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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen — viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Forschung
Zelluläre Reprogrammierung: Erster Humanversuch für Augenzellen
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Immunsystem

Thymalin

Heterogenes Thymus-Polypeptid-Extrakt (porzin)

Auch bekannt als: Timalin, Thymus-Extrakt, Cytomedine T

Aus Thymusdrüse extrahiertes Peptid-Gemisch. Hauptsächlich in russischer Forschungsliteratur untersucht. Immunmodulatorisches Potenzial in Tiermodellen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz Graubereich.

Vorklinisch🇩🇪 Grauzone🇦🇹 Grauzone🇨🇭 Grauzone
#66Rang 66 von 8033/100
Nicht gut charakterisiert
Halbwertszeit
Täglich (10-Tage-Kur)
Frequenz
10–20 mg/Tag
Typische Dosis
242+
PubMed-Studien
Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Risiko-Nutzen-Abwägung
020406080100RISIKONEUTRALNUTZENWIRD BERECHNET …
Moderates Verhältnis – individuelle Abwägung
Nutzen und Risiken halten sich die Waage. Datenlage und Rechtsstatus erfordern besondere Abwägung.
40
Composite Score / 100
Abwägen
Bewertungsfaktoren
Sicherheitsprofil52%35% Gew.
Evidenzqualität27%28% Gew.
Verträglichkeit47%24% Gew.
Mechanismus20%10% Gew.
Praktikabilität20%3% Gew.
0–39 · Hohes Risiko40–66 · Abwägen67–100 · Empfehlenswert

Kein Ersatz für medizinische Beratung. Composite-Score aus Ranking-Daten, Regulierungsstatus, Studienlage und Verträglichkeitsprofil — Stand 2025.

Zusammenfassung

Thymalin ist ein aus Schweinsthymus gewonnenes Peptidgemisch, das in der russischen Bioregulations-Forschung seit 50 Jahren als Immunmodulator untersucht wird — mit erheblichen Fragen zur Evidenzqualität.

Auf einen Blick

AnwendungSubkutan (s.c.), Intramuskulär (i.m.)
Typische Dosis10–20 mg/Tag
HalbwertszeitNicht gut charakterisiert
ForschungslageBegrenzt (C)

Vor- & Nachteile

Spricht dafür

  • Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Injektionsstellenreaktionen und Sehr limitierte Sicherheitsdaten aus westlicher Forschung.

Mehr im Detail — zum Aufklappen

Was ist Thymalin?Thymalin ist kein einzelnes definiertes Peptid, sondern ein Gemisch aus kurzen Peptiden, das durch Ext…

Thymalin ist kein einzelnes definiertes Peptid, sondern ein Gemisch aus kurzen Peptiden, das durch Extraktion aus Thymusdrüsen von Schweinen gewonnen wird. Der Thymus ist eine Drüse hinter dem Brustbein, die im Kindesalter eine zentrale Rolle bei der Reifung von T-Lymphozyten (Immunzellen) spielt und im Erwachsenenalter schrumpft. Die Idee hinter Thymalin: Wenn man die Wirkstoffe des Thymus extrahiert und injiziert, könnte man die T-Zell-Immunfunktion verbessern. Die Forschung dazu stammt fast ausschließlich aus Sowjetzeiten und Russland, was die unabhängige Bewertung schwierig macht.

Wie wirkt es?Laut russischer Forschungsliteratur: Modulation der T-Zell-Differenzierung und -Subpopulationen.
  • Laut russischer Forschungsliteratur: Modulation der T-Zell-Differenzierung und -Subpopulationen.
  • Beeinflusst möglicherweise die Thymulin-Produktion (ein anderes Thymus-Peptid).
  • In Seneszenz-Modellen: Normalisierung immunologischer Parameter bei alten Tieren.
  • Genaue molekulare Mechanismen: nicht durch unabhängige Studien charakterisiert.
Was kann es bewirken?Ausschließlich russische Forschung, begrenzte externe Validierung:

Ausschließlich russische Forschung, begrenzte externe Validierung:

  • T-Zell-Immunmodulation: normalisierte T-Zell-Subpopulationen in Tiermodellen und Beobachtungsstudien (Level C)
  • Geroprotektive Effekte: Lebensverlängerung in Tiermodellen (russische Studien)
  • Kombination mit Epithalon: in russischen Studien auf Langlebigkeitsmesswerte untersucht

Die methodische Qualität der russischen Studien entspricht nicht westlichen Standards für klinische Evidenz. Unabhängige Replikation fehlt weitgehend.

Wie viel wird verwendet?Russische Forschungsprotokolle — kein international anerkanntes Schema:

Russische Forschungsprotokolle — kein international anerkanntes Schema:

  • 10 mg/Tag intramuskulär über 5–10 Tage (russisches Standardprotokoll)
  • Danach Pause von Wochen bis Monaten
  • Wiederholungszyklen je nach Protokoll

Kein für DACH anerkanntes Dosierungsschema. Kein zugelassenes Arzneimittel.

Wie wird es angewendet?Intramuskulär oder subkutan in Injektionsform
  • Intramuskulär oder subkutan in Injektionsform
  • In Russland als Immunmodulator in Kliniken angewandt
  • In DACH: Forschungschemikalie, keine klinische Anwendung
  • Als Peptidgemisch: keine orale Bioverfügbarkeit zu erwarten
Gibt es Risiken?Sehr begrenzte westliche Sicherheitsdaten:

Sehr begrenzte westliche Sicherheitsdaten:

  • Injektionsstellenreaktionen (häufig bei i.m.-Gabe)
  • Theoretisches Risiko der Immunaktivierung bei Autoimmunerkrankungen
  • Als Tierextrakt: Risiko von Kontaminationen oder Pathogen-Übertragung
  • Keine unabhängig validierten Humanstudien zur Langzeitsicherheit

Thymalin als Tierextrakt birgt das Risiko von Qualitätsschwankungen und uncharakterisierten Inhaltsstoffen.

Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungsc…
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • Russland: als Immunmodulator registriert (Cytomedine-Reihe)
  • Kein WADA-Verbot — nicht auf der Dopingliste
Was sagen Studien?~120 PubMed-Einträge; überwiegend aus russischer Forschung.

~120 PubMed-Einträge; überwiegend aus russischer Forschung. Evidenzlevel C:

  • ✅ Khavinson & Morozov 2002 (Adv Gerontol): Geroprotektive Effekte von Thymalin und Epithalamin in Tiermodellen
  • ⚠ Methodische Qualität der meisten Studien nicht mit westlichen RCT-Standards vergleichbar
  • ❌ Keine unabhängigen westlichen kontrollierten Humanstudien
  • ❌ Heterogenes Produkt: Zusammensetzung kann chargenabhängig variieren
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Thymalin und Thymosin Alpha-1?
Grundlegend verschieden: Thymosin Alpha-1 ist ein einzelnes, strukturell klar definiertes 28-Aminosäuren-Peptid mit internationaler Forschungsliteratur und Zulassungen in über 30 Ländern (Zadaxin). Thymalin ist ein heterogenes Gemisch aus Thymusextrakten der russischen Bioregulations-Forschung ohne westliche Zulassungen. Ta1 ist wissenschaftlich deutlich besser charakterisiert.
Stammt die gesamte Thymalin-Forschung aus Russland?
Weitgehend ja. Die Hauptveröffentlichungen kommen von Khavinson und Morozov vom St. Petersburger Institut für Bioregulation und Gerontologie. Unabhängige westliche Replikation ist kaum vorhanden — was die Bewertung der Evidenz erheblich erschwert.

Forschungsstand & Ranking

Evidenz
8/30
Sicherheit
13/25
Volumen
5/15
Rechtlich
4/15
Mechanismus
2/10
Prakt.
1/5
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Tools & Ressourcen

DosierungsrechnerMischungsverhältnis-RechnerBest-Practice ProtokollFact Sheet (PDF/Druck)

Thymalin im Direktvergleich

Wie schlägt sich Thymalin gegen verwandte Wirkstoffe? Evidenz, Sicherheit und Rechtslage direkt nebeneinander:

Thymalin vs. Thymosin Alpha-1

Nächste Schritte

Schritt 1
Informieren

Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von Thymalin gelesen.

✓ Abgeschlossen
2Schritt 2
Protokoll lesen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Forschungseinsatz.

3Schritt 3
Dosierung berechnen

Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.

4Schritt 4
Mischung vorbereiten

Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.

5Schritt 5
Fragen klären

Offene Fragen direkt an den KI-Assistenten stellen.

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