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Regeneration

TB-4 Fragment (Ac-SDKP)

TB-4 Fragment (Ac-SDKP) ist ein winziges Stück aus TB-500, das natürlich in deinem Blut vorkommt und übermäßige Narbenbildung hemmt, besonders relevant für Herz und Niere.

VorklinischDE, AT, CH: Grauzone#55Rang 55 von 8044/100
AnwendungSubkutan (s.c.)
Typische Dosis0,5–1,0 mg/Tag
Halbwertszeit~5–10 Minuten (systemisch, rascher Abbau durch ACE)
PubMed-Studien169+
Fachangaben

Auch bekannt als: Ac-SDKP, Seraspenide

N-Acetyl-L-seryl-L-α-aspartyl-L-lysyl-L-proline

Quick Start Guide

Subkutan
0,5–2,0 mg
Wie oft
1× täglich
Unter die Haut, Injektionsstelle wechseln
Zeitpunkt
Morgens nüchtern
Wirkung ab wann
Keine belastbaren Angaben
Lagerung
Pulver bei 2–8 °C, angemischt 28 Tage haltbar
8–12 Wochen
Pause danach
Keine belastbaren Angaben
Verboten (S2.3)
Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.Zum Protokoll

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist TB-4 Fragment (Ac-SDKP) und wie wirkt es?

Einfach erklärt

Wenn dein Körper Thymosin Beta-4 (das Protein hinter TB-500) abbaut, entsteht als Spaltprodukt ein winziges 4-Aminosäuren-Stück: Ac-SDKP, offiziell auch TB-4 Fragment genannt. Es kommt also ganz natürlich in deinem Blut vor. Interessant: Wer Blutdruckmedikamente (sogenannte ACE-Hemmer wie Ramipril) nimmt, hat bis zu fünfmal mehr davon im Blut, ein Hinweis, dass dieses Peptid möglicherweise für die positiven Herzeffekte dieser Medikamente mitverantwortlich ist.

TB-4 Fragment (auch bekannt als Ac-SDKP oder N-Acetyl-Seryl-Aspartyl-Lysyl-Prolin) ist ein tetrameres Peptid, das als natürliches Spaltprodukt von Thymosin Beta-4 (TB-4 bzw. TB-500) entsteht. Das Enzym Prolyl-Oligopeptidase (POP) setzt Ac-SDKP aus dem vollständigen TB-4-Molekül frei. Ac-SDKP kommt endogen in menschlichem Blutplasma und Urin vor und wird seit den 1990er Jahren als potenzieller Modulator hämatopoetischer Stammzellen untersucht. Frühe Studien zeigten, dass Ac-SDKP ruhende pluripotente hämatopoetische Stammzellen in der G0-Phase des Zellzyklus halten kann, ein Effekt, der in onkologischen Forschungsmodellen auf Interesse gestoßen ist. Darüber hinaus untersuchten Laborstudien die Rolle von Ac-SDKP bei Fibrosevorgängen. In präklinischen Herzfibrosemodellen zeigte das Fragment hemmende Effekte auf die Kollagenablagerung. Diese Beobachtungen stammen jedoch ausschließlich aus Tier- und Zellkulturmodellen, kontrollierte Humanstudien existieren nicht.

Wirkungsweise

Einfach erklärt

Ac-SDKP hat zwei Haupteffekte, die in der Forschung beobachtet wurden:

  • Stammzellen werden "ruhig gehalten", verhindert, dass sie sich unkontrolliert teilen (relevant in der Krebsforschung)
  • Fibrose wird gehemmt, das ist die übermäßige Narbenbildung, die Organe versteifen kann (z. B. nach einem Herzinfarkt)
  • Entzündungen werden reduziert. Makrophagen und Entzündungsboten werden gebremst

Ac-SDKP hemmt den Übergang von Stammzellen aus der G0- in die S-Phase des Zellzyklus (antiproliferativ auf Stammzellebene). Zusätzlich supprimiert es TGF-β1-vermittelte Fibroblasten-Aktivierung. Als ACE-Substrat (Angiotensin-Converting-Enzyme spaltet Ac-SDKP) könnte ACE-Hemmung die endogenen Spiegel erhöhen.

Spricht dafür

  • Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

Alle Erkenntnisse kommen aus Tier- und Laborstudien, keine direkten Human-Studien zur bewussten Anwendung:

  • Schutz vor Herzfibrose nach Herzinfarkten (Rattenmodelle)
  • Schutz vor Nierenfibrose
  • Hemmung der Blut-Stammzell-Teilung (in onkologischen Modellen untersucht)
  • Entzündungshemmung im Herz- und Nierengewebe

Hämatopoetische Modulation

VorklinischTier

Hält ruhende Blutstammzellen in der G0-Phase, was in onkologischen Modellen zum Schutz vor Chemotoxizität erforscht wurde.

Antifibrotische Wirkung

VorklinischTier

Hemmt in Herz- und Nierenmodellen signifikant die Kollagenablagerung und Fibroblasten-Proliferation (z.B. nach Infarkten).

Entzündungshemmung

VorklinischTier

Reduziert die Infiltration von Makrophagen und die Ausschüttung von proinflammatorischen Zytokinen in präklinischen Modellen.

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

Eine besondere Herausforderung: Die Halbwertszeit beträgt nur 5–10 Minuten, weil das Peptid sehr schnell abgebaut wird. Das macht eine klassische Dosierung schwierig:

  • 0,5–1,0 mg täglich (Forschungsprotokolle)
  • In Tierstudien oft als Dauerinfusion verabreicht, wegen des raschen Abbaus
Keine Einnahmeempfehlung. Forschungsdaten, keine Human-Zulassung. Wer ACE-Hemmer (Blutdruckmittel) einnimmt, hat bereits erhöhte natürliche Spiegel im Körper. Wechselwirkungen sind möglich.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
Forschungsanwendung1–2 mg1× täglichWegen der extrem kurzen Halbwertszeit in Tierstudien oft als Dauerinfusion erforscht.
Dosierungsrechner →Best-Practice Protokoll ansehen

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Spritze unter die Haut (subkutan), die einzige praktikable Methode
  • Orale Einnahme ist wegen des sehr raschen Abbaus kaum sinnvoll
Subkutan (s.c.)

Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

Das Human-Nebenwirkungsprofil ist weitgehend unbekannt. Theoretische Risiken:

  • Mögliche Beeinflussung der Blutbildung bei Langzeitanwendung
  • Kardiovaskuläre Wechselwirkungen aufgrund der ACE-Interaktion
Wer ACE-Hemmer (z. B. Ramipril, Enalapril) einnimmt, muss besonders vorsichtig sein: Diese Medikamente erhöhen den natürlichen Ac-SDKP-Spiegel bereits stark, eine zusätzliche externe Gabe könnte zu unbekannten Wechselwirkungen führen.

Bekannte Nebenwirkungen

  • Human-Nebenwirkungsprofil weitgehend unbekannt
  • Theoretische Interaktion mit der Blutbildung bei Langzeitanwendung

Kontraindikationen

  • Fehlende Humandaten
  • Kardiovaskuläre Vorerkrankungen (aufgrund der ACE-Interaktion)

Studienlage

Einfach erklärt

Interessanterweise gibt es sehr viele Studien, aber zum natürlichen Molekül, nicht zur bewussten Anwendung:

  • ✅ Breite Publikationslage zu Ac-SDKP als endogenes Molekül
  • ✅ Starke Datenlage zur antifibrotischen Wirkung in Tiermodellen
  • ❌ Keine kontrollierten Studien zur direkten Anwendung beim Menschen
  • ⚠ Viele Erkenntnisse kommen indirekt aus ACE-Hemmer-Studien

Ac-SDKP modulates apoptosis via HSP27 and the FAS/FASL and mitochondrial axes

Tier

Guo W, et al. (2026), Animal models and experimental medicine

Ac-SDKP zeigte in Ratten eine Linderung silikoseinduzierter Lungenfibrose und reduzierte Apoptose. In vitro modulierte es Apoptose in A549- und MEF-Zellen über HSP27-vermittelte FAS/FASL- und mitochondriale Signalwege.

PubMed →

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • Weniger WADA-relevant als das vollständige TB-500, aber sportrechtlich ebenfalls unklar
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone

Nicht als Arzneimittel zugelassen. Forschungschemikalie. Ac-SDKP (Tetrapeptid) ist ein natürliches Spaltprodukt von Thymosin Beta-4 mit eigenständigem antifibrotischem Profil und nicht namentlich auf der WADA 2026 Prohibited List geführt. Als TB4-Derivat kann es jedoch potenziell unter die Sammelkategorie S2.2 (Thymosin-β4-Derivate / Growth Factors) fallen, für Wettkampfsportler ist von Verwendung abzuraten. Im Freizeitbereich sportrechtliche Grauzone.

Im SportWADA: Verboten (S2.3)

Fragment von Thymosin Beta-4. Explizit unter "Analoga" von Tß4 gelistet. In- und Out-of-Competition verboten.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Häufige Fragen zu TB-4 Fragment (Ac-SDKP)

Ist TB-4 Fragment dasselbe wie TB-500?
Nein. TB-500 ist das vollständige Thymosin Beta-4 (76 Aminosäuren). TB-4 Fragment (Ac-SDKP) ist nur ein 4-AS-Spaltprodukt davon, das endogen im Körper vorkommt und andere Eigenschaften aufweist.
Warum haben ACE-Hemmer einen Einfluss auf dieses Peptid?
Ac-SDKP wird im Körper natürlicherweise durch das Angiotensin-Converting Enzyme (ACE) abgebaut. Patienten, die ACE-Hemmer (z.B. Ramipril) einnehmen, haben bis zu 5-fach erhöhte Ac-SDKP-Spiegel. Man vermutet, dass ein Teil der positiven kardioprotektiven Eigenschaften von ACE-Hemmern durch dieses Peptid vermittelt wird.
Warum erhöhen ACE-Hemmer das Peptid im Blut?
Das Enzym ACE (Angiotensin-Converting-Enzyme) baut Ac-SDKP normalerweise ab. ACE-Hemmer blockieren genau dieses Enzym, dadurch steigt der Ac-SDKP-Spiegel auf das Fünffache. Manche Forscher vermuten, dass ein Teil der herzschützenden Wirkung von ACE-Hemmern durch Ac-SDKP vermittelt wird.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für TB-4 Fragment (Ac-SDKP) sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite0,5–2 mg
niedrig · 0,5 mghoch · 2 mg
Frequenz: 2–3× wöchentlich
Im Dosierungsrechner öffnen
Mischverhältnis
Konzentration1 mg/ml
Abzug50 U
020406080100U50.0 U0.500 ml
5 mg Vial + 5 ml Wasser · Beispiel-Abzug für 0,5 mg
Im Mischungsverhältnis-Rechner öffnen
Bewährtes Protokoll
Titrationsschema2 Phasen
Zyklus: 8–12 Wochen.
1× täglich subkutan.
Zum Protokoll
Fact Sheet

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