CJC-1295
CJC-1295 ist ein langsam wirkendes Wachstumshormon-Releasing-Hormon, das den Körper anregt, über Stunden bis Tage kontinuierlich mehr eigenes Wachstumshormon auszuschütten.
Fachangaben
Auch bekannt als: CJC-1295 DAC, CJC-1295 no DAC (Mod GRF 1-29)
CJC-1295 DAC (Drug Affinity Complex)
Quick Start Guide
SubkutanGrundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.
Rechtlicher Hinweis
Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.
Was ist CJC-1295 und wie wirkt es?
CJC-1295 ist ein synthetisches Analogon von GHRH (Wachstumshormon-Releasing-Hormon), dem natürlichen Signal, das die Hirnanhangsdrüse zur GH-Ausschüttung veranlasst. Die entscheidende Besonderheit: Dank einer eingebauten DAC-Technologie (Drug Affinity Complex) bindet CJC-1295 an Albumin im Blut und wird dadurch extrem langsam abgebaut. Während das natürliche GHRH nach wenigen Minuten abgebaut ist, hält CJC-1295 (mit DAC) 6–8 Tage an. Es gibt auch eine kürzere Variante ohne DAC (Mod GRF 1-29, HWZ ~30 min), die eher pulsartig wirkt.
CJC-1295 ist ein modifiziertes GHRH-Analogon, das durch Bindung an Albumin (DAC-Technologie) eine sehr verlängerte Halbwertszeit aufweist. Es stimuliert die Hypophyse zur verstärkten Ausschüttung von Wachstumshormon (GH) und wird in Forschungsprotokollen fast immer in Kombination mit dem GHRP Ipamorelin angewendet, die duale Aktivierung von GHRH-R (CJC-1295) und GHS-R1a (Ipamorelin) erzeugt einen synergistischen, überadditiven GH-Puls und bildet den klassischen "GHRH/GHRP-Stack". Auf dem Markt wird die Kombination häufig als gemeinsames Vial (typischerweise 5 mg CJC-1295 no DAC + 5 mg Ipamorelin) angeboten.
Wirkungsweise
- Bindet an GHRH-Rezeptoren in der Hypophyse
- Löst eine langanhaltende, mehrfache GH-Ausschüttung aus
- GH stimuliert die Leber zur IGF-1-Produktion, der eigentliche Muskelbaustoff
- Anstieg von GH und IGF-1 über Tage nach einer einzigen Injektion (DAC-Variante)
CJC-1295 bindet an GHRH-Rezeptoren im vorderen Hypophysenlappen und stimuliert dort die Synthese und Sekretion von Wachstumshormon. Die DAC-Modifikation ermöglicht kovalente Albumin-Bindung, was die Halbwertszeit von Minuten auf Tage verlängert.
Spricht dafür
- Die erwünschte Wirkung „Wachstumshormon-Stimulation“ ist in Humanstudien belegt.
- Die erwünschte Wirkung „IGF-1-Erhöhung“ ist in Humanstudien belegt.
Spricht dagegen
- Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
- In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
Wirkungen und Anwendungsgebiete
In Studien und der Forschungsgemeinschaft werden folgende Effekte beobachtet:
- Erhöhung der basalen GH- und IGF-1-Spiegel
- Verbesserte Regeneration nach Training
- Potenzielle Unterstützung beim Muskelaufbau (meist in Kombination mit Ipamorelin)
- Verbesserte Schlafqualität (GH-Ausschüttung erfolgt v.a. in Tiefschlafphasen)
- Häufig mit einem GHRP wie Ipamorelin kombiniert für synergistischen Effekt
Wachstumshormon-Stimulation
Nachgewiesene 2–10-fache Erhöhung der GH-Spiegel in Human-Studien.
PubMed-Quelle →Fettabbau
Lipolytische Effekte durch erhöhte GH-Spiegel.
Dosierung und Anwendung
Forschungskreise berichten folgende Protokolle, keine davon sind klinisch standardisiert:
- CJC-1295 mit DAC: 1–2 mg 1–2× pro Woche subkutan
- Mod GRF 1-29 (ohne DAC): 0,1 mg je Injektion, 2–3× täglich (pulsartig)
- Meist kombiniert mit Ipamorelin (0,1 mg) für synergistischen GH-Puls
Studien-Dosierungen
| Anwendung / Phase | Dosis | Frequenz | Hinweis |
|---|---|---|---|
| CJC-1295 DAC. Langzeitform | 1 mg | 1–2× pro Woche | HWZ ~7 Tage, häufig mit Ipamorelin kombiniert |
| Mod GRF 1-29. Kurzform | 0,1 mg | 2–3× täglich, nüchtern | HWZ ~30 min, pulsatiler GH-Anstieg. ANDERE Verbindung als DAC-Form |
Anwendungsformen
- Subkutane Injektion (Bauch, Oberschenkel)
- Pulverzustand, muss mit bakteriostatischem Wasser rekonstituiert werden
- Kühlkettenpflichtig (2–8 °C), nach Rekonstitution begrenzt haltbar
- Mod GRF: nüchtern injizieren (kein Insulin-Spike), dann 20–30 min warten
Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.
Nebenwirkungen und Risiken
GH-Peptide sind nicht harmlos bei dauerhafter Anwendung:
- Wassereinlagerungen, Kribbeln in Händen/Füßen (Karpaltunnel-ähnlich)
- Benommenheit, Kopfschmerz kurz nach Injektion
- Blutdruckabfall möglich
- Chronisch erhöhtes GH/IGF-1 → Insulinresistenz-Risiko
- Theoretisches Risiko für Tumorwachstum bei bestehenden Tumoren
- Unterdrückung der natürlichen GHRH-Achse bei langer Anwendung
Bekannte Nebenwirkungen
- •Wassereinlagerungen
- •Taubheitsgefühl in Extremitäten
- •Müdigkeit
- •Hypoglykämie (selten)
- •Karpaltunnelsyndrom bei langer Anwendung
Kontraindikationen
- •Aktive Krebserkrankungen
- •Diabetische Retinopathie
- •Sportler unter WADA-Kontrolle
- •Kinder und Jugendliche (Wachstumsstörung möglich)
Studienlage
CJC-1295 hat eine schmale Publikationslage, Evidenzniveau C:
- ✅ Humanstudien belegen: CJC-1295 erhöht GH- und IGF-1-Spiegel signifikant über Tage
- ✅ Keine schwerwiegenden Nebenwirkungen in Kurzzeitstudien
- ❌ Keine randomisierten Langzeitstudien zu Muskelmasse oder Leistung beim Menschen
- ⚠ Synergismus mit GHRP (z.B. Ipamorelin) gut dokumentiert, aber meist in Tiermodellen
The emerging landscape of performance-enhancing peptides modulating GH-IGF1 axis: bridging the gap between clinical evidence and patient self-administration
HumanDominikowski A, et al. (2026), Frontiers in Endocrinology
Eine Übersichtsarbeit kartiert die Evidenzlage leistungssteigernder Peptide entlang der GH-IGF-1-Achse und stellt die Lücke zwischen klinischen Daten und verbreiteter Selbstanwendung heraus. Für die meisten dieser Substanzen fehlen kontrollierte Studien am Menschen.
PubMed →A new era of doping? Use of peptide and peptide-analog drugs in recreational and professional sport and bodybuilding: a critical review
HumanCoutinho LFD, et al. (2026), The Journal of Sports Medicine and Physical Fitness
Die kritische Übersichtsarbeit beschreibt den Wandel des Dopings von anabolen Steroiden hin zu Peptiden wie CJC-1295, Ipamorelin und Sermorelin. Als zentrale Risiken benennt sie kardiovaskuläre Belastung, Insulinresistenz und eine unregulierte Lieferkette mit fehldeklarierten Produkten.
PubMed →Peptide Supplements and Their Therapeutic Applications in Sports Medicine
HumanTewari K, et al. (2026), The American journal of sports medicine
Ein Scoping Review untersuchte die Datenlage zu 6 Peptiden, darunter CJC-1295, für die muskuloskelettale Regeneration. Tierstudien zeigten vielversprechende, aber variable Effekte. Humanstudien waren begrenzt und…
PubMed →Rechtslage und Sport
- 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Nicht zugelassen. Eigenanwendung nicht legal, nur als Research Chemical (RUO) erhältlich.
- 🏅 WADA-Liste S2 (Peptid-Hormone), im Wettkampfsport weltweit verboten
- ⚠ „Research Chemical", darf legal nur für Forschung, nicht für Menschen erworben werden
Auf der WADA-Verbotsliste (S2). Im Sport verboten.
GHRH-Analogon mit/ohne DAC. Unter "Freisetzungsfaktoren für Hypophysenhormone" gelistet. In- und Out-of-Competition verboten.
Labormonitoring für Forschungszwecke
Kurzübersicht: IGF-1 ist der Schlüsselmarker für GH-Achsen-Aktivierung. Nüchternglukose überwacht das Insulinresistenz-Risiko.
CJC-1295 stimuliert die GH-Ausschüttung, was zu erhöhtem IGF-1 führt. IGF-1 ist der stabilste und praktischste Surrogatmarker für GH-Achsen-Aktivität.
Erhöhtes GH kann zu transienter Insulinresistenz führen. Nüchternglukose erfasst diesen Effekt frühzeitig.
Langzeitmarker für Glukosestoffwechsel: erfasst Insulinresistenz über 2–3 Monate.
Direkter Marker für Insulinresistenz in Kombination mit Nüchternglukose (HOMA-IR berechenbar).
GH beeinflusst die Schilddrüsenfunktion. TSH als Screening für mögliche Veränderungen.
+Optionale Tests (1)
GHRH-Analoga können Prolaktin leicht beeinflussen. Baseline-Wert zur Referenz empfohlen.
Alle Angaben dienen dem Forschungsmonitoring. Normalwerte variieren je nach Labor und Alter. Kein Ersatz für ärztliche Beurteilung.
Häufige Fragen zu CJC-1295
Was ist besser: CJC-1295 DAC oder Mod GRF 1-29?
Warum wird CJC-1295 fast immer mit Ipamorelin kombiniert?
Was sind die im Handel üblichen 5 mg/5 mg-Kombi-Vials?
Was ist der Unterschied zwischen CJC-1295 mit und ohne DAC?
Teil bekannter Peptid-Stacks
Werkzeuge
Die wichtigsten Kennzahlen für CJC-1295 sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.
Weitere Werkzeuge:Kosten-Rechner·Protokoll- & Kalender-Planer·Wirkungs-Timeline·Peptid-Vergleich·PeptidWiki-Assistent
Ipamorelin
Ipamorelin ist ein selektives Ghrelin-Mimetikum (GHS, Growth Hormone Secretagogue), das Wachstumshormon mit hoher Selektivität und minimalen Nebenwirkungen freisetzt.
TB-500
TB-500 ist ein synthetisches Fragment des körpereigenen Proteins Thymosin Beta-4 und wird für seine systemischen Heilungs- und Regenerationseigenschaften erforscht.
MK-677
Orales Ghrelin-Mimetikum / Wachstumshormon-Sekretagogum. Kein Peptid im engeren Sinne, aber peptidomimetisch. WADA-gesperrt. In der Forschung auf GH-Puls-Simulation untersucht.