Humanin
MAPRGFSCLLLLTSEIDLPVKRRA (mitochondrial kodiertes Peptid, 24 AS)
Auch bekannt als: HN, Humanin G (Gly14-Variante), HNG
Mitochondrial kodiertes 24-AS-Peptid, 2001 entdeckt. In der Forschung auf neuroprotektive Mechanismen und Alterungsprozesse untersucht. Sinkende Spiegel im Alter dokumentiert.
Rechtlicher Hinweis
Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.
Humanin ist ein körpereigenes Überlebenssignal aus deinen Mitochondrien, das Gehirnzellen vor dem Absterben schützt — und mit zunehmendem Alter immer weniger wird.
Auf einen Blick
Vor- & Nachteile
Spricht dafür
- Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.
Spricht dagegen
- Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
- In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
- Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Keine ausreichenden Humansicherheitsdaten.
Mehr im Detail — zum Aufklappen
Was ist Humanin?Humanin ist ein 24-Aminosäuren-Peptid, das 2001 entdeckt wurde — in einem Gehirnbereich von Alzheimer-…
Humanin ist ein 24-Aminosäuren-Peptid, das 2001 entdeckt wurde — in einem Gehirnbereich von Alzheimer-Patienten, wo noch Neuronen überlebt hatten. Es wird von der mitochondrialen DNA kodiert (aus dem 16S rRNA-Gen) und wirkt als Überlebenssignal für bedrohte Zellen. Mit zunehmendem Alter sinkt der Humanin-Spiegel — was als Faktor für altersbedingten Nervenzellabbau diskutiert wird.
Wie wirkt es?Bindet an Rezeptoren auf Zellen (FPRL1, CXCR4, GP130/IL-6R-Komplex)
- ■Bindet an Rezeptoren auf Zellen (FPRL1, CXCR4, GP130/IL-6R-Komplex)
- ■Aktiviert STAT3 — ein Überlebens- und Wachstumssignal in Zellen
- ■Verhindert aktiv den programmierten Zelltod (Apoptose)
- ■Schützt Neuronen vor Alzheimer-Proteinen (Amyloid-β und tBID)
- ■Systemisch wirksam: Insulinsensitivität, Entzündungsdämpfung
Was kann es bewirken?Die Forschung ist präklinisch — alle bedeutenden Wirkungen kommen aus Zell- oder Tierstudien:
Die Forschung ist präklinisch — alle bedeutenden Wirkungen kommen aus Zell- oder Tierstudien:
- ■Neuroprotektion gegen Alzheimer-Pathologie (Zellstudien, Tiermodelle)
- ■Kardioprotektive Wirkung — Herzmuskelzellen überleben länger
- ■Schutz vor ischämischem Zellschaden (Sauerstoffmangel)
- ■Verbesserung der Insulinsensitivität in Tiermodellen
- ■Mögliche Schutzwirkung gegen UV-Schäden
Wie viel wird verwendet?Aus Tiermodellen abgeleitete Protokolle:
Aus Tiermodellen abgeleitete Protokolle:
- ■1–4 mg, täglich oder mehrmals wöchentlich subkutan
- ■Halbwertszeit: sehr kurz (Minuten) — häufige Dosierung nötig
- ■Kein validiertes Humandosierungsprotokoll existiert
Es gibt keine zugelassenen oder validierten Dosierungen für den Menschen. Rein experimentell.
Wie wird es angewendet?Subkutane Injektion — in Forschungskontexten
- ■Subkutane Injektion — in Forschungskontexten
- ■Intranasal — für Neuroprotektionshypothesen diskutiert
Gibt es Risiken?Das menschliche Sicherheitsprofil ist praktisch unbekannt:
Das menschliche Sicherheitsprofil ist praktisch unbekannt:
- ■Keine Humansicherheitsdaten aus klinischen Studien
- ■Lokale Injektionsreaktionen wahrscheinlich
- ■Apoptose-Hemmung: theoretisches Tumorrisiko (Krebszellen überleben auch länger)
Humanin ist nicht für den menschlichen Gebrauch entwickelt oder getestet. Bei Tumorerkrankungen oder Tumorrisiko: nicht verwenden.
Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungsc…
- ■🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
- ■Humansicherheitsstudien fehlen — keine regulatorische Basis für Eigenanwendung
Was sagen Studien?✅ ~390 Veröffentlichungen — relativ viel für ein neues Peptid
- ■✅ ~390 Veröffentlichungen — relativ viel für ein neues Peptid
- ■✅ Gut dokumentierter antiapoptotischer Mechanismus
- ■✅ Interessante Alzheimer-Schutzdaten in Modellsystemen
- ■❌ Keine einzige klinische Humanstudie zur Therapie
- ■❌ Alle Wirkdaten aus Zellversuchen oder Tiermodellen
- ■Level C — mechanistisch spannend, klinisch unbewiesen
Häufige Fragen
Schützt Humanin wirklich gegen Alzheimer?
Warum sinkt Humanin mit dem Alter?
Forschungsstand & Ranking
Tools & Ressourcen
Humanin im Direktvergleich
Wie schlägt sich Humanin gegen verwandte Wirkstoffe? Evidenz, Sicherheit und Rechtslage direkt nebeneinander:
Nächste Schritte
Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von Humanin gelesen.
Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.
Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.
MOTS-c
Mitochondrial kodiertes 16-AS-Peptid, 2015 entdeckt. In Tiermodellen auf AMPK-Aktivierung, Insulinsensitivität und altersabhängigen Muskelverlust untersucht. Ein Analogon (CB4211) durchlief Phase-1-Studien. Graubereich in DACH.
SS-31
Mitochondrial-zielgerichtetes Tetrapeptid (Szeto-Schiller Peptid). Wirkt an innerer Mitochondrienmembran via Cardiolipin. In klinischen Phase-2/3-Studien zu kardiovaskulären Erkrankungen untersucht.
Epithalon
Epithalon ist ein synthetisches Tetrapeptid (4 Aminosäuren), das von der Zirbeldrüse (Pinealdrüse) abgeleitet ist und als einer der vielversprechendsten Longevity-Wirkstoffe gilt.