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Anti-Aging

Cortagen

Cortagen ist ein sehr kurzes Tetrapeptid aus der russischen Khavinson-Forschung, das das Herz-Kreislauf-System schützen soll, aber kaum unabhängig untersucht wurde.

Frühe ForschungDE, AT, CH: Grauzone#74Rang 74 von 8022/100
AnwendungSubkutan (s.c.)
Typische Dosis1–2 mg/Tag
HalbwertszeitSehr kurz (Minuten bis wenige Stunden)
PubMed-Studien13+
Fachangaben

Ala-Glu-Asp-Pro (Tetrapeptid, Khavinson-Peptid)

Quick Start Guide

Subkutan
1–2 mg pro Tag, oft 2 mg
Wie oft
1× täglich
Unter die Haut, Injektionsstelle wechseln
Zeitpunkt
Morgens, aktivierender Effekt, abends ungeeignet
Wirkung ab wann
Keine belastbaren Angaben
Lagerung
Pulver bei 2–8 °C. Angemischt bei 2–8 °C, innerhalb 28 Tagen aufbrauchen.
10–20 Tage Anwendung, danach 4–6 Monate Pause
Pause danach
4–6 Monate Pause zwischen Zyklen
Aus Khavinson-Protokollen, dort mit 2,0–5,0 mg täglich, klinisch etabliert ist die Anwendung nicht. Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.Zum Protokoll

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist Cortagen und wie wirkt es?

Einfach erklärt

Cortagen ist ein synthetisches Tetrapeptid (vier Aminosäuren: Ala-Glu-Asp-Pro) aus der Forschungsgruppe von Vladimir Khavinson am Biogerontologie-Institut in Sankt Petersburg. Khavinson entwickelte eine ganze Familie sehr kurzer Peptide, die angeblich für bestimmte Körpergewebe kodiert sind und die Genexpression regulieren. Cortagen ist für das Herzgefäßsystem konzipiert. Die Theorie dahinter ist in der westlichen Wissenschaft sehr umstritten.

Cortagen ist ein synthetisches Tetrapeptid (Ala-Glu-Asp-Pro) aus der Forschungsgruppe von Vladimir Khavinson am St. Petersburg Institute of Bioregulation and Gerontology. Wie andere Khavinson-Peptide (Epithalon, Thymalin, Livagen, Pinealon) wurde Cortagen als gewebespezifischer Bioregulator für das kardiovaskuläre System entwickelt. Die theoretische Grundlage der Khavinson-Peptide basiert auf dem Konzept der "Peptid-Bioregulation": kurze Oligopeptide sollen spezifisch an die DNA oder Transkriptionsfaktoren ihres Zielgewebes binden und die Genexpression regulieren. Diese Theorie ist in der westlichen Wissenschaftsgemeinschaft stark umstritten, da die postulierten DNA-Bindungsmechanismen für sehr kurze Peptide ungewöhnlich sind. Studien zu Cortagen existieren fast ausschließlich in russischsprachigen Journals und wurden nicht unabhängig repliziert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Cortagen nicht als Arzneimittel zugelassen und zählt zu den am schlechtesten charakterisierten Substanzen in diesem Bereich.

Wirkungsweise

Einfach erklärt

Die folgenden Angaben stammen ausschließlich aus der russischen Forschungsliteratur:

  • Soll spezifisch an DNA-Bereiche in Herzmuskelzellen binden
  • Reguliert dort die Genexpression in Richtung gesünderes Gewebe
  • Das Ganze wird dort als kardiovaskuläre Bioregulation bezeichnet
Diese Mechanismen wurden nicht unabhängig von der Khavinson-Gruppe bestätigt. In westlichen Labors gilt die Theorie als wissenschaftlich nicht ausreichend belegt.

Laut russischer Forschungsliteratur: gewebespezifische Bindung an DNA-Bereiche in kardiovaskulären Zellen und Modulation der Genexpression. Der genaue molekulare Mechanismus ist nicht durch unabhängig replizierte Studien belegt.

Spricht dafür

  • Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff nach aktueller WADA-Liste nicht verboten.

Spricht dagegen

  • Die Forschung ist sehr begrenzt und überwiegend auf Labor- und Tierversuche beschränkt — verlässliche Studien am Menschen fehlen weitgehend.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

Die Evidenzlage ist sehr dünn:

  • Kardiovaskuläre Bioregulation (in russischer Forschungsliteratur)
  • Keine unabhängig replizierten Wirkungsdaten
Es gibt keine hochwertigen klinischen Daten zu Cortagen. Die Wirkbehauptungen stammen ausschließlich aus nicht-replizierten russischen Studien.
Kardiovaskuläre Bioregulation (russische Forschungsliteratur)
Nicht unabhängig replizierte Daten
Sehr schwache Evidenzbasis

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt
  • 1–2 mg/Tag, subkutan (aus russischen Protokollen abgeleitet)
  • Halbwertszeit sehr kurz. Minuten bis wenige Stunden
Es gibt keine validierten Dosierungsempfehlungen aus unabhängigen klinischen Studien.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
Keine Dosierungsdaten verfügbar
Dosierungsrechner →Best-Practice Protokoll ansehen

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Subkutane Injektion, einzige in der Literatur beschriebene Methode
Subkutan (s.c.)

Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

Das Sicherheitsprofil ist weitgehend unbekannt:

  • Keine unabhängig validierten Sicherheitsdaten
  • Lokale Injektionsreaktionen wahrscheinlich
  • Unbekannte Langzeitwirkungen
Aufgrund der fehlenden unabhängigen Forschung ist Cortagen eine der unsichersten Substanzen in diesem Bereich.

Bekannte Nebenwirkungen

  • Keine validierten Humansicherheitsdaten

Kontraindikationen

  • Anwendung am Menschen ohne klinische Datengrundlage
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Studienlage

Einfach erklärt

Cortagen gehört zu den am schlechtesten dokumentierten Peptiden:

  • ⚠ Sehr schmale Publikationslage
  • ❌ Alle Studien aus russischsprachigen Quellen, nicht unabhängig repliziert
  • ❌ Keine Humanstudien mit westlichem Qualitätsstandard
  • ❌ Keine unabhängige Validierung des Wirkmechanismus
  • Level D, kaum nutzbare wissenschaftliche Evidenz

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • Keine regulatorische Basis, weder Zulassung noch klinische Entwicklung
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone
Im SportWADA: Erlaubt

Tetrapeptid aus Khavinson-Peptid-Reihe. Nicht auf der WADA-Liste.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Häufige Fragen zu Cortagen

Ist Cortagen wissenschaftlich anerkannt?
Nein. Die Forschungsliteratur zu Cortagen ist ausschließlich aus russischen Quellen und wurde nicht unabhängig repliziert. Die postulierten Mechanismen sind in der westlichen Wissenschaft umstritten.
Warum sind die Khavinson-Peptide so umstritten?
Die Kernannahme, dass ein Tetrapeptid aus vier Aminosäuren gezielt an die DNA eines bestimmten Gewebes bindet und die Genexpression reguliert, ist chemisch und biologisch schwer plausibel. Alle Studien kommen aus derselben Gruppe, wurden nicht unabhängig reproduziert und erscheinen hauptsächlich in russischsprachigen Journalen.
Gibt es Khavinson-Peptide mit besserer Evidenz?
Ja. Epithalon hat deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten und immerhin eine Humanstudie mit 266 Probanden. Cortagen gehört zu den schlechtesten in der Gruppe.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für Cortagen sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite1–2 mg
niedrig · 1 mghoch · 2 mg
Frequenz: Täglich (10-Tage-Kur)
Im Dosierungsrechner öffnen
Mischverhältnis
Konzentration6,67 mg/ml
Abzug15 U
020406080100U15.0 U0.150 ml
20 mg Vial + 3 ml Wasser · Beispiel-Abzug für 1 mg
Im Mischungsverhältnis-Rechner öffnen
Bewährtes Protokoll
Titrationsschema4 Phasen
Zyklus: 10–20 Tage Anwendung, danach 4–6 Monate Pause.
Tägliche subkutane Injektion über 10–20 Tage. Wiederholung 2× pro Jahr.
Zum Protokoll
Fact Sheet

Weitere Werkzeuge:Kosten-Rechner·Protokoll- & Kalender-Planer·Wirkungs-Timeline·Peptid-Vergleich·PeptidWiki-Assistent

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