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Gehirn & Kognition

Dihexa

Dihexa gilt als das potenteste bekannte nootrope Peptid im Tiermodell, angeblich eine Million Mal stärker als BDNF bei der Synapsenbildung, aber ohne jede Humansicherheitsdaten.

Frühe ForschungDE, AT, CH: Grauzone#64Rang 64 von 8035/100
AnwendungOral, Topisch, Subkutan (s.c.)
Typische Dosis2–10 mg/Tag
Halbwertszeit> 24 Stunden (metabolisierungsresistent durch Hexanoyl-Modifikation)
PubMed-Studien17+
Fachangaben

Auch bekannt als: PNB-0408, Angiotensin IV-Analogon

N-hexanoic acid-Tyr-Ile-His-Pro-Phe-OH (Hexanoyl-angiotensin IV analog)

Auf einen Blick

AnwendungOral, Topisch, Subkutan (s.c.)
Typische Dosis2–10 mg/Tag
Halbwertszeit> 24 Stunden (metabolisierungsresistent durch Hexanoyl-Modifikation)
FrequenzTäglich (oral/nasal)
PubMed-Studien17+

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist Dihexa und wie wirkt es?

Einfach erklärt

Dihexa (PNB-0408) ist ein synthetisches Angiotensin-IV-Analogon aus 5 Aminosäuren, entwickelt an der Washington State University. Durch Hexanoyl-Modifikation am N-Terminus ist es stark metabolisierungsresistent (HWZ >24 Stunden) und oral bioverfügbar. Es aktiviert den HGF/MET-Signalweg, einen Wachstumsfaktor-Rezeptor, der Synapsenbildung und Neuroplastizität im Hippocampus fördert. In einer Studie war Dihexa ~1.000.000 Mal potenter als BDNF bei der Förderung von Synapsenbildung in hippocampalen Kulturen. Humandaten fehlen vollständig.

Dihexa (PNB-0408) wurde an der Washington State University von Joseph Harding und John Wright entwickelt. Es ist ein N-hexanoyl-modifiziertes Analogon von Angiotensin IV (AT4) mit drastisch verbesserter Metabolisierungsresistenz. In Tiermodellen zeigte Dihexa kognitive Verbesserungen, die laut einer Studie etwa 1 Million Mal potenter als BDNF waren, gemessen an der Förderschwelle für Synapsenbildung in hippocampalen Kulturen. In Alzheimermodellen und Modellen kognitiver Beeinträchtigung (Skopolamin-induziert) verbesserte es Lernfähigkeit und Gedächtnis. Humandaten fehlen vollständig.

Wirkungsweise

Einfach erklärt
  • Aktiviert HGF/MET-Signalweg (Hepatocyte Growth Factor-Rezeptor)
  • Fördert Dendriten- und Synapsenbildung im Hippocampus
  • Erhöht Dichte dendritischer Dornen (Synapsen-Plastizität)
  • Steigert hippocampale Neurogenese
  • Oral bioverfügbar und Blut-Hirn-Schranken-gängig (in Tiermodellen)

Dihexa wirkt als HGF/MET-Agonist: Es aktiviert den Hepatocyte Growth Factor (HGF)-Rezeptor MET, der Dendriten- und Synapsenbildung im Hippocampus fördert. Es erhöht die Dichte dendritischer Dornen, stärkt synaptische Plastizität und steigert hippocampale Neurogenese. Die Blut-Hirn-Schranken-Gängigkeit bei oraler Einnahme wurde in Tiermodellen nachgewiesen.

Spricht dafür

  • Die Anwendung ist vergleichsweise einfach, da der Wirkstoff oral eingenommen werden kann.
  • Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff nach aktueller WADA-Liste nicht verboten.

Spricht dagegen

  • Die Forschung ist sehr begrenzt und überwiegend auf Labor- und Tierversuche beschränkt — verlässliche Studien am Menschen fehlen weitgehend.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

Tiermodelle zeigen außergewöhnliche kognitive Effekte:

  • Extreme Verbesserung von Lernleistung und Gedächtnis in Alzheimer-Mausmodellen
  • ~1.000.000× potenter als BDNF bei Synapsenbildung (in vitro)
  • Verbesserung skopolamin-induzierter kognitiver Defizite
  • Durch orale Einnahme wirksam, seltene Eigenschaft für Nootropika
Alle Daten aus Tiermodellen und in-vitro. Keine Humandaten. MET ist ein bekanntes Onkogen, die Sicherheitsfrage ist nicht beantwortet.

Kognitive Verbesserung

VorklinischTier

In Tiermodellen extreme Verbesserung von Lernleistung und Gedächtnis, deutlich potenter als BDNF in vitro.

PubMed-Quelle →

Synapsenbildung

VorklinischTier

Fördert Dendriten- und Synapsenbildung im Hippocampus über HGF/MET-Signalweg.

Neuroprotection bei Alzheimer-Modellen

Frühe ForschungTier

Mildert kognitive Defizite in Alzheimer-Mausmodellen, keine Humandaten.

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

Keine validierten Humandosen. In Forschungskreisen kursieren:

  • 2–10 mg täglich oral (Forschungskreise)
  • Tiermodell: 1 mg/kg täglich, nicht direkt übertragbar
  • Lange HWZ (>24h), tägliche Gabe in Protokollen
Komplett unbekanntes Humansicherheitsprofil. MET-Überaktivierung könnte Tumorwachstum fördern.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
Kognitionsforschung (Tier)1 mg/kgTäglich oralNur Tiermodell-Referenz, keine humane Dosis etabliert
Dosierungsrechner →

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Oral (Kapsel/Lösung), einzigartig für ein nootropes Peptid
  • Topisch aufgetragen auch möglich (Biohacker-Berichte)
  • Subkutan ebenfalls beschrieben
  • Raumtemperaturstabiler als die meisten Peptide (Hexanoyl-Modifikation)
OralTopischSubkutan (s.c.)

Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

Sicherheitsprofil beim Menschen: vollständig unbekannt, mit ernstem theoretischem Risiko:

  • MET-Rezeptor ist bekanntes Onkogen. Überaktivierung könnte Tumorwachstum fördern
  • Keine Humantoxikologie-Daten
  • Keine kontrollierten Sicherheitsstudien am Menschen
  • Langzeiteffekte auf Neurogenese und Hirnstruktur: unbekannt
MET-Agonismus bei aktiver Krebserkrankung ist absolut kontraindiziert. Dihexa ist ein Forschungskandidat mit komplett unbekanntem Humansicherheitsprofil.

Bekannte Nebenwirkungen

  • Vollständig unbekanntes Humansicherheitsprofil
  • Theoretisch: MET-Überaktivierung könnte Tumorwachstum fördern
  • Keine kontrollierten Humandaten

Kontraindikationen

  • Jede aktive Krebserkrankung (MET-Agonismus)
  • Schwangerschaft
  • Fehlende Humansicherheitsdaten

Studienlage

Einfach erklärt

Dihexa hat eine schmale Publikationslage, Evidenzniveau D:

  • ✅ 2012: Dihexa ~1.000.000× potenter als BDNF bei hippocampaler Synapsenbildung (in vitro)
  • ✅ Kognitive Verbesserungen in Alzheimer-Tiermodellen mehrfach beschrieben
  • ⚠ Nur aus einer Forschergruppe, externe Replikation begrenzt
  • ❌ Keine Humanstudien, keine Phase-1-Studie
  • ❌ MET-Onkogen-Risiko nicht klinisch untersucht

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • 🏅 Nicht auf der WADA-Liste
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone

Kein Arzneimittel. Keine explizite gesetzliche Regelung. Besitz nicht verboten, Verkauf als Forschungschemikalie.

Im SportWADA: Erlaubt

HGF/MET-Potentiator. Nicht auf der WADA-Liste.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Häufige Fragen zu Dihexa

Ist Dihexa sicher für den Menschen?
Das ist schlicht unbekannt. Es gibt keine klinischen Studien am Menschen. Die theoretischen Bedenken um eine MET-Rezeptor-Überaktivierung (MET ist ein bekanntes Onkogen) sind nicht widerlegt. Dihexa gilt als Forschungschemikalie mit komplett unbekanntem Humansicherheitsprofil.
Warum wird Dihexa trotzdem verwendet?
Die in Tiermodellen berichteten kognitiven Effekte haben Aufmerksamkeit erzeugt, und einige Biohacker experimentieren damit. Dies geschieht ohne klinische Grundlage und ist mit erheblichen Risiken verbunden.
Was bedeutet "1 Million Mal potenter als BDNF"?
Das bezieht sich auf die minimale Konzentration, die in hippocampalen Zellkulturen Synapsenbildung fördert. Dihexa wirkte im Femtomolarbereich, BDNF erst im Nanomolarbereich. Das ist ein in-vitro-Wert für einen spezifischen Assay, kein klinischer Vergleich. Extreme In-vitro-Potenz überträgt sich selten direkt auf klinische Wirkung.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für Dihexa sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite2–10 mg
niedrig · 2 mghoch · 10 mg
Frequenz: Täglich (oral/nasal)
Im Dosierungsrechner öffnen
Mischverhältnis
Konzentration2,5 mg/ml
Abzug80 U
020406080100U80.0 U0.800 ml
5 mg Vial + 2 ml Wasser · Beispiel-Abzug für 2 mg
Im Mischungsverhältnis-Rechner öffnen
Fact Sheet

Weitere Werkzeuge:Kosten-Rechner·Protokoll- & Kalender-Planer·Wirkungs-Timeline·Peptid-Vergleich·PeptidWiki-Assistent

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