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Forschung
Zelluläre Reprogrammierung: Erster Humanversuch für Augenzellen
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Immunsystem

LL-37

LLGDFFRKSKEKIGKEFKRIVQRIKDFLRNLVPRTES (humanes Cathelicidin, 37 AS)

Auch bekannt als: CAP18, hCAP18 Fragment, Cathelicidin LL-37

Einziges bekanntes humanes Cathelicidin-Peptid. In der Forschung auf antimikrobielle und immunmodulatorische Eigenschaften untersucht. Endogen in Neutrophilen und Epithelzellen exprimiert.

Vorklinisch🇩🇪 Grauzone🇦🇹 Grauzone🇨🇭 Grauzone
#17Rang 17 von 8062/100
~1–2 Stunden (geschätzt)
Halbwertszeit
Täglich
Frequenz
0,05–0,4 mg/Tag
Typische Dosis
2552+
PubMed-Studien
Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Risiko-Nutzen-Abwägung
020406080100RISIKONEUTRALNUTZENWIRD BERECHNET …
Moderates Verhältnis – individuelle Abwägung
Nutzen und Risiken halten sich die Waage. Datenlage und Rechtsstatus erfordern besondere Abwägung.
58
Composite Score / 100
Abwägen
Bewertungsfaktoren
Sicherheitsprofil60%35% Gew.
Evidenzqualität60%28% Gew.
Verträglichkeit55%24% Gew.
Mechanismus60%10% Gew.
Praktikabilität40%3% Gew.
0–39 · Hohes Risiko40–66 · Abwägen67–100 · Empfehlenswert

Kein Ersatz für medizinische Beratung. Composite-Score aus Ranking-Daten, Regulierungsstatus, Studienlage und Verträglichkeitsprofil — Stand 2025.

Zusammenfassung

LL-37 ist das einzige körpereigene antimikrobielle Peptid seiner Klasse beim Menschen — ein Frontlinie-Verteidiger des angeborenen Immunsystems, der auch als Immunsignal fungiert, aber klinisch noch nicht zugelassen ist.

Auf einen Blick

AnwendungSubkutan (s.c.), Topisch
Typische Dosis0,05–0,4 mg/Tag
Halbwertszeit~1–2 Stunden (geschätzt)
ForschungslageBegrenzt (C)

Vor- & Nachteile

Spricht dafür

  • Die Anwendung ist vergleichsweise einfach, da der Wirkstoff äußerlich aufgetragen werden kann.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter In hohen In-vitro-Konzentrationen zytotoxisch und Systemische Sicherheit beim Menschen nicht charakterisiert.

Mehr im Detail — zum Aufklappen

Was ist LL-37?LL-37 ist ein 37-Aminosäuren-Peptid, das dein Körper selbst produziert — in Neutrophilen (weißen Blutk…

LL-37 ist ein 37-Aminosäuren-Peptid, das dein Körper selbst produziert — in Neutrophilen (weißen Blutkörperchen), Monozyten, NK-Zellen und Epithelzellen. Es gehört zur Familie der Cathelicidine und ist das einzige bekannte humane Vertreter dieser Klasse. LL-37 ist quasi ein eingebautes Antibiotikum: Es attackiert direkt Bakterienmembranen und zerreißt sie. Zusätzlich fungiert es als Signalmolekül, das andere Immunzellen herbeiruft und koordiniert. In der Forschung steht es als Kandidat für neue Antibiotika-Strategien im Fokus, ist aber als Therapeutikum noch nicht zugelassen.

Wie wirkt es?Direkte Membranlyse: LL-37 ist kationisch (positiv geladen) und wird von negativ geladenen Bakterienme…
  • Direkte Membranlyse: LL-37 ist kationisch (positiv geladen) und wird von negativ geladenen Bakterienmembranen angezogen — dort bildet es Löcher und zerstört die Membranintegrität.
  • TLR-4-Ligand: Bindet an Toll-like Receptor 4 auf Immunzellen und moduliert die angeborene Immunantwort.
  • Chemotaxis: Rekrutiert Neutrophile und Monozyten zum Infektionsherd.
  • EGF-Rezeptor-Agonismus: Stimuliert Epithelzellproliferation — relevant für Wundheilung.
  • Doppelte Rolle: LL-37 kann sowohl entzündungsfördernd (bei Infektion) als auch entzündungshemmend (bei Autoimmunität) wirken — kontextabhängig.
Was kann es bewirken?Gut belegte präklinische, begrenzte klinische Hinweise:

Gut belegte präklinische, begrenzte klinische Hinweise:

  • Antimikrobielle Aktivität gegen Gram-positive und Gram-negative Bakterien sowie Viren und Pilze (In vitro Level A)
  • Wundheilung: Fördert Keratinozyten-Migration und -Proliferation (Tiermodell, Level C)
  • Immunmodulation: Aktiviert/moduliert angeborene Immunantwort (Tier, Level C)

In hohen Konzentrationen ist LL-37 zytotoxisch — es unterscheidet nur bedingt zwischen Bakterien- und menschlichen Zellmembranen. Systemische Sicherheit beim Menschen ist nicht charakterisiert.

Wie viel wird verwendet?Keine klinisch validierten Dosierungen beim Menschen:

Keine klinisch validierten Dosierungen beim Menschen:

  • Topisch in Wundforschung: Mikrogramm-Konzentrationen (< 0,001 mg) in Gel oder Lösung
  • Subkutan bei Selbstanwendern: 0,05–0,4 mg/Tag — ohne klinische Grundlage
  • Systemische Dosierungen beim Menschen: unerforscht und potentiell riskant wegen Zytotoxizität

LL-37 kann in hohen Konzentrationen körpereigene Zellen schädigen. Systemische Anwendung ohne klinische Daten ist hochriskant.

Wie wird es angewendet?Topisch: In Wundpflegerforschung auf lokale Applikation ausgerichtet
  • Topisch: In Wundpflegerforschung auf lokale Applikation ausgerichtet
  • Subkutan: In Selbstexperimenten — ohne Evidenzbasis
  • Klinisch etabliert: keine Anwendungsform
  • Eigentlich: im Körper endogen produziert — exogene Zufuhr ist keine physiologische Route
Gibt es Risiken?Erhebliche Sicherheitsbedenken bei systemischer Anwendung:

Erhebliche Sicherheitsbedenken bei systemischer Anwendung:

  • In vitro zytotoxisch bei hohen Konzentrationen — greift auch menschliche Zellmembranen an
  • Kann Immunreaktionen auslösen oder verstärken — problematisch bei Autoimmunerkrankungen
  • Systemische Sicherheit beim Menschen: nicht untersucht
  • Bekannte Hauterkrankungen (Rosazea, Psoriasis) gehen mit LL-37-Dysregulation einher — exogene Zufuhr könnte verschlimmern

LL-37 ist ein potentes Immunsignal. Systemische Selbstanwendung ohne klinische Daten hat ein unkalkulierbares Risikoprofil.

Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungsc…
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • Kein WADA-Verbot — nicht auf der Dopingliste
Was sagen Studien?~3.200 PubMed-Einträge — sehr gut erforschtes endogenes Peptid, aber klinische Therapiestudien fehlen.

~3.200 PubMed-Einträge — sehr gut erforschtes endogenes Peptid, aber klinische Therapiestudien fehlen. Evidenzlevel C:

  • ✅ Dürr et al. 2006 (BBA): Umfassende Charakterisierung als einziges humanes Cathelicidin
  • ✅ Zahlreiche In-vitro-Studien belegen breite antimikrobielle Aktivität
  • ⚠ Klinische Studien mit exogenem LL-37 als Therapeutikum: sehr begrenzt
  • ❌ Keine kontrollierten Studien zur systemischen Humanapplikation
Häufige Fragen
Produziert mein Körper LL-37 von selbst?
Ja. LL-37 ist ein endogenes Peptid des angeborenen Immunsystems, das von verschiedenen Zelltypen produziert wird. Die Spiegel steigen bei Infektionen und Entzündungen an und sinken bei bestimmten Erkrankungen (z. B. atopische Dermatitis, wo zu wenig LL-37 produziert wird). Das macht das Peptid interessant — aber es bedeutet nicht, dass exogene Zufuhr die gleichen Effekte hat.
Warum ist LL-37 noch kein Arzneimittel?
Hauptproblem: Zytotoxizität. LL-37 ist nicht selektiv genug — es greift auch menschliche Zellen an, besonders bei hohen Konzentrationen. Die Herausforderung ist, es gezielt ans Zielgewebe zu bringen, ohne systemische Toxizität. Daran arbeiten Forscher mit stabilisierten Analoga und Nanopartikeln — klinische Zulassung ist aber noch weit entfernt.

Forschungsstand & Ranking

Evidenz
18/30
Sicherheit
15/25
Volumen
14/15
Rechtlich
7/15
Mechanismus
6/10
Prakt.
2/5
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Tools & Ressourcen

DosierungsrechnerMischungsverhältnis-RechnerBest-Practice ProtokollFact Sheet (PDF/Druck)

LL-37 im Direktvergleich

Wie schlägt sich LL-37 gegen verwandte Wirkstoffe? Evidenz, Sicherheit und Rechtslage direkt nebeneinander:

LL-37 vs. Thymosin Alpha-1LL-37 vs. VIPLL-37 vs. Larazotide (Larazotid-Acetat / AT-1001)LL-37 vs. Thymulin

Nächste Schritte

Schritt 1
Informieren

Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von LL-37 gelesen.

✓ Abgeschlossen
2Schritt 2
Protokoll lesen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Forschungseinsatz.

3Schritt 3
Dosierung berechnen

Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.

4Schritt 4
Mischung vorbereiten

Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.

5Schritt 5
Fragen klären

Offene Fragen direkt an den KI-Assistenten stellen.

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