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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen. Viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Anti-Aging

Humanin

Humanin ist ein körpereigenes Überlebenssignal aus deinen Mitochondrien, das Gehirnzellen vor dem Absterben schützt, und mit zunehmendem Alter immer weniger wird.

VorklinischDE, AT, CH: Grauzone#53Rang 53 von 8045/100
AnwendungSubkutan (s.c.)
Typische Dosis0,5–2 mg/Tag
Halbwertszeit~30–60 min (geschätzt)
PubMed-Studien9513+
Fachangaben

Auch bekannt als: HN, Humanin G (Gly14-Variante), HNG

MAPRGFSCLLLLTSEIDLPVKRRA (mitochondrial kodiertes Peptid, 24 AS)

Quick Start Guide

Subkutan
0,5–2 mg pro Injektion
Wie oft
3× wöchentlich
Unter die Haut, Injektionsstelle wechseln
Zeitpunkt
Morgens nach dem Aufstehen
Wirkung ab wann
Keine belastbaren Angaben
Lagerung
Pulver bei 2–8 °C. Angemischt bis 14 Tage bei 4 °C.
8–12 Wochen, dann 4 Wochen Pause
Pause danach
4 Wochen
~30–60 min (geschätzt)
S0 / unklar
Das Protokoll nennt 2–4 mg pro Injektion. Intranasal ist beschrieben, belastbare Kurzwerte dazu fehlen. Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.Zum Protokoll

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist Humanin und wie wirkt es?

Einfach erklärt

Humanin ist ein 24-Aminosäuren-Peptid, das 2001 entdeckt wurde, in einem Gehirnbereich von Alzheimer-Patienten, wo noch Neuronen überlebt hatten. Es wird von der mitochondrialen DNA kodiert (aus dem 16S rRNA-Gen) und wirkt als Überlebenssignal für bedrohte Zellen. Mit zunehmendem Alter sinkt der Humanin-Spiegel, was als Faktor für altersbedingten Nervenzellabbau diskutiert wird.

Humanin ist ein 24-Aminosäure-Peptid, das 2001 von Hashimoto, Nishimoto und Kollegen aus einer cDNA-Bibliothek aus dem Gehirn eines Alzheimer-Patienten isoliert wurde. Wie MOTS-c wird es von mitochondrialer DNA kodiert (16S rRNA). Forschungen zeigen, dass Humanin-Spiegel im Blut mit dem Alter sinken.

Wirkungsweise

Einfach erklärt
  • Bindet an Rezeptoren auf Zellen (FPRL1, CXCR4, GP130/IL-6R-Komplex)
  • Aktiviert STAT3, ein Überlebens- und Wachstumssignal in Zellen
  • Verhindert aktiv den programmierten Zelltod (Apoptose)
  • Schützt Neuronen vor Alzheimer-Proteinen (Amyloid-β und tBID)
  • Systemisch wirksam: Insulinsensitivität, Entzündungsdämpfung

Humanin bindet an mehrere Rezeptoren: FPRL1/FPR2, gp130 (IL-6-Rezeptor-Komplex) und intrazellulär an BAX (anti-apoptotischer Effekt). In Neuronen-Modellen hemmt Humanin amyloidinduzierte Apoptose. Im Stoffwechsel wurden in Tiermodellen Effekte auf Insulinsignalwege und mitochondriale Effizienz beschrieben.

Spricht dafür

  • Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

Die Forschung ist präklinisch, alle bedeutenden Wirkungen kommen aus Zell- oder Tierstudien:

  • Neuroprotektion gegen Alzheimer-Pathologie (Zellstudien, Tiermodelle)
  • Kardioprotektive Wirkung. Herzmuskelzellen überleben länger
  • Schutz vor ischämischem Zellschaden (Sauerstoffmangel)
  • Verbesserung der Insulinsensitivität in Tiermodellen
  • Mögliche Schutzwirkung gegen UV-Schäden

Neuroprotektive Signalwege

VorklinischTier

Zell- und Tiermodelle zeigen Schutz vor amyloid-induzierter Apoptose. Sinkende Humanin-Spiegel im Alter werden erforscht. Humanstudien zur exogenen Applikation fehlen.

PubMed-Quelle →

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

Aus Tiermodellen abgeleitete Protokolle:

  • 1–4 mg, täglich oder mehrmals wöchentlich subkutan
  • Halbwertszeit: sehr kurz (Minuten), häufige Dosierung nötig
  • Kein validiertes Humandosierungsprotokoll existiert
Es gibt keine zugelassenen oder validierten Dosierungen für den Menschen. Rein experimentell.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
Tiermodell-Forschung0,001–0,01 mg/kgVariabelKeine Humandaten
Dosierungsrechner →Best-Practice Protokoll ansehen

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Subkutane Injektion, in Forschungskontexten
  • Intranasal, für Neuroprotektionshypothesen diskutiert
Subkutan (s.c.)

Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

Das menschliche Sicherheitsprofil ist praktisch unbekannt:

  • Keine Humansicherheitsdaten aus klinischen Studien
  • Lokale Injektionsreaktionen wahrscheinlich
  • Apoptose-Hemmung: theoretisches Tumorrisiko (Krebszellen überleben auch länger)
Humanin ist nicht für den menschlichen Gebrauch entwickelt oder getestet. Bei Tumorerkrankungen oder Tumorrisiko: nicht verwenden.

Bekannte Nebenwirkungen

  • Keine ausreichenden Humansicherheitsdaten

Kontraindikationen

  • Fehlende Humandaten

Studienlage

Einfach erklärt
  • ✅ Breite Publikationslage, relativ viel für ein neues Peptid
  • ✅ Gut dokumentierter antiapoptotischer Mechanismus
  • ✅ Interessante Alzheimer-Schutzdaten in Modellsystemen
  • ❌ Keine einzige klinische Humanstudie zur Therapie
  • ❌ Alle Wirkdaten aus Zellversuchen oder Tiermodellen
  • Level C, mechanistisch spannend, klinisch unbewiesen

Multiscale analysis of the adult human superior hypogastric plexus and hypogastric nerve

Human

Scotcher KS, et al. (2026), Journal of anatomy

Diese Humanstudie nutzte Multiskalen-Bildgebung zur 3D-Charakterisierung des superioren hypogastrischen Plexus und der Nerven bei erwachsenen Menschen, identifizierte Neuronen in Nervenbahnen und ihre Zusammensetzung.

PubMed →

Efficacy and Tolerability of Overnight Bladder Drainage post Posterior Urethral Valve Ablation on Upper and Lower Urinary Tracts: A Randomized Controlled Trial

Human

Elkashef A, et al. (2026), The Journal of urology

Randomisierte Studie untersuchte den Nutzen von nächtlicher Blasenentleerung (OBD) bei Jungen nach endoskopischer Ventil-Ablation. OBD zeigte Verbesserungen bei Hydronephrose, VUR und Blasenfunktion, ohne Nierenfunktion…

PubMed →

Preoperative single-dose systemic steroid in major head and neck surgery (J-SUPPORT 2002, PreSte-HN Study): a phase III, placebo-controlled, randomized, double-blind study

Human

Imai T, et al. (2026), International journal of clinical oncology

Diese Phase-III-Studie untersuchte präoperatives Dexamethason bei Kopf-Hals-Chirurgie (n=178). Die postoperative Erholungsqualität unterschied sich nicht signifikant von Placebo. Dexamethason reduzierte IL-6.

PubMed →

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • Humansicherheitsstudien fehlen, keine regulatorische Basis für Eigenanwendung
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone

Nicht zugelassen. Aktives Forschungsfeld. Ausschließlich Grundlagenforschung. Als nicht zugelassene pharmakologische Substanz bei exogener Anwendung potenziell unter WADA S0.

Im SportWADA: S0 / unklar

Nicht explizit auf der WADA Prohibited List 2026. Als endogenes Peptid ohne therapeutische Zulassung: bei exogener synthetischer Anwendung fällt Humanin unter S0. Kein aktives Leistungssteigerungspotenzial bekannt.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Häufige Fragen zu Humanin

Wie hängt Humanin mit Aging zusammen?
Forschungsdaten zeigen, dass Humanin-Spiegel mit dem Alter sinken. In Langlebigkeits-Studien wurde eine Korrelation mit metabolischer Gesundheit beobachtet. Ob exogene Gabe diese Zusammenhänge beeinflusst, ist nicht belegt.
Schützt Humanin wirklich gegen Alzheimer?
In Zellkulturen und Mausmodellen: ja, überzeugend. Im Menschen: wir wissen es nicht. Es gibt keine klinischen Studien zu Humanin bei Alzheimer-Patienten. Das ist eine große Lücke, die die Substanz für den klinischen Einsatz noch nicht geeignet macht.
Warum sinkt Humanin mit dem Alter?
Mitochondrien werden mit dem Alter ineffizienter, ihre DNA akkumuliert Mutationen. Da Humanin von der mitochondrialen DNA codiert wird, sinkt auch seine Produktion. Das ist Teil des größeren Bildes der "mitochondrialen Alterung".

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für Humanin sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite0,5–2 mg
niedrig · 0,5 mghoch · 2 mg
Frequenz: Täglich
Im Dosierungsrechner öffnen
Mischverhältnis
Konzentration1 mg/ml
Abzug50 U
020406080100U50.0 U0.500 ml
5 mg Vial + 5 ml Wasser · Beispiel-Abzug für 0,5 mg
Im Mischungsverhältnis-Rechner öffnen
Bewährtes Protokoll
Titrationsschema2 Phasen
Zyklus: 8–12 Wochen, dann 4 Wochen Pause.
3× wöchentlich subkutan.
Zum Protokoll
Fact Sheet

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