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Forschung
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Spadin

Gln-Asn-Arg-Thr-Ser-Asn-Ala-Ser-Glu-Glu (TREK-1-Antagonist, sortilin-derived)

Auch bekannt als: PE-22-28, TREK-1-Antagonist, Sortilin-Fragment

Spadin ist ein antidepressiv wirkendes Peptid, das vom Sortilin-Propeptid abgeleitet ist und als selektiver TREK-1-Kanal-Inhibitor antidepressive Wirkungen innerhalb von 24 Stunden (ohne Einschleichen) in Tiermodellen zeigt.

Frühe Forschung🇩🇪 Grauzone🇦🇹 Grauzone🇨🇭 Grauzone
#73Rang 73 von 8026/100
~1–2 Stunden
Halbwertszeit
Täglich (Forschung)
Frequenz
0,05–0,2 mg/Tag
Typische Dosis
40+
PubMed-Studien
Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Risiko-Nutzen-Abwägung
020406080100RISIKONEUTRALNUTZENWIRD BERECHNET …
Hohes Risiko – kritisch prüfen
Das Nutzen-Risiko-Verhältnis ist ungünstig. Alternatives Peptid oder weitere Studienlage abwarten.
35
Composite Score / 100
Kritisch
Bewertungsfaktoren
Sicherheitsprofil40%35% Gew.
Evidenzqualität17%28% Gew.
Verträglichkeit35%24% Gew.
Mechanismus70%10% Gew.
Praktikabilität40%3% Gew.
0–39 · Hohes Risiko40–66 · Abwägen67–100 · Empfehlenswert

Kein Ersatz für medizinische Beratung. Composite-Score aus Ranking-Daten, Regulierungsstatus, Studienlage und Verträglichkeitsprofil — Stand 2025.

Zusammenfassung

Spadin ist ein antidepressives Peptid, das einen völlig neuen Mechanismus nutzt: Es blockiert den TREK-1-Kaliumkanal und wirkt in Tiermodellen innerhalb von 24 Stunden — ohne die 2–6 Wochen Einschleichzeit klassischer Antidepressiva.

Auf einen Blick

AnwendungIntraperitoneal (i.p.), Subkutan (s.c.), Intranasal
Typische Dosis0,05–0,2 mg/Tag
Halbwertszeit~1–2 Stunden

Vor- & Nachteile

Spricht dafür

  • Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.

Spricht dagegen

  • Die Forschung ist sehr begrenzt und überwiegend auf Labor- und Tierversuche beschränkt — verlässliche Studien am Menschen fehlen weitgehend.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Vollständig unbekanntes Humansicherheitsprofil und Potenziell: Herzrhythmusstörungen bei TREK-1-Blockade.

Mehr im Detail — zum Aufklappen

Was ist Spadin?Spadin (PE-22-28) ist ein 10-Aminosäuren-Fragment des Sortilin-Propeptids, 2010 am Institut de Pharmac…

Spadin (PE-22-28) ist ein 10-Aminosäuren-Fragment des Sortilin-Propeptids, 2010 am Institut de Pharmacologie Moléculaire et Cellulaire in Frankreich entdeckt. Es ist ein selektiver Antagonist des TREK-1-Kanals (TWIK-related K⁺ channel 1), der stark in limbischen Gehirnregionen exprimiert wird. TREK-1-knockout-Mäuse sind resistent gegenüber Depression — das zeigt: TREK-1-Blockade hat antidepressives Potenzial. In Tiermodellen wirkt Spadin innerhalb von 24 Stunden, ohne die übliche 2–6-wöchige Latenz klassischer SSRIs. Humandaten fehlen.

Wie wirkt es?Blockiert TREK-1-Kanal (Zwei-Poren-Domänen-Kaliumkanal, K2P)
  • Blockiert TREK-1-Kanal (Zwei-Poren-Domänen-Kaliumkanal, K2P)
  • TREK-1 reguliert Membranruhepotenzial in Hippocampus und Raphe-Neuronen
  • Blockade erhöht Erregbarkeit serotonerger Raphe-Neuronen
  • Schneller Serotonin- und BDNF-Anstieg im Hippocampus
  • Keine Toleranzentwicklung in Tiermodellen
Was kann es bewirken?Tiermodelle zeigen schnelle antidepressive Wirkung:

Tiermodelle zeigen schnelle antidepressive Wirkung:

  • Antidepressive Wirkung innerhalb von 24 Stunden (Forced Swim Test, Tail Suspension)
  • BDNF-Erhöhung im Hippocampus schnell und ohne Latenz
  • Kein Abhängigkeitspotenzial in Tiermodellen
  • Neuer Mechanismus unabhängig von Serotonin-Transporter-Hemmung

Alle Daten aus Tiermodellen. Keine Humanstudien. TREK-1-Kanal auch im Herz exprimiert — kardiale Sicherheit unbekannt.

Wie viel wird verwendet?Keine validierten Humandosen:

Keine validierten Humandosen:

  • Mausmodell: 1–3 mg/kg täglich intraperitoneal
  • 0,05–0,2 mg täglich subkutan/intranasal (Forschungskreise)
  • HWZ ~1–2 Stunden — möglicherweise mehrfach täglich nötig

Absolut keine klinischen Humandaten. TREK-1 auch im Herzmuskel: kardiales Sicherheitsrisiko nicht ausgeschlossen.

Wie wird es angewendet?Intraperitoneal in Tierversuchen (nicht für Menschen)
  • Intraperitoneal in Tierversuchen (nicht für Menschen)
  • Subkutan oder intranasal in Forschungskreisen
  • Kurze HWZ: Timing kritisch
  • Lyophilisiertes Pulver, Rekonstitution nötig
Gibt es Risiken?Sicherheitsprofil beim Menschen: vollständig unbekannt — mit ernstem theoretischem Risiko:

Sicherheitsprofil beim Menschen: vollständig unbekannt — mit ernstem theoretischem Risiko:

  • TREK-1-Kanal im Herzmuskel → Herzrhythmusstörungen bei Blockade möglich
  • Keine Humantoxikologie-Daten
  • TREK-1-Blockade systemisch: unbekannte Effekte auf Niere, Lunge, Nervensystem

Herzerkrankungen sind eine theoretische Kontraindikation (K⁺-Kanal-Interaktion). Humananwendung ohne klinische Grundlage.

Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungsc…
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • 🏅 Nicht auf der WADA-Liste
Was sagen Studien?Spadin hat ~25 PubMed-Einträge, Evidenzniveau D:

Spadin hat ~25 PubMed-Einträge, Evidenzniveau D:

  • ✅ PLoS Biology 2010: Erstbeschreibung als selektiver TREK-1-Antagonist mit antidepressiver Wirkung
  • ✅ Schnelle Wirkung (<24h) in mehreren Mausmodellen repliziert
  • ✅ Mechanismus (TREK-1-Blockade → Serotonin/BDNF) gut charakterisiert
  • ❌ Keine Humanstudien
  • ⚠ Kein aktives klinisches Entwicklungsprogramm
Häufige Fragen
Was macht Spadin besonders im Vergleich zu SSRIs?
SSRIs brauchen 2–6 Wochen bis zur vollen Wirkung. Spadin zeigte in Tiermodellen antidepressive Effekte innerhalb von 24 Stunden — durch einen völlig anderen Mechanismus (TREK-1, kein Serotonin-Transporter). Das ist mechanistisch sehr interessant, aber ob es beim Menschen übertragbar ist, ist völlig offen.
Hat Spadin Potenzial als Medikament?
Theoretisch ja — schnell wirkende Antidepressiva mit neuem Mechanismus wären ein wichtiger Fortschritt (ähnlich dem Interesse an Ketamin). Aber Spadin hat noch nicht mal eine Phase-1-Studie begonnen. Kein aktives klinisches Entwicklungsprogramm ist bekannt.

Forschungsstand & Ranking

Evidenz
5/30
Sicherheit
10/25
Volumen
3/15
Rechtlich
4/15
Mechanismus
7/10
Prakt.
2/5
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Tools & Ressourcen

DosierungsrechnerMischungsverhältnis-RechnerFact Sheet (PDF/Druck)

Nächste Schritte

Schritt 1
Informieren

Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von Spadin gelesen.

✓ Abgeschlossen
2Schritt 2
Protokoll lesen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Forschungseinsatz.

3Schritt 3
Dosierung berechnen

Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.

4Schritt 4
Mischung vorbereiten

Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.

5Schritt 5
Fragen klären

Offene Fragen direkt an den KI-Assistenten stellen.

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