Ipamorelin
Ipamorelin ist ein selektiver GH-Puls-Auslöser, es stimuliert gezielt Wachstumshormon, ohne Cortisol, Prolaktin oder Hunger anzuheben, was es zum saubersten GHRP der ersten Generation macht.
Fachangaben
Auch bekannt als: NNC 26-0161
Aib-His-D-2-Nal-D-Phe-Lys-NH2
Quick Start Guide
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Rechtlicher Hinweis
Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.
Was ist Ipamorelin und wie wirkt es?
Ipamorelin ist ein synthetisches Pentapeptid (5 Aminosäuren) und gehört zur Familie der GHRP (Growth Hormone Releasing Peptides). Es ahmt Ghrelin nach und bindet an den GHSR-1a-Rezeptor in der Hirnanhangsdrüse, um dort einen GH-Puls auszulösen. Die Besonderheit: Ipamorelin ist hochselektiv, es stimuliert fast ausschließlich GH-Ausschüttung, ohne gleichzeitig Cortisol oder Prolaktin zu erhöhen, was ältere GHRPs wie GHRP-6 als Nebenwirkung haben.
Ipamorelin ist ein pentapeptidisches GH-Sekretagogum, das selektiv an Ghrelin-Rezeptoren (GHSR-1a) im Hypothalamus und Hypophyse bindet. Es gilt als eines der selektivsten GHS-Peptide mit minimalem Einfluss auf Cortisol und Prolaktin, ein wesentlicher Vorteil gegenüber anderen GHS-Peptiden wie GHRP-6. In Forschungsprotokollen wird Ipamorelin fast immer mit dem GHRH-Analogon CJC-1295 (häufig als Mod GRF 1-29) gestackt, die Kombination beider Klassen erzeugt einen synergistischen, überadditiven GH-Puls und gilt als Standard-„GHRH/GHRP-Stack". Auf dem Markt wird die Kombination häufig auch als kombiniertes Vial (typischerweise 5 mg Ipamorelin + 5 mg CJC-1295 no DAC) angeboten.
Wirkungsweise
- Bindet an GHSR-1a (Ghrelin-Rezeptor) in der Hypophyse
- Löst einen sauberen, kurzen GH-Puls aus (~2 Stunden Halbwertszeit)
- GH stimuliert die Leber zur IGF-1-Produktion
- Kein relevanter Anstieg von Cortisol, Prolaktin oder Hunger, anders als GHRP-6
Ipamorelin stimuliert selektiv GHSR-1a-Rezeptoren und löst damit pulsatile Wachstumshormon-Ausschüttung aus. Im Gegensatz zu GHRP-6 erhöht es weder Cortisol noch Prolaktin signifikant, was es zum bevorzugten GHS für Langzeitanwendungen macht.
Spricht dafür
- Die erwünschte Wirkung „Selektive GH-Freisetzung“ ist in Tierstudien belegt.
- Für dieses Forschungsfeld ist die wissenschaftliche Studienlage vergleichsweise solide.
Spricht dagegen
- In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
- Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff zu allen Zeiten verboten (WADA-Klasse S2.2).
Wirkungen und Anwendungsgebiete
Ipamorelin wird in Forschungskreisen für folgende Effekte diskutiert:
- GH-Puls-Auslösung ohne Nebenwirkungen auf Stresshormone
- Verbesserte Regeneration und Gewebereparatur
- Mögliche Verbesserung der Körperzusammensetzung (Kombination mit CJC-1295)
- Bessere Schlafqualität durch Synchronisierung mit dem natürlichen GH-Profil
- Anti-Aging-Interesse wegen Normalisierung des GH-Spiegels
Selektive GH-Freisetzung
Pulsatile GH-Freisetzung ohne signifikante Cortisol- oder Prolaktin-Erhöhung.
PubMed-Quelle →Fettabbau
Durch GH-Erhöhung vermittelte lipolytische Effekte.
Schlafqualität
Viele Nutzer berichten über verbesserten Tiefschlaf durch nächtliche GH-Stimulation.
Dosierung und Anwendung
Keine offiziell zugelassene Humandosis. In Forschungskreisen üblich:
- 0,1–0,3 mg pro Injektion, 1–3× täglich
- Typisch: 0,1–0,2 mg abends (vor dem Schlafen) für maximalen Schlaf-GH-Puls
- Nüchtern injizieren. Insulin reduziert die GH-Antwort
Studien-Dosierungen
| Anwendung / Phase | Dosis | Frequenz | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Standard | 0,1–0,2 mg | 2–3× täglich | Kombination mit CJC-1295 od. Mod GRF 1-29 empfohlen |
| Schlafoptimierung | 0,2–0,3 mg | 1× vor dem Schlafen | Nüchtern für maximale GH-Antwort |
Anwendungsformen
- Subkutane Injektion (Bauch, Oberschenkel)
- Lyophilisiertes Pulver, Rekonstitution mit bakteriostatischem Wasser nötig
- Kühl lagern (2–8 °C), nach Rekonstitution zeitnah verbrauchen
- Häufig in Kombination mit CJC-1295 (synergistischer GH-Puls)
Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.
Nebenwirkungen und Risiken
Im Vergleich zu anderen GHRPs gilt Ipamorelin als verträglich:
- Leichte Rötung/Schmerz an der Einstichstelle
- Gelegentlich Kopfschmerzen, Schwindel, Flush nach Injektion
- Wassereinlagerungen bei höherer Dosierung möglich
- Kein signifikanter Hunger-Anstieg (Unterschied zu GHRP-6)
- Chronisch erhöhtes IGF-1, theoretisches Langzeitrisiko unklar
Bekannte Nebenwirkungen
- •Leichter Kopfschmerz (selten)
- •Kribbeln in den Extremitäten
- •Müdigkeit
- •Wassereinlagerungen (selten)
Kontraindikationen
- •Aktive Krebserkrankungen
- •Sportler unter WADA-Kontrolle
Studienlage
Ipamorelin hat eine schmale Publikationslage, Evidenzniveau B:
- ✅ Humanstudien: klinisch gut verträglich, sauberes GH-Puls-Profil
- ✅ Weniger Cortisol/Prolaktin-Anstieg als GHRP-6 oder GHRP-2, in direkten Vergleichsstudien
- ⚠ Keine kontrollierten Studien zu Muskelmasse oder Athletik beim Menschen
- ❌ Langzeitdaten fehlen
The emerging landscape of performance-enhancing peptides modulating GH-IGF1 axis: bridging the gap between clinical evidence and patient self-administration
HumanDominikowski A, et al. (2026), Frontiers in Endocrinology
Eine Übersichtsarbeit kartiert die Evidenzlage leistungssteigernder Peptide entlang der GH-IGF-1-Achse und stellt die Lücke zwischen klinischen Daten und verbreiteter Selbstanwendung heraus. Für die meisten dieser Substanzen fehlen kontrollierte Studien am Menschen.
PubMed →A new era of doping? Use of peptide and peptide-analog drugs in recreational and professional sport and bodybuilding: a critical review
HumanCoutinho LFD, et al. (2026), The Journal of Sports Medicine and Physical Fitness
Die kritische Übersichtsarbeit beschreibt den Wandel des Dopings von anabolen Steroiden hin zu Peptiden wie CJC-1295, Ipamorelin und Sermorelin. Als zentrale Risiken benennt sie kardiovaskuläre Belastung, Insulinresistenz und eine unregulierte Lieferkette mit fehldeklarierten Produkten.
PubMed →Peptide Supplements and Their Therapeutic Applications in Sports Medicine
HumanTewari K, et al. (2026), The American journal of sports medicine
Diese Übersichtsarbeit bewertete Ipamorelin und 5 weitere Peptide hinsichtlich ihrer Anwendung im Sport, genauer in der Muskel- und Skeletterholung. Tierstudien zeigten vielversprechende, aber variable Effekte…
PubMed →Rechtslage und Sport
- 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Nicht zugelassen. Eigenanwendung nicht legal, nur als Research Chemical (RUO) erhältlich.
- 🏅 WADA S2, verboten im Wettkampfsport
- ⚠ Nur als Research Chemical erhältlich, nicht für Humankonsum
WADA-Verbotsliste S2.
Explizit auf der WADA-Liste als GHRP. In- und Out-of-Competition verboten.
Labormonitoring für Forschungszwecke
Kurzübersicht: Ipamorelin gilt als cortisol-neutral, denn IGF-1 und Cortisol bestätigen diese Selektivität im Forschungskontext.
Primärer Wirksamkeitsmarker. Ipamorelin stimuliert GH pulsatil, was sich in IGF-1 widerspiegelt.
GH-Anstieg kann Insulinresistenz fördern. Ipamorelin zeigt diesen Effekt weniger stark als andere GHRPs, dennoch relevante Kontrolle.
Ipamorelin wirbt mit seiner Cortisol-Neutralität. Baselinewert und Verlauf belegen diese Eigenschaft.
GHRPs können Prolaktin erhöhen. Ipamorelin ist selektiver, aber Baseline-Dokumentation empfohlen.
+Optionale Tests (1)
In Kombination mit Glukose: HOMA-IR als Insulinresistenz-Index berechenbar.
Monitoring im Forschungskontext. Alle Werte sind laborabhängig. Für Verlaufskontrollen stets dasselbe Labor verwenden.
Häufige Fragen zu Ipamorelin
Warum wird Ipamorelin oft mit CJC-1295 kombiniert?
Gibt es Ipamorelin und CJC-1295 als gemeinsames Vial?
Was macht Ipamorelin besser als GHRP-6?
Wann soll man Ipamorelin injizieren?
Wird Ipamorelin meistens allein verwendet?
Teil bekannter Peptid-Stacks
Werkzeuge
Die wichtigsten Kennzahlen für Ipamorelin sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.
Weitere Werkzeuge:Kosten-Rechner·Protokoll- & Kalender-Planer·Wirkungs-Timeline·Peptid-Vergleich·PeptidWiki-Assistent
CJC-1295
CJC-1295 ist ein synthetisches Wachstumshormon-Releasing-Hormon (GHRH)-Analogon, das die Ausschüttung von Wachstumshormon aus der Hypophyse stimuliert.
TB-500
TB-500 ist ein synthetisches Fragment des körpereigenen Proteins Thymosin Beta-4 und wird für seine systemischen Heilungs- und Regenerationseigenschaften erforscht.
MK-677
Orales Ghrelin-Mimetikum / Wachstumshormon-Sekretagogum. Kein Peptid im engeren Sinne, aber peptidomimetisch. WADA-gesperrt. In der Forschung auf GH-Puls-Simulation untersucht.