P-21 (P021)
P-21 ist ein winziges CNTF-Mimetikum, das in Alzheimer-Mausmodellen BDNF erhöht, ein früher Forschungskandidat ohne jegliche Humandaten.
Fachangaben
CNTF-Mimetikum / Ciliary Neurotrophic Factor Peptid-Mimetikum (tetrameres Peptid)
Auf einen Blick
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Rechtlicher Hinweis
Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.
Was ist P-21 (P021) und wie wirkt es?
P-21 (P021) ist ein synthetisches Tetrapeptid (4 Aminosäuren), das die CNTF-Bindungsdomäne nachahmt. CNTF (Ciliary Neurotrophic Factor) ist ein körpereigener Nervenwachstumsfaktor, der das Überleben von Motoneuronen und anderen Nervenzellen fördert. P-21 wurde als kleines Mimetikum entwickelt, das CNTF-Effekte imitiert, aber kleiner und theoretisch besser Blut-Hirn-Schranken-gängig ist. Präklinische Studien aus dem Bredesen-Forschungsumfeld zeigten Effekte in Alzheimer-Mausmodellen. Humanstudien existieren nicht.
P-21 (auch P021 oder "Peptide 21") ist ein synthetisches tetrameres Peptidmimetikum, das die CNTF (Ciliary Neurotrophic Factor)-Bindungsdomäne nachahmt. Es wurde als kleines Molekül konzipiert, das die neurotrophen Effekte von CNTF ohne dessen Nebenwirkungsprofil imitieren soll. CNTF ist ein körpereigener Nervenwachstumsfaktor, der das Überleben von Motoneuronen und anderen Nervenzellen fördert. P-21 wurde als vereinfachtes Mimetikum mit verbesserter Blut-Hirn-Schranken-Durchgängigkeit entwickelt. Präklinische Studien aus dem Bredesen-Forschungsumfeld und verwandten Gruppen zeigten, dass P-21 in Tiermodellen BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) hochreguliert und neuroprotektive Effekte in Alzheimer-Mausmodellen zeigte. Diese Ergebnisse sind früh und nicht repliziert. Humanstudien existieren nicht. Die Evidenzbasis ist sehr begrenzt und die Substanz wissenschaftlich schwach charakterisiert.
Wirkungsweise
- Aktiviert CNTF-Rezeptorkomplex (CNTFRα/gp130/LIFR-β)
- Downstream: JAK/STAT3-Signalweg → BDNF-Transkription erhöht
- Effekte auf Tau-Phosphorylierung und Amyloid-Prozessierung (präklinisch)
- SIRT1-Aktivierung, GSK-3β-Hemmung in Tiermodellen beschrieben
P-21 aktiviert den CNTF-Rezeptorkomplex (CNTFRα/gp130/LIFR-β) und downstream den JAK/STAT3-Signalweg. Dies führt zu erhöhter BDNF-Transkription. Zusätzlich wurden Effekte auf Tau-Phosphorylierung und Amyloid-Prozessierung in Alzheimer-Modellen beschrieben (präklinisch).
Spricht dafür
- Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff nach aktueller WADA-Liste nicht verboten.
Spricht dagegen
- Die Forschung ist sehr begrenzt und überwiegend auf Labor- und Tierversuche beschränkt — verlässliche Studien am Menschen fehlen weitgehend.
- In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
Wirkungen und Anwendungsgebiete
Alle Daten aus Tier- und Zellmodellen:
- BDNF-Hochregulation in Rodent-Alzheimer-Modellen
- Kognitive Verbesserungen in transgenen Mäusen
- Potenzielle Tau-Pathologie-Reduktion
Dosierung und Anwendung
Keine Humandosen etabliert:
- 0,1–0,5 mg täglich intranasal oder subkutan (Forschungskreise)
- Tiermodell-Dosen nicht direkt übertragbar
Studien-Dosierungen
| Anwendung / Phase | Dosis | Frequenz | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Keine Dosierungsdaten verfügbar | |||
Anwendungsformen
- Intranasal oder subkutan in Forschungsprotokollen
- Kleines Tetrapeptid, oral wahrscheinlich schnell abgebaut
- Kühlkettenpflichtig
Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.
Nebenwirkungen und Risiken
Sicherheitsprofil: vollständig unbekannt.
- Keine Humantoxikologie-Daten
- JAK/STAT3-Aktivierung: theoretisches Risiko für Zellproliferation
- Langzeiteffekte auf Nervenwachstum: unbekannt
Bekannte Nebenwirkungen
- •Keine validierten Humansicherheitsdaten
Kontraindikationen
- •Anwendung am Menschen ohne klinische Datengrundlage
- •Schwangerschaft und Stillzeit
Studienlage
P-21 hat eine schmale Publikationslage, Evidenzniveau D:
- ⚠ Präklinische Studien: BDNF-Anstieg und kognitive Effekte in transgenen Alzheimer-Mäusen
- ❌ Keine unabhängige Replikation
- ❌ Keine Humanstudien
- ❌ Entwicklungsstand sehr früh, nicht in klinischer Pipeline
Rechtslage und Sport
- 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
- 🏅 Nicht auf der WADA-Liste
CNTF-Analogon. Nicht auf der WADA-Liste.
Häufige Fragen zu P-21 (P021)
Hat P-21 klinische Studien am Menschen?
Warum wird P-21 in Nootropika-Communities diskutiert?
Teil bekannter Peptid-Stacks
Werkzeuge
Die wichtigsten Kennzahlen für P-21 (P021) sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.
Weitere Werkzeuge:Kosten-Rechner·Protokoll- & Kalender-Planer·Wirkungs-Timeline·Peptid-Vergleich·PeptidWiki-Assistent
Semax
Semax ist ein russisches Nootropikum-Peptid, abgeleitet vom ACTH-Fragment 4-10. In der Forschung zeigt es kognitionsfördernde, neuroprotektive sowie antidepressive Eigenschaften.
Selank
Selank ist ein anxiolytisches (angstlösendes) Peptid, das vom körpereigenen Tuftsin abgeleitet ist und in Russland als Arzneimittel gegen Angststörungen und Stress zugelassen ist.
DSIP
Neuropeptid, das 1977 aus Kaninchenblut isoliert wurde. In der Forschung auf Schlafarchitektur und Stressachsen-Modulation untersucht. Limitierte Humanstudien.