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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen. Viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Mazdutid

Mazdutid ist ein wöchentlich gespritzter Doppel-Wirkstoff (GLP-1 und Glukagon) zur Gewichtsabnahme. In China ist es bereits zugelassen, als weltweit erster Wirkstoff dieser Klasse, in Deutschland, Österreich und der Schweiz dagegen nicht.

Solide EvidenzDE, AT, CH: Grauzone
AnwendungSubkutan (s.c.)
Typische DosisIn Studien 3–9 mg 1× wöchentlich nach Auftitration
Halbwertszeitmehrtägig (ermöglicht einmal wöchentliche Gabe, exakter Wert nicht öffentlich verifiziert)
PubMed-Studien49+
Fachangaben

Auch bekannt als: IBI362, LY3305677

Oxyntomodulin-Analogon mit Fettacyl-Modifikation (GLP-1/Glukagon-Dual-Agonist)

Quick Start Guide

Subkutan
3–9 mg in Studien, nach Auftitration
Wie oft
1× wöchentlich
Unter die Haut am Bauch, Injektionsstelle wechseln
Zeitpunkt
Tageszeitlich flexibel, gleicher Wochentag, unabhängig von Mahlzeiten
Wirkung ab wann
Appetitminderung nach 1–3 Tagen, Gewichtsverlust nach 2–4 Wochen
Lagerung
Keine belastbaren Angaben
24 Wochen in der Phase-2-Studie
Pause danach
Keine belastbaren Angaben
Die Dosisangaben stammen aus klinischen Studien. Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist Mazdutid und wie wirkt es?

Einfach erklärt

Mazdutid (Entwicklungsname IBI362) ist ein Doppel-Wirkstoff, der auf dem körpereigenen Darmhormon Oxyntomodulin aufbaut. Er spricht zwei Hormon-Schalter zugleich an: GLP-1 (dämpft den Appetit) und Glukagon (erhöht den Energieverbrauch). In China ist Mazdutid bereits zur Gewichtsregulation und für Typ-2-Diabetes zugelassen, im DACH-Raum ist es nicht verfügbar.

Mazdutid (IBI362, ursprünglich LY3305677 von Eli Lilly, in China von Innovent Biologics weiterentwickelt) ist ein synthetisches Analogon des körpereigenen Darmhormons Oxyntomodulin und aktiviert sowohl den GLP-1- als auch den Glukagon-Rezeptor. Eine Fettacyl-Modifikation verlängert die Wirkdauer und erlaubt eine einmal wöchentliche subkutane Gabe. Mazdutid wurde 2025 in China (NMPA) zur Gewichtsregulation und zur glykämischen Kontrolle bei Typ-2-Diabetes zugelassen, als erster GLP-1/Glukagon-Dual-Agonist weltweit. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es nicht zugelassen und nicht verfügbar.

Wirkungsweise

Einfach erklärt

Mazdutid kombiniert zwei sich ergänzende Wirkungen:

  • Der GLP-1-Anteil sorgt für Sättigung, langsamere Magenentleerung und bessere Blutzuckerwerte.
  • Der Glukagon-Anteil kurbelt den Energieverbrauch an und hilft, Leber- und Bauchfett abzubauen.
  • Eine Fettsäure-Kopplung verlängert die Wirkung auf eine Gabe pro Woche.

Mazdutid ist ein dualer GLP-1- und Glukagon-Rezeptor-Agonist auf Basis des Hormons Oxyntomodulin. Der GLP-1-Anteil vermittelt Sättigung, verzögerte Magenentleerung und glykämische Kontrolle, der Glukagon-Anteil steigert den Energieverbrauch und reduziert Leberfett sowie viszerales Fett. Die Fettacyl-Konjugation verlängert die Halbwertszeit für eine wöchentliche Gabe.

Spricht dafür

  • Die erwünschte Wirkung „Gewichtsreduktion (Phase 2)“ ist in Humanstudien belegt.
  • Die erwünschte Wirkung „Gewichtsreduktion (Phase 1b)“ ist in Humanstudien belegt.

Spricht dagegen

  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Diarrhö und Übelkeit.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

Die Daten stammen aus klinischen Studien am Menschen (Evidenzgrad B):

  • In einer Phase-2-Studie bei chinesischen Erwachsenen sank das Körpergewicht um bis zu rund 11 Prozent.
  • In einer früheren Phase-1b-Studie wurde bei der höchsten Dosis ein ähnlich starker Gewichtsverlust beobachtet.
  • Zusätzlich besserten sich Taillenumfang, Blutfette, Blutdruck, Leberwerte und die Insulinempfindlichkeit.

Gewichtsreduktion (Phase 2)

Solide EvidenzHuman

In einer 24-wöchigen Phase-2-Studie bei chinesischen Erwachsenen sank das Körpergewicht um bis zu −11,3% bei 6 mg gegenüber +1,0% unter Placebo.

PubMed-Quelle →

Gewichtsreduktion (Phase 1b)

Solide EvidenzHuman

In einer 12-wöchigen Phase-1b-Studie führte Mazdutid 9 mg zu −11,7% Gewichtsverlust gegenüber −1,8% unter Placebo.

PubMed-Quelle →

Metabolische Verbesserungen

Solide EvidenzHuman

In Studien zusätzlich Reduktion von Taillenumfang, Blutfetten, Blutdruck, Leberenzymen und Leberfett sowie verbesserte Insulinsensitivität.

PubMed-Quelle →

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

In den Studien wird einmal wöchentlich gespritzt und schrittweise gesteigert:

  • Eingesetzt wurden Dosen von etwa 3 bis 9 mg pro Woche.
  • Begonnen wird niedrig, um Magen-Darm-Beschwerden zu verringern.
Im DACH-Raum gibt es keine Zulassung und keine offizielle Dosierungsempfehlung, die Werte stammen aus Studien.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Wichtiger Hinweis: Alle Dosisangaben stammen aus klinischen Studien. Mazdutid ist in der DACH-Region nicht zugelassen, keine Anwendungsempfehlung.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzDauerHinweis
Adipositas (Phase-2-Studie)3 / 4,5 / 6 mg1× wöchentlich s.c.24 WochenAuftitration, stärkste Wirkung bei 6 mg
Höhere Dosis (Phase-1b/3-Studie)9 mg1× wöchentlich s.c.Keine Anwendungsempfehlung
Dosierungsrechner →

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Als Spritze unter die Haut, üblicherweise am Bauch.
  • Nur einmal pro Woche dank der langen Wirkdauer.
  • Eine Tablettenform gibt es nicht.
Subkutan (s.c.)

Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

Die häufigsten Nebenwirkungen sind typisch für diese Wirkstoffklasse:

  • Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, vor allem zu Beginn.
  • Verminderter Appetit.
  • Infektionen der oberen Atemwege.
  • Durch den Glukagon-Anteil kann die Herzfrequenz vorübergehend leicht ansteigen.

Bekannte Nebenwirkungen

  • Diarrhö
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Verminderter Appetit
  • Infektionen der oberen Atemwege
  • Möglicher transienter Anstieg von Herzfrequenz (Glukagon-bedingt)

Kontraindikationen

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Bekannte Überempfindlichkeit
  • Anwendung nur unter ärztlicher Begleitung

Studienlage

Einfach erklärt

Die Datenlage wächst, ist außerhalb Chinas aber noch begrenzt (Evidenzgrad B):

  • ✅ Phase-2- und Phase-1b-Studien mit deutlicher Gewichtsabnahme.
  • ✅ Zulassung in China auf Basis dortiger Studien.
  • ⚠ Für Europa liegen bislang keine Zulassungsstudien vor.

Cardiovascular Effects of Glucagon Receptor Signaling Alone and Combined With Glucagon-Like Peptide-1 Receptor Signaling in Multiagonists: A Narrative Review With a Translational Focus

Human

Kushner PR, et al. (2026), Journal of the American Heart Association

Eine Übersicht zu GCGR/GLP-1-Rezeptor-Dualagonisten wie Mazdutid zeigte in klinischen Studien eine Herzfrequenzerhöhung ähnlich GLP-1-Monoagonisten sowie eine Senkung von Blutdruck und Hyperglykämie.

PubMed →

Beyond weight loss: multisystem benefits of obesity medications

Human

Savas M, et al. (2026), The lancet. Diabetes & endocrinology

Dieser Review untersuchte Mazdutid und andere Adipositas-Medikamente. Er zeigte deren pleiotrope Effekte auf Begleiterkrankungen, teils unabhängig vom Gewichtsverlust, basierend auf Humanstudien.

PubMed →

Mazdutide and Orforglipron-New Evidence in Obesity and Diabetes

Human

Gadde KM, et al. (2026), JAMA

Dieser Kommentar diskutiert neue Erkenntnisse zu Mazdutid und Orforglipron in Bezug auf Adipositas und Diabetes. Die Studie konzentriert sich auf menschliche Anwendungen.

PubMed →

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf meist als Forschungschemikalie (RUO).
  • 🇨🇳 China: zur Gewichtsregulation und für Typ-2-Diabetes zugelassen.
  • 🏅 WADA: nicht namentlich auf der Verbotsliste 2026.
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone

In China (NMPA) 2025 zur Gewichtsregulation und für Typ-2-Diabetes zugelassen, weltweit erster zugelassener GLP-1/Glukagon-Dual-Agonist. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in der EU und den USA besteht KEINE Zulassung (Stand 2026), der Wirkstoff ist in der DACH-Region nicht verfügbar und gilt dort als Forschungspräparat (RUO). Eigenimport und -anwendung erfolgen auf eigene Verantwortung.

Im SportWADA: Erlaubt

Nicht namentlich auf der WADA Prohibited List 2026.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Häufige Fragen zu Mazdutid

Ist Mazdutid in Deutschland erhältlich?
Nein. Mazdutid ist ausschließlich in China zugelassen (seit 2025) und in Deutschland, Österreich und der Schweiz weder zugelassen noch verfügbar. Es gilt in der DACH-Region als Forschungspräparat.
Was ist das Besondere an Mazdutid?
Mazdutid war der weltweit erste GLP-1/Glukagon-Dual-Agonist, der eine Marktzulassung erhielt (China, 2025). Anders als reine GLP-1-Agonisten aktiviert es zusätzlich den Glukagon-Rezeptor, was den Energieverbrauch steigern und Leberfett reduzieren soll.
Wie wirksam ist Mazdutid in Studien?
In der Phase-2-Studie bis zu −11,3% Körpergewicht über 24 Wochen, in höher dosierten Phase-3-Studien (GLORY-Programm) wurden noch stärkere Effekte berichtet. Höhere Phase-3-Werte aus Pressemeldungen sind noch nicht vollständig peer-reviewed publiziert.
Kann ich Mazdutid in Deutschland bekommen?
Nicht als Arzneimittel. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es nicht zugelassen, ein Bezug erfolgt allenfalls im Graubereich als Forschungschemikalie.
Worin unterscheidet es sich von Semaglutid?
Semaglutid wirkt nur über GLP-1. Mazdutid ergänzt zusätzlich den Glukagon-Weg, der den Energieverbrauch steigert und gezielt Leberfett angeht.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für Mazdutid sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite3–9 mg
niedrig · 3 mghoch · 9 mg
Frequenz: 1×/Woche
Im Dosierungsrechner öffnen
Fact Sheet

Weitere Werkzeuge:Kosten-Rechner·Protokoll- & Kalender-Planer·Wirkungs-Timeline·Peptid-Vergleich·PeptidWiki-Assistent

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