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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen. Viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Anti-Aging

Livagen

Livagen ist ein weiteres winziges Khavinson-Peptid, das für Leber und Immunsystem gedacht ist, mit einer der schwächsten Evidenzbasen überhaupt.

Frühe ForschungDE, AT, CH: Grauzone#76Rang 76 von 8020/100
AnwendungSubkutan (s.c.)
Typische Dosis0,5–2,0 mg/Tag
HalbwertszeitSehr kurz (Minuten bis wenige Stunden)
PubMed-Studien22+
Fachangaben

Auch bekannt als: KEDP, Khavinson-Peptid

Lys-Glu-Asp-Pro (Tetrapeptid, Khavinson-Peptid)

Quick Start Guide

Subkutan
0,5–2,0 mg täglich
Wie oft
1× täglich
Unter die Haut, Injektionsstelle wechseln
Zeitpunkt
Tageszeitlich flexibel, nahrungsunabhängig
Wirkung ab wann
Keine belastbaren Angaben
Lagerung
Pulver bei 2–8 °C. Angemischt bei 2–8 °C, innerhalb 28 Tagen aufbrauchen.
8–12 Wochen
Pause danach
4 Wochen
Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.Zum Protokoll

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist Livagen und wie wirkt es?

Einfach erklärt

Livagen (Lys-Glu-Asp-Pro, vier Aminosäuren) stammt aus der gleichen russischen Forschungsgruppe wie Cortagen und Epithalon. Dieses Tetrapeptid soll spezifisch für Lebergewebe und das Immunsystem "zuständig" sein. Die Theorie: Jedes Gewebe hat ein passendes kurzes Peptid, das seine Genexpression zurück in einen jüngeren Zustand bringt. Diese Idee ist in der internationalen Wissenschaft kaum akzeptiert.

Livagen ist ein synthetisches Tetrapeptid (Lys-Glu-Asp-Pro) aus der Forschungsgruppe von Vladimir Khavinson und dem St. Petersburg Institute of Bioregulation and Gerontology. Es gehört zur gleichen Familie kurzer Oligopeptide wie Cortagen, Pancragen und Prostamax und wurde für Lebergewebe und das Immunsystem als primäre Zielorgane konzipiert. Das Konzept der Khavinson-Peptide basiert auf der Hypothese gewebespezifischer Genregulation durch kurze Peptide, eine Theorie, die in der internationalen Fachliteratur kaum Akzeptanz gefunden hat. Livagen-spezifische Studien sind ausschließlich in russischsprachigen Publikationen dokumentiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Livagen nicht als Arzneimittel zugelassen. Es wird als Forschungssubstanz mit sehr schlechter internationaler Evidenzbasis gehandelt.

Wirkungsweise

Einfach erklärt

Laut russischer Forschungsliteratur:

  • Soll in Leberzellen und Immunzellen die Chromosomenstruktur (Chromatin) "entspiralisieren"
  • Entspiralisierung = DNA wird zugänglicher für Transkription
  • Soll damit "stille" Gene in alten Zellen reaktivieren
Diese Mechanismen sind nicht unabhängig validiert. Die postulierten DNA-Bindungseigenschaften sind für Peptide dieser Größe wissenschaftlich ungewöhnlich.

Laut russischer Forschungsliteratur: gewebespezifische Interaktion mit hepatischen und Immunzellen. Mögliche Modulation des Chromatin-Zustands und der DNA-Zugänglichkeit in Zielgeweben (postulierts Khavinson-Mechanismus). Nicht unabhängig validiert.

Spricht dafür

  • Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff nach aktueller WADA-Liste nicht verboten.

Spricht dagegen

  • Die Forschung ist sehr begrenzt und überwiegend auf Labor- und Tierversuche beschränkt — verlässliche Studien am Menschen fehlen weitgehend.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

Die Datenlage ist die schwächste unter allen Anti-Aging-Peptiden auf PeptidWiki:

  • Chromatinentspiralisierung in Lymphozyten älterer Menschen (Zellstudie, russisch)
  • Immunmodulation: mögliche Aktivierung von Lymphozyten bei Älteren (nicht validiert)
  • Hepatische Bioregulation (Theorie, nicht klinisch belegt)
Es gibt keine kontrollierten klinischen Studien zu Livagen. Alle Wirkbehauptungen basieren auf unkontrollierten oder In-vitro-Versuchen.

Hepatische Bioregulation

Frühe ForschungIn-vitro

In russischen Zellstudien wurde eine angebliche Entspiralisierung (Aktivierung) älterer DNA im Lebergewebe beobachtet.

Immunmodulation

Frühe ForschungHuman

Postulierte Effekte auf die Aktivierung von Lymphozyten bei älteren Probanden in russischen Studien, allerdings ohne ausreichende Kontrollgruppen.

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt
  • 0,5–2,0 mg/Tag, subkutan (aus allgemeinen Khavinson-Protokollen)
  • Keine validierten Dosierungsempfehlungen
Jede Dosierungsangabe zu Livagen ist spekulativ, es fehlen unabhängige Studien.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
Forschungsanwendung0,1–0,5 mgTäglichAusschließlich experimentell, abgeleitet aus allgemeinen Khavinson-Protokollen.
Dosierungsrechner →Best-Practice Protokoll ansehen

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Subkutane Injektion
Subkutan (s.c.)

Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

Kaum valide Sicherheitsdaten vorhanden:

  • Keine unabhängig validierten Sicherheitsdaten
  • Theoretisches Risiko: fehlerhafte Genaktivierung durch Chromatinentspiralisierung
  • Lokale Injektionsreaktionen
Livagen ist eine der am wenigsten charakterisierten Substanzen. Die Anwendung am Menschen ohne klinische Grundlage ist medizinisch nicht vertretbar.

Bekannte Nebenwirkungen

  • Keine unabhängig validierten Sicherheitsdaten
  • Theoretisches Risiko von fehlerhafter Genaktivierung

Kontraindikationen

  • Humananwendung ohne klinische Grundlage

Studienlage

Einfach erklärt

Livagen hat die schwächste Evidenzlage aller Anti-Aging-Peptide auf PeptidWiki:

  • ⚠ Sehr schmale Publikationslage, minimale Literatur
  • ❌ Keine Studien außerhalb russischsprachiger Quellen
  • ❌ Keine kontrollierten Humanstudien
  • ❌ Einzige relevante Publikation: In-vitro-Zellstudie (Lezhava et al. 2004)
  • Level D, wissenschaftlich kaum belegt

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • Keine Zulassungsverfahren bekannt
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone

Russische Forschungschemikalie. Keine klinische Zulassung in DACH.

Im SportWADA: Erlaubt

Khavinson-Tetrapeptid für Leber. Nicht auf der WADA-Liste.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Häufige Fragen zu Livagen

Was unterscheidet Livagen von Epithalon?
Beide sind Khavinson-Tetrapeptide, aber Epithalon (Ala-Glu-Asp-Gly) hat wesentlich mehr internationale Forschungsaufmerksamkeit und unabhängige Studien erhalten. Livagen ist deutlich schlechter charakterisiert.
Wirkt Livagen bei Lebererkrankungen?
Dafür gibt es keinerlei klinische Beweise. Die Literatur beschränkt sich fast völlig auf In-vitro-Versuche (Zellen in der Petrischale). Ein medizinischer oder therapeutischer Einsatz ist nicht belegt.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für Livagen sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite0,5–2 mg
niedrig · 0,5 mghoch · 2 mg
Frequenz: Täglich (10-Tage-Kur)
Im Dosierungsrechner öffnen
Mischverhältnis
Konzentration6,67 mg/ml
Abzug7,5 U
020406080100U7.50 U0.075 ml
20 mg Vial + 3 ml Wasser · Beispiel-Abzug für 0,5 mg
Im Mischungsverhältnis-Rechner öffnen
Bewährtes Protokoll
Titrationsschema4 Phasen
Zyklus: 8–12 Wochen, danach 4 Wochen Pause.
Tägliche subkutane Injektion über 8–12 Wochen mit gradueller Aufdosierung.
Zum Protokoll
Fact Sheet

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