Cartalax
Cartalax ist ein russisches Forschungspeptid für Knorpel und Bindegewebe, mit extrem wenig Evidenz und möglicherweise identischer Sequenz wie Epithalon.
Fachangaben
Auch bekannt als: Cartalax Peptide
Tetrapeptid (Khavinson-Peptid. Sequenzangaben uneinheitlich: AEDG oder AEDL)
Quick Start Guide
SubkutanGrundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.
Rechtlicher Hinweis
Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.
Was ist Cartalax und wie wirkt es?
Cartalax stammt aus der Forschungsgruppe von Vladimir Khavinson (St. Petersburg), der zahlreiche kleine Peptide für spezifische Körpergewebe entwickelt hat. "Cartalax" leitet sich von "cartilago" (lateinisch: Knorpel) ab, es ist also gedacht als Peptid, das speziell auf Knorpelzellen wirkt. Es besteht aus nur 4 Aminosäuren. Interessant (und etwas verwirrend): Die Sequenz ähnelt stark dem viel bekannteren Epithalon, möglicherweise sind sie sogar identisch, aber die Literaturlage ist unklar.
Cartalax ist ein synthetisches Tetrapeptid aus der Forschungsgruppe von Vladimir Khavinson, das für Knorpel (lateinisch: "cartilago") und Bindegewebe als Zielgewebe konzipiert wurde. Die Namensgebung leitet sich von "cartilag-" (Knorpel) ab. Wie alle Khavinson-Tetrapeptide teilt Cartalax das theoretische Framework der gewebespezifischen Peptid-Bioregulation. Die Sequenzangaben in der verfügbaren Literatur sind uneinheitlich: Einige Quellen nennen Ala-Glu-Asp-Gly (AEDG), identisch zu Epithalon, andere geben Ala-Glu-Asp-Leu (AEDL) als Cartalax-Sequenz an. Eine eindeutige, unabhängig replizierte Charakterisierung fehlt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Cartalax nicht als Arzneimittel zugelassen. Die Evidenzbasis ist extrem schwach und nicht international repliziert.
Wirkungsweise
Der postulierte Mechanismus (von der Khavinson-Gruppe selbst beschrieben, nicht unabhängig bestätigt):
- Das Peptid soll direkt in den Zellkern von Knorpelzellen (Chondrozyten) eindringen
- Dort soll es Gene aktivieren, die für die Produktion von Knorpelmaterial zuständig sind
- Das theoretische Konzept: gewebespezifische DNA-Bioregulation
Postulierter Khavinson-Mechanismus: gewebespezifische DNA-Interaktion in Knorpelzellen (Chondrozyten) zur Modulation von Kollagen- und Proteoglykan-Genexpression. Nicht validiert.
Spricht dafür
- Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff nach aktueller WADA-Liste nicht verboten.
Spricht dagegen
- Die Forschung ist sehr begrenzt und überwiegend auf Labor- und Tierversuche beschränkt — verlässliche Studien am Menschen fehlen weitgehend.
- In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
Wirkungen und Anwendungsgebiete
Die Evidenz ist sehr schwach:
- Möglicherweise: Anregung der Knorpelreparatur in Knorpelzellen (nur Zellstudien)
- ❌ Keine Tierstudien mit nachgewiesener Wirkung
- ❌ Keine Human-Studien
Knorpel-Bioregulation
In russischen Zellstudien wurde eine Modulation der Kollagen- und Proteoglykan-Genexpression postuliert.
Dosierung und Anwendung
In Forschungsprotokollen werden genannt:
- 2–5 mg täglich (Forschungsanwendung)
- Sehr schwache Evidenzbasis für jede genannte Dosierung
Studien-Dosierungen
| Anwendung / Phase | Dosis | Frequenz | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Forschungsanwendung (Tier) | 0,1–0,5 mg | Täglich | Sehr schwache Evidenzbasis. |
Anwendungsformen
- Spritze unter die Haut (subkutan), die einzige beschriebene Methode
- Halbwertszeit sehr kurz (Minuten bis wenige Stunden)
Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.
Nebenwirkungen und Risiken
Das Sicherheitsprofil ist praktisch unbekannt:
- Keine validierten Humansicherheitsdaten
- Keine Langzeitdaten
- Keine unabhängigen Studien zu Nebenwirkungen
Bekannte Nebenwirkungen
- •Keine validierten Humansicherheitsdaten
Kontraindikationen
- •Humananwendung ohne klinische Grundlage
Studienlage
Die Forschungslage ist außergewöhnlich dünn:
- ❌ Sehr schmale Publikationslage zu Cartalax
- ❌ Alle Studien sind Zellkultur-Experimente (In-vitro)
- ❌ Keine Tierversuche, keine Human-Studien
- ⚠ Alle Studien stammen von derselben russischen Forschungsgruppe, keine unabhängige Replikation
Effect of peptide bioregulator Cartalax on cartilage tissue
In-vitroKhavinson VKh, et al. (2008),
Zellstudie, die nahelegt, dass Cartalax in Chondrozyten reparative Genexpression aktiviert.
Rechtslage und Sport
- 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
Russische Forschungschemikalie. In Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht als Arzneimittel zugelassen.
Khavinson-Tetrapeptid für Knorpel. Nicht auf der WADA-Liste.
Häufige Fragen zu Cartalax
Ist Cartalax dasselbe wie Epithalon?
Warum ist Cartalax in der PeptidWiki gelistet, wenn die Evidenz so schwach ist?
Teil bekannter Peptid-Stacks
Werkzeuge
Die wichtigsten Kennzahlen für Cartalax sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.
Weitere Werkzeuge:Kosten-Rechner·Protokoll- & Kalender-Planer·Wirkungs-Timeline·Peptid-Vergleich·PeptidWiki-Assistent
Epithalon
Epithalon ist ein synthetisches Tetrapeptid (4 Aminosäuren), das von der Zirbeldrüse (Pinealdrüse) abgeleitet ist und in der Longevity-Forschung vor allem wegen der Telomerase-Aktivierung untersucht wird.
Thymalin
Aus Thymusdrüse extrahiertes Peptid-Gemisch. Hauptsächlich in russischer Forschungsliteratur untersucht. Immunmodulatorisches Potenzial in Tiermodellen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz Graubereich.
Cortagen
Synthetisches Tetrapeptid aus der russischen Khavinson-Peptid-Forschung, konzipiert für Herzgefäß-Gewebe, mit sehr limitierter und primär russischsprachiger Evidenzbasis.