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Forschung
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Anti-Aging

SS-31

D-Arg-Dmt-Lys-Phe-NH2 (Szeto-Schiller Peptid 31, Elamipretid)

Auch bekannt als: Elamipretid, MTP-131, Bendavia

Mitochondrial-zielgerichtetes Tetrapeptid (Szeto-Schiller Peptid). Wirkt an innerer Mitochondrienmembran via Cardiolipin. In klinischen Phase-2/3-Studien zu kardiovaskulären Erkrankungen untersucht.

Vorklinisch🇩🇪 Grauzone🇦🇹 Grauzone🇨🇭 Grauzone
#31Rang 31 von 8057/100
~2 Stunden (subkutan)
Halbwertszeit
Täglich
Frequenz
5–10 mg/Tag
Typische Dosis
440+
PubMed-Studien
Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Risiko-Nutzen-Abwägung
020406080100RISIKONEUTRALNUTZENWIRD BERECHNET …
Moderates Verhältnis – individuelle Abwägung
Nutzen und Risiken halten sich die Waage. Datenlage und Rechtsstatus erfordern besondere Abwägung.
62
Composite Score / 100
Abwägen
Bewertungsfaktoren
Sicherheitsprofil72%35% Gew.
Evidenzqualität53%28% Gew.
Verträglichkeit69%24% Gew.
Mechanismus50%10% Gew.
Praktikabilität20%3% Gew.
0–39 · Hohes Risiko40–66 · Abwägen67–100 · Empfehlenswert

Kein Ersatz für medizinische Beratung. Composite-Score aus Ranking-Daten, Regulierungsstatus, Studienlage und Verträglichkeitsprofil — Stand 2025.

Zusammenfassung

SS-31 ist ein spezielles Peptid, das direkt in die Kraftwerke deiner Zellen eindringt und dort die Energie-Produktion schützt — bereits in klinischen Studien beim Menschen getestet.

Auf einen Blick

AnwendungSubkutan (s.c.), Intramuskulär (i.m.)
Typische Dosis5–10 mg/Tag
Halbwertszeit~2 Stunden (subkutan)
ForschungslageBegrenzt (C)
Im Sport (WADA)S0 / unklar

Vor- & Nachteile

Spricht dafür

  • Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Injektionsstellenreaktionen und Langzeitsicherheit in Untersuchung.

Mehr im Detail — zum Aufklappen

Was ist SS-31?SS-31 (auch Elamipretid oder MTP-131) ist ein künstlich entwickeltes Peptid aus vier Aminosäuren — abe…

SS-31 (auch Elamipretid oder MTP-131) ist ein künstlich entwickeltes Peptid aus vier Aminosäuren — aber mit einem Trick: Zwei davon sind D-Aminosäuren (gespiegelte Versionen), was es deutlich stabiler macht. SS-31 wurde entwickelt, um an ein Molekül in der inneren Mitochondrienmembran zu binden: Cardiolipin. Cardiolipin ist wie das Schmieröl der Zell-Kraftwerke — wenn es beschädigt wird, läuft die Energieproduktion schlecht.

Wie wirkt es?Bindet an Cardiolipin in der inneren Mitochondrienmembran
  • Bindet an Cardiolipin in der inneren Mitochondrienmembran
  • Stabilisiert den Elektronentransport (das "Energieband" der Mitochondrien)
  • Optimiert die ATP-Produktion — die Energie-Währung der Zelle
  • Reduziert Produktion schädlicher freier Radikale (ROS) an der Quelle
  • Verhindert, dass Cytochrom c freigesetzt wird — ein Signal für Zelltod
Was kann es bewirken?SS-31 ist das klinisch am weitesten entwickelte mitochondriale Peptid:

SS-31 ist das klinisch am weitesten entwickelte mitochondriale Peptid:

  • Herzfunktionsverbesserung bei Herzinsuffizienz (Phase-2-Studien)
  • Verbesserung der Muskelkraft und Gehstrecke bei Barth-Syndrom (Phase-2/3)
  • Nierenschutz nach Ischämie (Tiermodelle und frühe klinische Daten)
  • Reduktion von oxidativem Stress in Zell- und Tiermodellen
Wie viel wird verwendet?Aus klinischen Studien:

Aus klinischen Studien:

  • 0,25 mg/kg/Stunde als kontinuierliche i.v.-Infusion (klinische Studien)
  • Subkutane Dosierungen: noch nicht gut etabliert, ca. 10–40 mg
  • Halbwertszeit: ~2–3 Stunden

SS-31 ist noch kein zugelassenes Arzneimittel. Alle Dosierungen außerhalb klinischer Studien sind experimentell.

Wie wird es angewendet?Intravenös (i.v.) in klinischen Studien
  • Intravenös (i.v.) in klinischen Studien
  • Subkutan in Forschungskontexten — weniger gut charakterisiert
Gibt es Risiken?SS-31 hat in klinischen Studien ein gutes Sicherheitsprofil gezeigt:

SS-31 hat in klinischen Studien ein gutes Sicherheitsprofil gezeigt:

  • Injektionsreaktionen — gelegentlich
  • Übelkeit oder Flush bei i.v.-Gabe
  • In Phase-2/3-Studien bisher gut verträglich

Trotz gutem klinischem Profil: SS-31 ist kein zugelassenes Arzneimittel. Eigenanwendung außerhalb von Studien ist nicht empfohlen.

Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungsc…
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • USA: FDA Breakthrough Therapy Designation für Barth-Syndrom erhalten
  • Hoffnung auf Zulassung in den nächsten Jahren
Was sagen Studien?SS-31 ist das mitochondriale Peptid mit der stärksten klinischen Pipeline:

SS-31 ist das mitochondriale Peptid mit der stärksten klinischen Pipeline:

  • ✅ ~290 Veröffentlichungen
  • ✅ Phase-2-Studien bei Herzinsuffizienz, Nierenversagen, Barth-Syndrom
  • ✅ Phase-3-Studie (TAZPOWER) mit signifikanter Verbesserung der Gehstrecke
  • ✅ FDA Breakthrough Therapy Designation
  • ⚠ Noch nicht zugelassen — klinische Entwicklung läuft
  • Level C — vielversprechend, aber noch experimentell
Häufige Fragen
Was ist Barth-Syndrom?
Barth-Syndrom ist eine seltene, schwere Erkrankung, bei der Cardiolipin — genau das, woran SS-31 bindet — genetisch defekt ist. Betroffene Kinder haben schwache Muskeln und Herzschwäche. SS-31 ist für diese Erkrankung besonders relevant, weil es direkt den Defektmechanismus adressiert.
Kann SS-31 Anti-Aging bewirken?
Mitochondriale Dysfunktion ist eine der Haupttheorien des Alterns. SS-31 verbessert Mitochondrienfunktion — in der Theorie ein Anti-Aging-Ansatz. Aber klinische Anti-Aging-Studien am Menschen gibt es nicht. Aktuell ist SS-31 für spezifische Erkrankungen relevant, nicht für allgemeines Anti-Aging.

Forschungsstand & Ranking

Evidenz
16/30
Sicherheit
18/25
Volumen
10/15
Rechtlich
7/15
Mechanismus
5/10
Prakt.
1/5
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Tools & Ressourcen

DosierungsrechnerMischungsverhältnis-RechnerBest-Practice ProtokollFact Sheet (PDF/Druck)

SS-31 im Direktvergleich

Wie schlägt sich SS-31 gegen verwandte Wirkstoffe? Evidenz, Sicherheit und Rechtslage direkt nebeneinander:

SS-31 vs. NAD+SS-31 vs. EpithalonSS-31 vs. Humanin

Nächste Schritte

Schritt 1
Informieren

Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von SS-31 gelesen.

✓ Abgeschlossen
2Schritt 2
Protokoll lesen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Forschungseinsatz.

3Schritt 3
Dosierung berechnen

Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.

4Schritt 4
Mischung vorbereiten

Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.

5Schritt 5
Fragen klären

Offene Fragen direkt an den KI-Assistenten stellen.

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