Die Inhalte von PeptidWiki dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung, sind ausdrücklich keine Empfehlung und ersetzen keine medizinische Beratung.

Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen — viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

Inhalte werden mit Sorgfalt recherchiert, aber ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität bereitgestellt.

Forschung
Zelluläre Reprogrammierung: Erster Humanversuch für Augenzellen
Alle News →
Anti-Aging

MOTS-c

MRWQEMGYIFYPRKLR (mitochondrial kodiertes Peptid, 16 AS)

Auch bekannt als: Mitochondrial ORF of the 12S rRNA Type-C, CB4211 (Analogon)

Mitochondrial kodiertes 16-AS-Peptid, 2015 entdeckt. In Tiermodellen auf AMPK-Aktivierung, Insulinsensitivität und altersabhängigen Muskelverlust untersucht. Ein Analogon (CB4211) durchlief Phase-1-Studien. Graubereich in DACH.

Vorklinisch🇩🇪 Grauzone🇦🇹 Grauzone🇨🇭 Grauzone
#52Rang 52 von 8042/100
Nicht charakterisiert
Halbwertszeit
Täglich
Frequenz
0,5–5 mg/Tag
Typische Dosis
239+
PubMed-Studien
Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Risiko-Nutzen-Abwägung
020406080100RISIKONEUTRALNUTZENWIRD BERECHNET …
Hohes Risiko – kritisch prüfen
Das Nutzen-Risiko-Verhältnis ist ungünstig. Alternatives Peptid oder weitere Studienlage abwarten.
38
Composite Score / 100
Kritisch
Bewertungsfaktoren
Sicherheitsprofil52%35% Gew.
Evidenzqualität33%28% Gew.
Verträglichkeit30%24% Gew.
Mechanismus30%10% Gew.
Praktikabilität20%3% Gew.
0–39 · Hohes Risiko40–66 · Abwägen67–100 · Empfehlenswert

Kein Ersatz für medizinische Beratung. Composite-Score aus Ranking-Daten, Regulierungsstatus, Studienlage und Verträglichkeitsprofil — Stand 2025.

Zusammenfassung

MOTS-c ist ein Botenstoff aus deinen Mitochondrien — den Kraftwerken deiner Zellen — der deinen Stoffwechsel auf Sport-Modus schaltet, auch ohne Training.

Auf einen Blick

AnwendungSubkutan (s.c.)
Typische Dosis0,5–5 mg/Tag
HalbwertszeitNicht charakterisiert
ForschungslageBegrenzt (C)
Im Sport (WADA)Verboten (S4.4)

Vor- & Nachteile

Spricht dafür

  • Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
  • Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff zu allen Zeiten verboten (WADA-Klasse S4.4).
  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Injektionsstellenreaktionen und Keine Leber-, Nieren- oder hämatologischen Auffälligkeiten in CB4211-Phase-1b.

Mehr im Detail — zum Aufklappen

Was ist MOTS-c?MOTS-c ist ein Peptid mit einer ungewöhnlichen Herkunft: Es wird nicht von deinen Kerngenen codiert, s…

MOTS-c ist ein Peptid mit einer ungewöhnlichen Herkunft: Es wird nicht von deinen Kerngenen codiert, sondern direkt von der mitochondrialen DNA — dem genetischen Material deiner Zell-Kraftwerke. Es wurde 2015 entdeckt und gehört zur Familie der Mitokine (Mitochondrien-Hormone). MOTS-c ist ein körpereigenes Signal, das stärkeren Stoffwechsel und bessere Insulinsensitivität fördert — ähnlich wie Ausdauertraining.

Wie wirkt es?Hemmt den Folat-Zyklus → erhöht AICAR (ein natürlicher AMPK-Aktivator)
  • Hemmt den Folat-Zyklus → erhöht AICAR (ein natürlicher AMPK-Aktivator)
  • AMPK-Aktivierung: schaltet Zellen auf Energieeffizienz um — wie beim Sport
  • Verbessert Insulinsensitivität — Zellen nehmen Zucker besser auf
  • Wandert aus Mitochondrien in den Zellkern und reguliert dort Stressgene
  • Steigt natürlich bei Sport und in der Kälte — MOTS-c ist ein Körperanpassungs-Signal
Was kann es bewirken?MOTS-c ist ein sogenanntes "Sport-Mimetikum" — es ahmt manche Trainingseffekte nach:

MOTS-c ist ein sogenanntes "Sport-Mimetikum" — es ahmt manche Trainingseffekte nach:

  • Bessere Insulinsensitivität und Blutzuckerregulierung (Tiermodelle, frühe Humandaten)
  • Gewichtsreduktion in adipösen Mausmodellen ohne Kalorienrestriktion
  • Anti-Aging-Signatur: schützt vor altersbedingtem Muskelabbau in Tiermodellen
  • Mögliche Verbesserung der Ausdauerleistung
  • Phase-1b-Studie (NCT03998514) beim Menschen durchgeführt
Wie viel wird verwendet?Aus Tiermodellen abgeleitete Forschungsdosierungen:

Aus Tiermodellen abgeleitete Forschungsdosierungen:

  • 5–10 mg pro Woche, subkutan (aus Tieräquivalent umgerechnet)
  • Humane Dosierungen aus klinischen Studien noch nicht vollständig publiziert
  • Präzises Humandosierungsprotokoll fehlt noch

MOTS-c ist eine frühe Forschungssubstanz. Es gibt noch kein validiertes Humandosierungsprotokoll. Nur in kontrollierten Forschungskontexten.

Wie wird es angewendet?Subkutane Injektion — bisher einzige etablierte Methode
  • Subkutane Injektion — bisher einzige etablierte Methode
  • Oral: schlechte Bioverfügbarkeit durch Magenabbau
Gibt es Risiken?MOTS-c ist eine sehr neue Substanz — das Sicherheitsprofil beim Menschen ist weitgehend unbekannt:

MOTS-c ist eine sehr neue Substanz — das Sicherheitsprofil beim Menschen ist weitgehend unbekannt:

  • Lokale Injektionsreaktionen
  • Potenzielle Hypoglykämie bei gleichzeitiger Diabetes-Medikation
  • Unbekannte Langzeitwirkungen

MOTS-c ist noch nicht als Therapeutikum für Menschen zugelassen. Bei Diabetesmedikation unbedingt Arzt informieren.

Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungsc…
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • Sport: Wahrscheinlich WADA-relevant (S0 — nicht zugelassene Substanzen)
Was sagen Studien?✅ ~180 Veröffentlichungen
  • ✅ ~180 Veröffentlichungen
  • ✅ Phase-1b-Humanstudie (NCT03998514) mit CB4211-Analogon durchgeführt
  • ✅ Gut charakterisierter Wirkmechanismus (AMPK-Aktivierung via AICAR)
  • ⚠ Meiste Wirkdaten aus Mausmodellen
  • ❌ Robuste Humandaten zur Wirkung fehlen noch
  • Level C — experimentelle Substanz mit spannender Mechanistik
Häufige Fragen
Kann MOTS-c Sport ersetzen?
Nein — das ist eine wichtige Klarstellung. MOTS-c aktiviert einige Stoffwechselwege, die auch Sport aktiviert (AMPK). Aber Sport hat Hunderte weiterer Effekte — auf Herz, Muskeln, Knochen, Gehirn. MOTS-c ist kein Trainingsersatz, sondern möglicherweise ein ergänzender Faktor.
Warum ist MOTS-c so besonders?
Weil es direkt von der mitochondrialen DNA codiert wird — das ist extrem selten. Die meisten Peptidhormone kommen aus Kerngenen. MOTS-c zeigt, dass Mitochondrien aktiver an der Körpersteuerung beteiligt sind als bisher gedacht.

Forschungsstand & Ranking

Evidenz
10/30
Sicherheit
13/25
Volumen
8/15
Rechtlich
7/15
Mechanismus
3/10
Prakt.
1/5
Alle Peptide im Ranking vergleichen →

Tools & Ressourcen

DosierungsrechnerMischungsverhältnis-RechnerBest-Practice ProtokollFact Sheet (PDF/Druck)

MOTS-c im Direktvergleich

Wie schlägt sich MOTS-c gegen verwandte Wirkstoffe? Evidenz, Sicherheit und Rechtslage direkt nebeneinander:

MOTS-c vs. NAD+

Nächste Schritte

Schritt 1
Informieren

Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von MOTS-c gelesen.

✓ Abgeschlossen
2Schritt 2
Protokoll lesen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Forschungseinsatz.

3Schritt 3
Dosierung berechnen

Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.

4Schritt 4
Mischung vorbereiten

Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.

5Schritt 5
Fragen klären

Offene Fragen direkt an den KI-Assistenten stellen.

Aktuelle News zu MOTS-c
10. Juni 2026

MOTS-c und die Muskel-Mitochondrien: Neue Studie zeigt Wirkweg über PGC-1α und AMPK

Eine 2026 in Free Radical Biology and Medicine erschienene Arbeit aus Kopenhagen hat untersucht, wie das mitochondrial kodierte Peptid MOTS-c die Energieproduktion im Skelettmuskel beeinflusst. In Mausmodellen verbesserte MOTS-c die intrinsische Mitochondrien-Funktion — abhängig von den beiden Signalwegen PGC-1α und AMPK. Was die Daten zeigen, wo ihre Grenzen liegen und warum das für Sportler ein heikles Thema ist.

11. Mai 2026

Die 5 Peptide mit den größten Potentialen in 2026

Vom dreifachen Rezeptor-Agonisten bis zum mitochondrialen Botenstoff: Welche Peptide dominieren 2026 die wissenschaftliche Pipeline? Ein Blick in die Zukunft der Peptidforschung.

23. Apr. 2026

FDA streicht 12 Peptide von der „Do Not Compound"-Liste: was das wirklich heißt (und was nicht)

Am 22. April 2026 hat die US-Arzneimittelbehörde FDA zwölf populäre Peptide aus der strengsten Verbotskategorie ihrer Compounding-Liste entfernt. In Foren und Social Media liest sich das als „FDA-Zulassung". Das ist falsch. Wir ordnen ein, was tatsächlich passiert ist.

Alle News →
Weiterlesen
Alle Peptide im Wiki →