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Forschung
Zelluläre Reprogrammierung: Erster Humanversuch für Augenzellen
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Anti-Aging

EGF

Epidermal Growth Factor (53 Aminosäuren, Disulfidbrücken-stabilisiert)

Auch bekannt als: Epidermal Growth Factor, Urogastron, hEGF, rhEGF

EGF (Epidermal Growth Factor) ist ein körpereigenes Wachstumshormon der Haut, das Zellproliferation, Wundheilung und Hauterneuerung stimuliert und in klinischen Studien für chronische Wunden und Verbrennungen zugelassen ist.

Solide Evidenz🇩🇪 Erlaubt🇦🇹 Erlaubt🇨🇭 Erlaubt
#20Rang 20 von 8062/100
~1–2 Minuten (systemisch); topisch lokal wirksam
Halbwertszeit
2–3× täglich (topisch)
Frequenz
0,01–0,075 mg/Anwendung (topisch/intradermal)
Typische Dosis
107064+
PubMed-Studien
Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Risiko-Nutzen-Abwägung
020406080100RISIKONEUTRALNUTZENWIRD BERECHNET …
Moderates Verhältnis – individuelle Abwägung
Nutzen und Risiken halten sich die Waage. Datenlage und Rechtsstatus erfordern besondere Abwägung.
66
Composite Score / 100
Abwägen
Bewertungsfaktoren
Sicherheitsprofil64%35% Gew.
Evidenzqualität67%28% Gew.
Verträglichkeit56%24% Gew.
Mechanismus90%10% Gew.
Praktikabilität80%3% Gew.
0–39 · Hohes Risiko40–66 · Abwägen67–100 · Empfehlenswert

Kein Ersatz für medizinische Beratung. Composite-Score aus Ranking-Daten, Regulierungsstatus, Studienlage und Verträglichkeitsprofil — Stand 2025.

Zusammenfassung

EGF ist das körpereigene Signal, das Haut- und Wundzellen zum Wachsen bringt — in der Medizin für Wundheilung eingesetzt, in der Kosmetik als Anti-Aging-Zutat verbreitet.

Auf einen Blick

AnwendungTopisch, Subkutan (s.c.), Intravenös (i.v.)
Typische Dosis0,01–0,075 mg/Anwendung (topisch/intradermal)
Halbwertszeit~1–2 Minuten (systemisch); topisch lokal wirksam
ForschungslageSolide (B)

Vor- & Nachteile

Spricht dafür

  • Die erwünschte Wirkung „Wundheilung (chronische Wunden)“ ist in Humanstudien belegt.
  • Die erwünschte Wirkung „Zellproliferation (allgemein)“ ist in Laborstudien belegt.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff legal erhältlich.
  • Die Anwendung ist vergleichsweise einfach, da der Wirkstoff äußerlich aufgetragen werden kann.

Spricht dagegen

  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Systemisch: Risiko der Tumorpromotion und Lokale Reizung bei Hochkonzentration.

Mehr im Detail — zum Aufklappen

Was ist EGF?EGF (Epidermal Growth Factor) ist ein körpereigenes Protein aus 53 Aminosäuren — etwas größer als typi…

EGF (Epidermal Growth Factor) ist ein körpereigenes Protein aus 53 Aminosäuren — etwas größer als typische Peptide. Es wurde 1962 von Stanley Cohen entdeckt, wofür er 1986 den Nobelpreis erhielt. Natürliches EGF kommt in deinem Speichel, Urin und Muttermilch vor. Es ist das Wachstumssignal für Haut- und Wundzellen: Wenn du dich verletzt, schüttet dein Körper EGF aus, um die Heilung anzustoßen.

Wie wirkt es?Bindet an den EGFR-Rezeptor (Tyrosinkinase) auf Haut- und Epithelzellen
  • Bindet an den EGFR-Rezeptor (Tyrosinkinase) auf Haut- und Epithelzellen
  • EGFR-Aktivierung → ERK/MAPK und PI3K/Akt → Zellproliferation und Überleben
  • Stimuliert Keratinozyten (Oberhautzellen) und Fibroblasten (Bindegewebszellen)
  • Fördert Kollagen- und Elastin-Synthese in der Haut
  • Beschleunigt die Epithelialisierung — Wundverschluss durch Zellwanderung
Was kann es bewirken?EGF hat das breiteste Evidenzspektrum aller Hautpeptide:

EGF hat das breiteste Evidenzspektrum aller Hautpeptide:

  • Wundheilung: klinisch validiert für diabetische Fußgeschwüre (Heberprot-P, Kuba)
  • Faltenreduktion und Verbesserung der Hauttextur (klinische Topik-Studien)
  • Stimulation der Kollagenproduktion
  • Beschleunigte Heilung nach ästhetischen Eingriffen
  • Wachstumsförderung bei chronischen Wunden
Wie viel wird verwendet?Je nach Anwendung:

Je nach Anwendung:

  • Topisch (Serum): 0,02–0,1 mg/ml, 1–2× täglich auf die Haut
  • Intradermal (Mesotherapie): 0,01–0,075 mg pro Sitzung, ärztlich
  • Wundheilung klinisch: 3× pro Woche intradermal
  • Halbwertszeit systemisch: nur 1–2 Minuten (sehr kurz)

Systemische hochdosierte EGF-Anwendung: nur in medizinischem Kontext. Topisch ist EGF ohne ärztliche Aufsicht anwendbar.

Wie wird es angewendet?Topisch als Serum oder Creme — häufigste Methode für Anti-Aging
  • Topisch als Serum oder Creme — häufigste Methode für Anti-Aging
  • Intradermal beim Hautarzt oder in Meso-Therapie-Kliniken
  • Intravenös: nur in klinischen Studien / spezialisierten Wundkliniken
Gibt es Risiken?EGF hat eine wichtige Einschränkung, die man kennen muss:

EGF hat eine wichtige Einschränkung, die man kennen muss:

  • Topisch: sehr gut verträglich — gelegentlich leichte Rötung
  • Systemisch: EGF stimuliert Zellwachstum — auch in Tumorzellen
  • EGFR ist in vielen Krebsarten überexprimiert (Lunge, Darm, Brust)
  • Topische Penetration durch die Hautbarriere ist begrenzt — geringeres systemisches Risiko

Bei aktiven Krebserkrankungen oder bekannten EGFR-positiven Tumoren ist EGF kontraindiziert. Für gesunde Personen ohne Krebserkrankung gilt topisches EGF als sicher.

Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Als kosmetischer Inhaltsstoff erlaubt; als Arzneimittel verschreibungspfl…
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Als kosmetischer Inhaltsstoff erlaubt; als Arzneimittel verschreibungspflichtig.
  • Als Arzneimittel (Wundheilung): verschreibungspflichtig
  • Kuba: Heberprot-P (rhEGF) für diabetisches Fußgeschwür zugelassen
Was sagen Studien?EGF ist das am besten erforschte Hautpeptid überhaupt:

EGF ist das am besten erforschte Hautpeptid überhaupt:

  • ✅ ~16.000 Veröffentlichungen — mit Abstand die meisten aller Hautpeptide
  • ✅ Level B — solide Humanstudien für Wundheilung und Hauteffekte
  • ✅ Gut charakterisierter EGFR-Mechanismus (Nobelpreis 1986)
  • ✅ Klinisch validiert für diabetische Fußgeschwüre
  • ⚠ Anti-Aging-Topik-Studien: Effekte vorhanden, aber topische Penetration begrenzt
Häufige Fragen
Kann EGF Krebs auslösen?
EGF selbst verursacht keinen Krebs — aber es stimuliert Zellwachstum. In Tumorzellen, die oft viel EGFR haben, könnte exogenes EGF theoretisch Wachstum fördern. Das Risiko bei topischer Anwendung ist gering (wenig penetriert die Haut). Krebspatienten sollten EGF dennoch meiden.
Warum wirken EGF-Cremes weniger als man denkt?
EGF ist ein großes Protein (53 AS). Die Haut ist eine Barriere — und große Proteine kommen schlecht durch. Viele EGF-Cremes enthalten zwar EGF, aber die Menge, die die Haut wirklich erreicht, ist gering. Wer mehr Wirkung will, setzt auf Mesotherapie (intradermal) beim Arzt.

Forschungsstand & Ranking

Evidenz
20/30
Sicherheit
16/25
Volumen
15/15
Rechtlich
15/15
Mechanismus
9/10
Prakt.
4/5
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Tools & Ressourcen

DosierungsrechnerMischungsverhältnis-RechnerFact Sheet (PDF/Druck)

EGF im Direktvergleich

Wie schlägt sich EGF gegen verwandte Wirkstoffe? Evidenz, Sicherheit und Rechtslage direkt nebeneinander:

EGF vs. KollagenpeptideEGF vs. GHK-CuEGF vs. BPC-157EGF vs. TB-500

Nächste Schritte

Schritt 1
Informieren

Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von EGF gelesen.

✓ Abgeschlossen
2Schritt 2
Protokoll lesen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Forschungseinsatz.

3Schritt 3
Dosierung berechnen

Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.

4Schritt 4
Mischung vorbereiten

Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.

5Schritt 5
Fragen klären

Offene Fragen direkt an den KI-Assistenten stellen.

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