: Immun-Überstimulation bei Autoimmunerkrankungen
  • Als Antagonist zu Immunsuppressiva denkbar
  • Keine unabhängigen Langzeitsicherheitsstudien

Bekannte Nebenwirkungen

  • Injektionsstellenreaktionen
  • Theoretische Gefahr einer Immun-Überstimulation (Autoimmunität)

Kontraindikationen

  • Autoimmunerkrankungen
  • Zustand nach Organtransplantation
  • Fehlende unabhängige Sicherheitsdaten

Studienlage

Einfach erklärt

Fast ausschließlich russische Publikationen. Evidenzlevel D:

  • ⚠ Morozov & Khavinson 1993: T-Zell-Aktivierung in Tiermodellen, nicht westlichen Evidenzstandards entsprechend
  • ❌ Keine unabhängigen westlichen Studien
  • ❌ Keine randomisierten kontrollierten Humanstudien

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • Russland: in einigen Präparaten als Immunmodulator verwendet
  • Kein WADA-Verbot
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone

Nicht in DACH zugelassen. Teilweise in russischen Präparaten verwendet. Ausschließlich Grundlagenforschung.

Im SportWADA: Erlaubt

Dipeptid aus Thymus-Extrakten. Nicht auf der WADA-Liste.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Häufige Fragen zu Thymogen

Was ist der Unterschied zu Thymosin Alpha-1?
Komplett unterschiedliche Substanzen: Thymosin Alpha-1 ist ein 28-AS-Peptid aus dem Thymus mit internationaler Forschungsliteratur. Thymogen ist ein einfaches Dipeptid (Glu-Trp) aus der russischen Forschung ohne westliche Replikation.
Warum gibt es kaum westliche Studien zu Thymogen?
Das Molekül ist sehr klein (Dipeptid) und patentrechtlich wenig attraktiv für westliche Pharmaunternehmen. Zudem erschwert die Sprachbarriere historischer russischer Forschung den Transfer in internationale Journals.
Ist Thymogen dasselbe wie Thymosin Alpha-1?
Nein, komplett unterschiedliche Substanzen mit ähnlich klingendem Namen. Thymosin Alpha-1 ist ein 28-AS-Peptid mit internationaler Forschungsliteratur und Arzneimittelzulassungen in >30 Ländern. Thymogen ist ein einfaches Dipeptid (Glu-Trp) aus russischer Forschung ohne westliche Replikation. Verwechslung ist ein häufiges Problem.
Warum gibt es so wenig westliche Forschung zu Thymogen?
Als einfaches Dipeptid ist Thymogen schwer zu patentieren und damit kommerziell wenig attraktiv für westliche Pharmaunternehmen. Hinzu kommt die historische Sprachbarriere russischer Forschung. Das erklärt den Mangel an unabhängiger internationaler Literatur.
Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für Thymogen sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite0,1 mg
niedrig · 0,1 mghoch · 0,1 mg
Frequenz: Täglich (5–10-Tage-Kur)
Im Dosierungsrechner öffnen
Mischverhältnis
Konzentration1 mg/ml
Abzug10 U
020406080100U10.0 U0.100 ml
1 mg Vial + 1 ml Wasser · Beispiel-Abzug für 0,1 mg
Im Mischungsverhältnis-Rechner öffnen
Bewährtes Protokoll
Titrationsschema1 Phase
Zyklus: 10 Tage, dann 1–3 Monate Pause.
1× täglich intranasal oder i.m. 10-Tage-Kuren.
Zum Protokoll
Fact Sheet

Weitere Werkzeuge:Kosten-Rechner·Protokoll- & Kalender-Planer·Wirkungs-Timeline·Peptid-Vergleich·PeptidWiki-Assistent

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