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Forschung
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Gehirn & Kognition

NAP-Peptid

Asn-Ala-Pro-Val-Ser-Ile-Pro-Gln (Oktapeptid, ADNP-Fragment)

Auch bekannt als: NAP, AL-208, NAPVSIPQ, Davunetide

NAP (Davunetide) ist ein 8-Aminosäuren-Fragment des neuroprotektiven Proteins ADNP, das in präklinischen Modellen außerordentlich potente neuroprotektive und kognitionsfördernde Wirkungen gezeigt hat — Phase-2-Studien bei schizophrener Kognition und Alzheimer enttäuschten jedoch.

Vorklinisch🇩🇪 Grauzone🇦🇹 Grauzone🇨🇭 Grauzone
#59Rang 59 von 8038/100
~2 Stunden (intranasal)
Halbwertszeit
1–2× täglich (nasal)
Frequenz
Klinische Studien: 5–30 mg intranasal täglich
Typische Dosis
7252+
PubMed-Studien
Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Risiko-Nutzen-Abwägung
020406080100RISIKONEUTRALNUTZENWIRD BERECHNET …
Moderates Verhältnis – individuelle Abwägung
Nutzen und Risiken halten sich die Waage. Datenlage und Rechtsstatus erfordern besondere Abwägung.
60
Composite Score / 100
Abwägen
Bewertungsfaktoren
Sicherheitsprofil72%35% Gew.
Evidenzqualität33%28% Gew.
Verträglichkeit69%24% Gew.
Mechanismus70%10% Gew.
Praktikabilität80%3% Gew.
0–39 · Hohes Risiko40–66 · Abwägen67–100 · Empfehlenswert

Kein Ersatz für medizinische Beratung. Composite-Score aus Ranking-Daten, Regulierungsstatus, Studienlage und Verträglichkeitsprofil — Stand 2025.

Zusammenfassung

NAP (Davunetide) ist ein sehr kurzes Eiweißbruchstück, das die innere „Stützstruktur" von Nervenzellen stabilisiert. In Tierversuchen schützte es Nervenzellen sehr stark; eine große Studie am Menschen brachte jedoch nicht den erhofften Erfolg.

Auf einen Blick

AnwendungIntranasal, Intravenös (i.v.)
Typische DosisKlinische Studien: 5–30 mg intranasal täglich
Halbwertszeit~2 Stunden (intranasal)
ForschungslageBegrenzt (C)

Vor- & Nachteile

Spricht dafür

  • Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Nasale Reizung bei intranasaler Anwendung.

Mehr im Detail — zum Aufklappen

Was ist NAP-Peptid?NAP (NAPVSIPQ, Davunetide) ist ein 8-Aminosäuren-Fragment des ADNP-Proteins (Activity-Dependent Neurop…

NAP (NAPVSIPQ, Davunetide) ist ein 8-Aminosäuren-Fragment des ADNP-Proteins (Activity-Dependent Neuroprotective Protein), das essentiell für die Gehirnentwicklung ist. ADNP-Mutationen verursachen das ADNP-Syndrom (Autismusspektrum-Erkrankung). NAP wurde als neuroprotektiver Wirkstoff entwickelt und wirkt im Femtomolarbereich — ungewöhnlich hohe Potenz für ein Peptid. Allon Therapeutics testete es als "Davunetide" intranasal in einer Phase-2/3-Studie bei progressiver supranukleärer Paralyse (PSP) — sie scheiterte 2012 am primären Endpunkt.

Wie wirkt es?Stabilisiert Mikrotubuli direkt (bindet an Tubulin)
  • Stabilisiert Mikrotubuli direkt (bindet an Tubulin)
  • Hemmt Tau-Hyperphosphorylierung (Alzheimer-Pathologie)
  • Schützt axonalen Transport vor oxidativem Stress
  • Hemmt Apoptose durch Bcl-2-Hochregulation
  • Aktiviert SIRT1 und hemmt GSK-3β
Was kann es bewirken?In Tiermodellen außergewöhnliche Neuroprotektion, beim Menschen enttäuschend:

In Tiermodellen außergewöhnliche Neuroprotektion, beim Menschen enttäuschend:

  • Neuroprotektive Wirkung im Femtomolarbereich in vitro und in Tiermodellen
  • Reduktion von Tau-Pathologie in Alzheimer-Tiermodellen
  • Verbesserung kognitiver Defizite in multiplen Tiermodellen
  • Klinische Studien: verträglich, aber PSP-Phase-3 am primären Endpunkt gescheitert

Phase-3-Scheitern bei PSP deutet auf Translationsprobleme hin. Klinische Wirksamkeit beim Menschen nicht belegt.

Wie viel wird verwendet?Aus der gescheiterten klinischen Studie:

Aus der gescheiterten klinischen Studie:

  • Davunetide-Phase-3: 30 mg täglich intranasal
  • Niedrigere Dosen (5–15 mg) in Forschungsprotokollen
  • HWZ ~2 Stunden intranasal

Klinische Zulassung nicht erfolgt. Anwendung nach Phase-3-Scheitern nur als Forschungschemikalie.

Wie wird es angewendet?Intranasal als Spray (primärer Weg in klinischen Studien)
  • Intranasal als Spray (primärer Weg in klinischen Studien)
  • Intravenös in einigen Studien
  • Intranasal: direkte ZNS-Aufnahme über olfaktorischen Transport
  • In klinischen Studien sehr gut verträglich
Gibt es Risiken?NAP zeigte in klinischen Studien ein sehr gutes Sicherheitsprofil:

NAP zeigte in klinischen Studien ein sehr gutes Sicherheitsprofil:

  • Nasale Reizung bei intranasaler Anwendung (gelegentlich)
  • In klinischen Studien: keine schwerwiegenden Nebenwirkungen
  • Sehr gut verträglich in Phase-2/3 (n>200 Patienten)
Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungsc…
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • 🏅 Nicht auf der WADA-Liste
Was sagen Studien?NAP-Peptid hat ~65 PubMed-Einträge, Evidenzniveau C:

NAP-Peptid hat ~65 PubMed-Einträge, Evidenzniveau C:

  • ✅ PNAS 1999: NAP schützt neuronale Kulturen im Femtomolarbereich — ungewöhnlich hohe Potenz
  • ✅ In Alzheimer-, TBI- und Schlaganfall-Tiermodellen stark neuroprotektiv
  • ✅ Phase-3 Sicherheitsdaten: sehr gut verträglich
  • ❌ Phase-2/3 bei PSP: primärer Endpunkt (kognitive/funktionelle Skalen) nicht erreicht
  • ⚠ Mögliche Erklärungen: falsche Indikation, kurze Studiendauer, unzureichende Dosis
Häufige Fragen
Warum wurde Davunetide nicht zugelassen?
Die Phase-2/3-Studie bei progressiver supranukleärer Paralyse zeigte Sicherheit, aber keinen signifikanten Effekt auf den primären Endpunkt. Mögliche Gründe: PSP als Indikation war vielleicht nicht optimal, Studiendauer zu kurz, oder die Dosis reichte nicht. NAP bleibt für andere Indikationen (Alzheimer, Autismus) interessant — aber ohne Zulassung.
Gibt es weiter Forschung an NAP?
Ja — besonders im ADNP-Syndrom-Kontext (Autismus durch ADNP-Mutationen). Das Peptid stabilisiert Mikrotubuli, was direkt mit dem Mechanismus der ADNP-Erkrankung zusammenhängt. Frühe Studien laufen.

Forschungsstand & Ranking

Evidenz
10/30
Sicherheit
18/25
Volumen
6/15
Rechtlich
4/15
Mechanismus
7/10
Prakt.
4/5
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Tools & Ressourcen

DosierungsrechnerMischungsverhältnis-RechnerFact Sheet (PDF/Druck)

NAP-Peptid im Direktvergleich

Wie schlägt sich NAP-Peptid gegen verwandte Wirkstoffe? Evidenz, Sicherheit und Rechtslage direkt nebeneinander:

NAP-Peptid vs. Cerebrolysin

Nächste Schritte

Schritt 1
Informieren

Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von NAP-Peptid gelesen.

✓ Abgeschlossen
2Schritt 2
Protokoll lesen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Forschungseinsatz.

3Schritt 3
Dosierung berechnen

Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.

4Schritt 4
Mischung vorbereiten

Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.

5Schritt 5
Fragen klären

Offene Fragen direkt an den KI-Assistenten stellen.

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