Dihexa
Dihexa gilt als das potenteste bekannte nootrope Peptid im Tiermodell, angeblich eine Million Mal stärker als BDNF bei der Synapsenbildung, aber ohne jede Humansicherheitsdaten.
Fachangaben
Auch bekannt als: PNB-0408, Angiotensin IV-Analogon
N-hexanoic acid-Tyr-Ile-His-Pro-Phe-OH (Hexanoyl-angiotensin IV analog)
Auf einen Blick
Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.
Rechtlicher Hinweis
Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.
Was ist Dihexa und wie wirkt es?
Dihexa (PNB-0408) ist ein synthetisches Angiotensin-IV-Analogon aus 5 Aminosäuren, entwickelt an der Washington State University. Durch Hexanoyl-Modifikation am N-Terminus ist es stark metabolisierungsresistent (HWZ >24 Stunden) und oral bioverfügbar. Es aktiviert den HGF/MET-Signalweg, einen Wachstumsfaktor-Rezeptor, der Synapsenbildung und Neuroplastizität im Hippocampus fördert. In einer Studie war Dihexa ~1.000.000 Mal potenter als BDNF bei der Förderung von Synapsenbildung in hippocampalen Kulturen. Humandaten fehlen vollständig.
Dihexa (PNB-0408) wurde an der Washington State University von Joseph Harding und John Wright entwickelt. Es ist ein N-hexanoyl-modifiziertes Analogon von Angiotensin IV (AT4) mit drastisch verbesserter Metabolisierungsresistenz. In Tiermodellen zeigte Dihexa kognitive Verbesserungen, die laut einer Studie etwa 1 Million Mal potenter als BDNF waren, gemessen an der Förderschwelle für Synapsenbildung in hippocampalen Kulturen. In Alzheimermodellen und Modellen kognitiver Beeinträchtigung (Skopolamin-induziert) verbesserte es Lernfähigkeit und Gedächtnis. Humandaten fehlen vollständig.
Wirkungsweise
- Aktiviert HGF/MET-Signalweg (Hepatocyte Growth Factor-Rezeptor)
- Fördert Dendriten- und Synapsenbildung im Hippocampus
- Erhöht Dichte dendritischer Dornen (Synapsen-Plastizität)
- Steigert hippocampale Neurogenese
- Oral bioverfügbar und Blut-Hirn-Schranken-gängig (in Tiermodellen)
Dihexa wirkt als HGF/MET-Agonist: Es aktiviert den Hepatocyte Growth Factor (HGF)-Rezeptor MET, der Dendriten- und Synapsenbildung im Hippocampus fördert. Es erhöht die Dichte dendritischer Dornen, stärkt synaptische Plastizität und steigert hippocampale Neurogenese. Die Blut-Hirn-Schranken-Gängigkeit bei oraler Einnahme wurde in Tiermodellen nachgewiesen.
Spricht dafür
- Die Anwendung ist vergleichsweise einfach, da der Wirkstoff oral eingenommen werden kann.
- Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff nach aktueller WADA-Liste nicht verboten.
Spricht dagegen
- Die Forschung ist sehr begrenzt und überwiegend auf Labor- und Tierversuche beschränkt — verlässliche Studien am Menschen fehlen weitgehend.
- In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
Wirkungen und Anwendungsgebiete
Tiermodelle zeigen außergewöhnliche kognitive Effekte:
- Extreme Verbesserung von Lernleistung und Gedächtnis in Alzheimer-Mausmodellen
- ~1.000.000× potenter als BDNF bei Synapsenbildung (in vitro)
- Verbesserung skopolamin-induzierter kognitiver Defizite
- Durch orale Einnahme wirksam, seltene Eigenschaft für Nootropika
Kognitive Verbesserung
In Tiermodellen extreme Verbesserung von Lernleistung und Gedächtnis, deutlich potenter als BDNF in vitro.
PubMed-Quelle →Synapsenbildung
Fördert Dendriten- und Synapsenbildung im Hippocampus über HGF/MET-Signalweg.
Neuroprotection bei Alzheimer-Modellen
Mildert kognitive Defizite in Alzheimer-Mausmodellen, keine Humandaten.
Dosierung und Anwendung
Keine validierten Humandosen. In Forschungskreisen kursieren:
- 2–10 mg täglich oral (Forschungskreise)
- Tiermodell: 1 mg/kg täglich, nicht direkt übertragbar
- Lange HWZ (>24h), tägliche Gabe in Protokollen
Studien-Dosierungen
| Anwendung / Phase | Dosis | Frequenz | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Kognitionsforschung (Tier) | 1 mg/kg | Täglich oral | Nur Tiermodell-Referenz, keine humane Dosis etabliert |
Anwendungsformen
- Oral (Kapsel/Lösung), einzigartig für ein nootropes Peptid
- Topisch aufgetragen auch möglich (Biohacker-Berichte)
- Subkutan ebenfalls beschrieben
- Raumtemperaturstabiler als die meisten Peptide (Hexanoyl-Modifikation)
Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.
Nebenwirkungen und Risiken
Sicherheitsprofil beim Menschen: vollständig unbekannt, mit ernstem theoretischem Risiko:
- MET-Rezeptor ist bekanntes Onkogen. Überaktivierung könnte Tumorwachstum fördern
- Keine Humantoxikologie-Daten
- Keine kontrollierten Sicherheitsstudien am Menschen
- Langzeiteffekte auf Neurogenese und Hirnstruktur: unbekannt
Bekannte Nebenwirkungen
- •Vollständig unbekanntes Humansicherheitsprofil
- •Theoretisch: MET-Überaktivierung könnte Tumorwachstum fördern
- •Keine kontrollierten Humandaten
Kontraindikationen
- •Jede aktive Krebserkrankung (MET-Agonismus)
- •Schwangerschaft
- •Fehlende Humansicherheitsdaten
Studienlage
Dihexa hat eine schmale Publikationslage, Evidenzniveau D:
- ✅ 2012: Dihexa ~1.000.000× potenter als BDNF bei hippocampaler Synapsenbildung (in vitro)
- ✅ Kognitive Verbesserungen in Alzheimer-Tiermodellen mehrfach beschrieben
- ⚠ Nur aus einer Forschergruppe, externe Replikation begrenzt
- ❌ Keine Humanstudien, keine Phase-1-Studie
- ❌ MET-Onkogen-Risiko nicht klinisch untersucht
Rechtslage und Sport
- 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
- 🏅 Nicht auf der WADA-Liste
Kein Arzneimittel. Keine explizite gesetzliche Regelung. Besitz nicht verboten, Verkauf als Forschungschemikalie.
HGF/MET-Potentiator. Nicht auf der WADA-Liste.
Häufige Fragen zu Dihexa
Ist Dihexa sicher für den Menschen?
Warum wird Dihexa trotzdem verwendet?
Was bedeutet "1 Million Mal potenter als BDNF"?
Teil bekannter Peptid-Stacks
Werkzeuge
Die wichtigsten Kennzahlen für Dihexa sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.
Weitere Werkzeuge:Kosten-Rechner·Protokoll- & Kalender-Planer·Wirkungs-Timeline·Peptid-Vergleich·PeptidWiki-Assistent
Semax
Semax ist ein russisches Nootropikum-Peptid, abgeleitet vom ACTH-Fragment 4-10. In der Forschung zeigt es kognitionsfördernde, neuroprotektive sowie antidepressive Eigenschaften.
NAP-Peptid
NAP (Davunetide) ist ein 8-Aminosäuren-Fragment des neuroprotektiven Proteins ADNP, das in präklinischen Modellen außerordentlich potente neuroprotektive und kognitionsfördernde Wirkungen gezeigt hat. Phase-2-Studien bei schizophrener Kognition und Alzheimer enttäuschten jedoch.
Selank
Selank ist ein anxiolytisches (angstlösendes) Peptid, das vom körpereigenen Tuftsin abgeleitet ist und in Russland als Arzneimittel gegen Angststörungen und Stress zugelassen ist.