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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen. Viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Regeneration

TP508 (Chrysalin)

TP508 (Chrysalin) ist ein Teilstück des Gerinnungsproteins Thrombin, allerdings ohne dessen blutgerinnende Wirkung. In Tests am Menschen ließ es Knochenbrüche schneller heilen, wurde danach aber nicht weiterentwickelt.

VorklinischDE, AT, CH: Grauzone#52Rang 52 von 8046/100
AnwendungSubkutan (s.c.)
Typische Dosis0,01–0,03 mg lokal am Verletzungsort, in Studien bis 0,1 mg direkt injiziert (Wundheilung, Fraktur)
Halbwertszeit~2–4 Stunden (subkutan)
PubMed-Studien15+
Fachangaben

Auch bekannt als: Chrysalin, Rusalatide, Thrombin Peptide 508

Thrombin-Peptid 508 (Aminosäuren 508-530 des humanen Thrombins, 23 AS)

Auf einen Blick

AnwendungSubkutan (s.c.)
Typische Dosis0,01–0,03 mg lokal am Verletzungsort, in Studien bis 0,1 mg direkt injiziert (Wundheilung, Fraktur)
Halbwertszeit~2–4 Stunden (subkutan)
ForschungslageBegrenzt (C)
FrequenzTopisch täglich
PubMed-Studien15+

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist TP508 (Chrysalin) und wie wirkt es?

Einfach erklärt

Thrombin kennt man als das Protein, das Blut gerinnen lässt, wenn du dich schneidest, ist Thrombin daran beteiligt, die Wunde zu verschließen. Aber Thrombin kann noch mehr: Es hat auch einen Teil, der für Reparaturprozesse im Gewebe zuständig ist, völlig unabhängig von der Gerinnung. TP508 ist genau dieser Teil (23 Aminosäuren, Positionen 508–530 des Thrombins). Es aktiviert Heilungssignale, ohne die Blutgerinnung anzuregen.

TP508 (Thrombin Peptide 508, auch: Chrysalin) ist ein synthetisches Peptid, das den Aminosäuren 508-530 des humanen Thrombins entspricht. Es bindet an den nicht-proteolytischen (PAR-unabhängigen) Thrombin-Rezeptor und aktiviert so regenerative Signalwege, ohne die Blutgerinnung zu aktivieren. TP508 wurde von Chrysalis BioTechnology entwickelt und durchlief klinische Studien. Eine Phase-1/2-Studie zur Knochenheilung bei Jones-Frakturen (Frakturen der Basis des fünften Mittelfußknochens, unabhängig vom Diabetes-Status) zeigte eine signifikant schnellere Knochenheilung im Vergleich zu Placebo. Diese Studien waren jedoch klein und nicht ausreichend, um eine FDA-Zulassung zu erhalten. Separat untersuchten präklinische Studien TP508 zur Wundheilung bei diabetischen Fußulzera. Weitere präklinische Studien untersuchten Wundheilung, Knorpelregeneration, Herzmuskelschutz und ischämische Schäden. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist TP508 nicht als Arzneimittel zugelassen.

Wirkungsweise

Einfach erklärt

TP508 bindet an einen speziellen Rezeptor auf Körperzellen, der nichts mit Blutgerinnung zu tun hat, er ist rein für Reparaturprozesse zuständig:

  • Stammzellen werden zur Verletzungsstelle rekrutiert, die Reparaturkräfte kommen schneller
  • Neue Blutgefäße entstehen, die Versorgung der Heilung beginnt rascher
  • Zellwachstum und Zellvermehrung werden angeregt
  • Keine Aktivierung der Blutgerinnung, das ist der wichtige Unterschied zu normalem Thrombin

TP508 bindet an einen von PAR1 unabhängigen Thrombin-Rezeptor (der genaue Rezeptor ist nicht vollständig charakterisiert). Aktivierung von EGF-Rezeptor-Transaktivierung und downstream PI3K/Akt-Signalwegen. Stimulation von Stammzell-Rekrutierung, Angiogenese und Zellproliferation ohne Koagulationsaktivierung.

Spricht dafür

  • Die erwünschte Wirkung „Beschleunigte Knochenheilung“ ist in Humanstudien belegt.
  • Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff nach aktueller WADA-Liste nicht verboten.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

TP508 ist eines der wenigen Peptide in dieser Kategorie mit echten Human-Daten:

  • Schnellere Knochenheilung, in einer Phase-2-Studie bei Fußfrakturen nachgewiesen
  • Verbesserte Wundheilung, in Tiermodellen (z. B. diabetische Mäuse)
  • Angiogenese (neue Blutgefäße), präklinisch belegt

Beschleunigte Knochenheilung

Solide EvidenzHuman

Phase-2-Ergebnisse zur Knochenheilung bei Jones-Frakturen mit signifikant schnellerer Heilung.

PubMed-Quelle →

Wundheilung in Tiermodellen

VorklinischTier

Präklinische Studien zeigen verbesserte Wundheilung.

Angiogenese-Stimulation

VorklinischTier

Präklinisch belegte Angiogenese-Stimulation ohne Koagulationsaktivierung.

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

TP508 wird in sehr kleinen Mengen eingesetzt, meist lokal an der Verletzungsstelle:

  • 0,001–0,030 mg pro Anwendung, extrem kleine Dosen
  • Meist 1–2 Mal pro Woche, lokal injiziert
  • Keine standardisierten Protokolle da klinische Entwicklung gestoppt wurde
Die klinische Entwicklung wurde nach Phase-2-Studien eingestellt, nicht wegen Sicherheitsproblemen, sondern aus kommerziellen Gründen. Es gibt keine validierten Standardprotokolle für die Eigenanwendung.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
ForschungsanwendungVariabelMeist lokalDie klinische Entwicklung ist gestoppt, daher keine validierten Standardprotokolle.
Dosierungsrechner →Best-Practice Protokoll ansehen

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Lokale Injektion, direkt an der Verletzungsstelle (z. B. Fraktur, Wunde)
  • Subkutan oder in die Nähe des betroffenen Gewebes
Subkutan (s.c.)

Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

In klinischen Studien war TP508 gut verträglich:

  • Keine Gerinnungsprobleme, trotz der Verwandtschaft zum Thrombin
  • Lokale Reaktionen an der Injektionsstelle, leicht und vorübergehend
  • Keine schwerwiegenden Nebenwirkungen in Phase-2-Studien berichtet
Langzeitdaten fehlen. Theoretisches Risiko bei übermäßiger Angiogenese-Stimulation, wie bei allen Peptiden, die neue Blutgefäße fördern: nicht bei aktiven Krebserkrankungen verwenden.

Bekannte Nebenwirkungen

  • Keine Gerinnungsprobleme in Studien beobachtet
  • Lokale Injektionsstellenreaktionen

Kontraindikationen

  • Fehlende Langzeit-Humandaten
  • Theoretisches Risiko bei übermäßiger Angiogenese-Stimulation

Studienlage

Einfach erklärt

TP508 hat eine der interessantesten Forschungsgeschichten in dieser Kategorie, mit echten Human-Studien:

  • ✅ Moderate Publikationslage
  • ✅ Phase-2-Human-Studie (Jones-Frakturen): signifikant schnellere Heilung vs. Placebo
  • ✅ Tierversuche zur Wundheilung zeigen positive Ergebnisse
  • ❌ Klinische Entwicklung wurde nicht bis zur Zulassung weitergeführt
  • ⚠ Keine Phase-3-Studien, daher kein zugelassenes Arzneimittel

Chrysalin (TP508) stimulates angiogenesis and wound healing

Tier

Carney DH, et al. (2004),

Präklinische Untersuchung, die verbesserte Wundheilung in diabetischen Mausmodellen belegte.

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone

Nicht als Arzneimittel zugelassen. Klinische Entwicklung wurde nach Phase-2-Studien nicht fortgesetzt.

Im SportWADA: Erlaubt

Thrombin-Peptid-Fragment. Nicht auf der WADA-Liste.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Häufige Fragen zu TP508 (Chrysalin)

Hat TP508 eine klinische Zulassung?
Nein, obwohl Phase-2-Studien positive Ergebnisse zeigten. Die klinische Entwicklung wurde nicht bis zur Marktreife geführt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz keine Zulassung.
Wenn es in Phase-2-Studien funktioniert hat, warum gibt es keine Zulassung?
Phase-2-Studien zeigen zwar, dass etwas wirkt, aber sind für eine Zulassung noch nicht ausreichend. Das Unternehmen (Chrysalis BioTechnology) hat die teure Phase-3-Entwicklung nicht weiter verfolgt. Das liegt oft an kommerziellen Überlegungen, nicht daran, dass das Peptid nicht funktioniert.
Gerinnt mein Blut durch TP508?
Nein. Genau das ist der wichtige Unterschied zu normalem Thrombin. TP508 bindet an einen anderen Rezeptor, einen der ausschließlich für Heilungsprozesse zuständig ist, nicht für die Gerinnung. In klinischen Studien wurden keine Gerinnungsprobleme beobachtet.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für TP508 (Chrysalin) sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite0,01–0,1 mg
niedrig · 0,01 mghoch · 0,1 mg
Frequenz: Topisch täglich
Im Dosierungsrechner öffnen
Mischverhältnis
Konzentration2 mg/ml
Abzug0,5 U
020406080100U
10 mg Vial + 5 ml Wasser · Beispiel-Abzug für 0,01 mg
Im Mischungsverhältnis-Rechner öffnen
Bewährtes Protokoll
Titrationsschema2 Phasen
Zyklus: 2–4 Wochen (akute Heilung) oder bis zu 8 Wochen (chronische Wunden).
Einmalig oder 3× wöchentlich periläsional/sc über 2–4 Wochen.
Zum Protokoll
Fact Sheet

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