Die Inhalte von PeptidWiki dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung, sind ausdrücklich keine Empfehlung und ersetzen keine medizinische Beratung.

Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen — viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

Inhalte werden mit Sorgfalt recherchiert, aber ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität bereitgestellt.

Forschung
Zelluläre Reprogrammierung: Erster Humanversuch für Augenzellen
Alle News →
Gehirn & Kognition

Dihexa

N-hexanoic acid-Tyr-Ile-His-Pro-Phe-OH (Hexanoyl-angiotensin IV analog)

Auch bekannt als: PNB-0408, Angiotensin IV-Analogon

Dihexa ist ein synthetisches Angiotensin-IV-Analogon mit außergewöhnlich starker nootropischer Wirkung in Tiermodellen — gilt als eines der potentesten bisher beschriebenen kognitiv-verbessernden Peptide.

Frühe Forschung🇩🇪 Grauzone🇦🇹 Grauzone🇨🇭 Grauzone
#62Rang 62 von 8035/100
> 24 Stunden (metabolisierungsresistent durch Hexanoyl-Modifikation)
Halbwertszeit
Täglich (oral/nasal)
Frequenz
2–10 mg/Tag
Typische Dosis
17+
PubMed-Studien
Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Risiko-Nutzen-Abwägung
020406080100RISIKONEUTRALNUTZENWIRD BERECHNET …
Hohes Risiko – kritisch prüfen
Das Nutzen-Risiko-Verhältnis ist ungünstig. Alternatives Peptid oder weitere Studienlage abwarten.
33
Composite Score / 100
Kritisch
Bewertungsfaktoren
Sicherheitsprofil32%35% Gew.
Evidenzqualität27%28% Gew.
Verträglichkeit20%24% Gew.
Mechanismus70%10% Gew.
Praktikabilität80%3% Gew.
0–39 · Hohes Risiko40–66 · Abwägen67–100 · Empfehlenswert

Kein Ersatz für medizinische Beratung. Composite-Score aus Ranking-Daten, Regulierungsstatus, Studienlage und Verträglichkeitsprofil — Stand 2025.

Zusammenfassung

Dihexa gilt als das potenteste bekannte nootrope Peptid im Tiermodell — angeblich eine Million Mal stärker als BDNF bei der Synapsenbildung, aber ohne jede Humansicherheitsdaten.

Auf einen Blick

AnwendungOral, Topisch, Subkutan (s.c.)
Typische Dosis2–10 mg/Tag
Halbwertszeit> 24 Stunden (metabolisierungsresistent durch Hexanoyl-Modifikation)

Vor- & Nachteile

Spricht dafür

  • Die Anwendung ist vergleichsweise einfach, da der Wirkstoff oral eingenommen werden kann.

Spricht dagegen

  • Die Forschung ist sehr begrenzt und überwiegend auf Labor- und Tierversuche beschränkt — verlässliche Studien am Menschen fehlen weitgehend.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Vollständig unbekanntes Humansicherheitsprofil und Theoretisch: MET-Überaktivierung könnte Tumorwachstum fördern.

Mehr im Detail — zum Aufklappen

Was ist Dihexa?Dihexa (PNB-0408) ist ein synthetisches Angiotensin-IV-Analogon aus 5 Aminosäuren, entwickelt an der W…

Dihexa (PNB-0408) ist ein synthetisches Angiotensin-IV-Analogon aus 5 Aminosäuren, entwickelt an der Washington State University. Durch Hexanoyl-Modifikation am N-Terminus ist es stark metabolisierungsresistent (HWZ >24 Stunden) und oral bioverfügbar. Es aktiviert den HGF/MET-Signalweg — einen Wachstumsfaktor-Rezeptor, der Synapsenbildung und Neuroplastizität im Hippocampus fördert. In einer Studie war Dihexa ~1.000.000 Mal potenter als BDNF bei der Förderung von Synapsenbildung in hippocampalen Kulturen. Humandaten fehlen vollständig.

Wie wirkt es?Aktiviert HGF/MET-Signalweg (Hepatocyte Growth Factor-Rezeptor)
  • Aktiviert HGF/MET-Signalweg (Hepatocyte Growth Factor-Rezeptor)
  • Fördert Dendriten- und Synapsenbildung im Hippocampus
  • Erhöht Dichte dendritischer Dornen (Synapsen-Plastizität)
  • Steigert hippocampale Neurogenese
  • Oral bioverfügbar und Blut-Hirn-Schranken-gängig (in Tiermodellen)
Was kann es bewirken?Tiermodelle zeigen außergewöhnliche kognitive Effekte:

Tiermodelle zeigen außergewöhnliche kognitive Effekte:

  • Extreme Verbesserung von Lernleistung und Gedächtnis in Alzheimer-Mausmodellen
  • ~1.000.000× potenter als BDNF bei Synapsenbildung (in vitro)
  • Verbesserung skopolamin-induzierter kognitiver Defizite
  • Durch orale Einnahme wirksam — seltene Eigenschaft für Nootropika

Alle Daten aus Tiermodellen und in-vitro. Keine Humandaten. MET ist ein bekanntes Onkogen — die Sicherheitsfrage ist nicht beantwortet.

Wie viel wird verwendet?Keine validierten Humandosen.

Keine validierten Humandosen. In Forschungskreisen kursieren:

  • 2–10 mg täglich oral (Forschungskreise)
  • Tiermodell: 1 mg/kg täglich — nicht direkt übertragbar
  • Lange HWZ (>24h) — tägliche Gabe in Protokollen

Komplett unbekanntes Humansicherheitsprofil. MET-Überaktivierung könnte Tumorwachstum fördern.

Wie wird es angewendet?Oral (Kapsel/Lösung) — einzigartig für ein nootropes Peptid
  • Oral (Kapsel/Lösung) — einzigartig für ein nootropes Peptid
  • Topisch aufgetragen auch möglich (Biohacker-Berichte)
  • Subkutan ebenfalls beschrieben
  • Raumtemperaturstabiler als die meisten Peptide (Hexanoyl-Modifikation)
Gibt es Risiken?Sicherheitsprofil beim Menschen: vollständig unbekannt — mit ernstem theoretischem Risiko:

Sicherheitsprofil beim Menschen: vollständig unbekannt — mit ernstem theoretischem Risiko:

  • MET-Rezeptor ist bekanntes Onkogen — Überaktivierung könnte Tumorwachstum fördern
  • Keine Humantoxikologie-Daten
  • Keine kontrollierten Sicherheitsstudien am Menschen
  • Langzeiteffekte auf Neurogenese und Hirnstruktur: unbekannt

MET-Agonismus bei aktiver Krebserkrankung ist absolut kontraindiziert. Dihexa ist ein Forschungskandidat mit komplett unbekanntem Humansicherheitsprofil.

Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungsc…
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • 🏅 Nicht auf der WADA-Liste
Was sagen Studien?Dihexa hat ~30 PubMed-Einträge, Evidenzniveau D:

Dihexa hat ~30 PubMed-Einträge, Evidenzniveau D:

  • ✅ 2012: Dihexa ~1.000.000× potenter als BDNF bei hippocampaler Synapsenbildung (in vitro)
  • ✅ Kognitive Verbesserungen in Alzheimer-Tiermodellen mehrfach beschrieben
  • ⚠ Nur aus einer Forschergruppe — externe Replikation begrenzt
  • ❌ Keine Humanstudien, keine Phase-1-Studie
  • ❌ MET-Onkogen-Risiko nicht klinisch untersucht
Häufige Fragen
Ist Dihexa sicher für den Menschen?
Das ist schlicht unbekannt. Es gibt keine klinischen Studien am Menschen. Die theoretischen Bedenken um eine MET-Rezeptor-Überaktivierung sind nicht ausgeräumt — MET ist ein bekanntes Onkogen. Dihexa gilt als Forschungschemikalie mit komplett unbekanntem Humansicherheitsprofil.
Was bedeutet "1 Million Mal potenter als BDNF"?
Das bezieht sich auf die minimale Konzentration, die in hippocampalen Zellkulturen Synapsenbildung fördert — Dihexa wirkte im Femtomolarbereich, BDNF erst im Nanomolarbereich. Das ist ein in-vitro-Wert für einen spezifischen Assay, kein klinischer Vergleich. Extreme In-vitro-Potenz überträgt sich selten direkt auf klinische Wirkung.

Forschungsstand & Ranking

Evidenz
8/30
Sicherheit
8/25
Volumen
4/15
Rechtlich
4/15
Mechanismus
7/10
Prakt.
4/5
Alle Peptide im Ranking vergleichen →

Tools & Ressourcen

DosierungsrechnerMischungsverhältnis-RechnerFact Sheet (PDF/Druck)

Nächste Schritte

Schritt 1
Informieren

Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von Dihexa gelesen.

✓ Abgeschlossen
2Schritt 2
Protokoll lesen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Forschungseinsatz.

3Schritt 3
Dosierung berechnen

Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.

4Schritt 4
Mischung vorbereiten

Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.

5Schritt 5
Fragen klären

Offene Fragen direkt an den KI-Assistenten stellen.

Aktuelle News zu Dihexa
23. Apr. 2026

FDA streicht 12 Peptide von der „Do Not Compound"-Liste: was das wirklich heißt (und was nicht)

Am 22. April 2026 hat die US-Arzneimittelbehörde FDA zwölf populäre Peptide aus der strengsten Verbotskategorie ihrer Compounding-Liste entfernt. In Foren und Social Media liest sich das als „FDA-Zulassung". Das ist falsch. Wir ordnen ein, was tatsächlich passiert ist.

Alle News →
Weiterlesen
Alle Peptide im Wiki →