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Anti-Aging

MOTS-c

MOTS-c ist ein Botenstoff aus deinen Mitochondrien, den Kraftwerken deiner Zellen, der deinen Stoffwechsel auf Sport-Modus schaltet, auch ohne Training.

VorklinischDE, AT, CH: Grauzone#56Rang 56 von 8042/100
AnwendungSubkutan (s.c.)
Typische Dosis0,5–5 mg/Tag
HalbwertszeitNicht charakterisiert
PubMed-Studien248+
Fachangaben

Auch bekannt als: Mitochondrial ORF of the 12S rRNA Type-C, CB4211 (Analogon)

MRWQEMGYIFYPRKLR (mitochondrial kodiertes Peptid, 16 AS)

Quick Start Guide

Subkutan
0,2–1,0 mg
Wie oft
1× täglich
Unter die Haut, Injektionsstelle wechseln
Zeitpunkt
Morgens, optional vor dem Training
Wirkung ab wann
Keine belastbaren Angaben
Lagerung
Gefroren lagern, angemischt 2–8 °C, 7 Tage haltbar
8–12 Wochen, optional bis 16 Wochen
Pause danach
4 Wochen Pause nach 12 Wochen Anwendung
Verboten (S4.4)
Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.Zum Protokoll

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist MOTS-c und wie wirkt es?

Einfach erklärt

MOTS-c ist ein Peptid mit einer ungewöhnlichen Herkunft: Es wird nicht von deinen Kerngenen codiert, sondern direkt von der mitochondrialen DNA, dem genetischen Material deiner Zell-Kraftwerke. Es wurde 2015 entdeckt und gehört zur Familie der Mitokine (Mitochondrien-Hormone). MOTS-c ist ein körpereigenes Signal, das stärkeren Stoffwechsel und bessere Insulinsensitivität fördert, ähnlich wie Ausdauertraining.

MOTS-c (Mitochondrial ORF of the 12S rRNA Type-C) ist ein körpereigenes Peptid aus 16 Aminosäuren, das nicht im Zellkern, sondern von einem Open Reading Frame der mitochondrialen 12S rRNA kodiert wird und den Energiesensor AMPK aktiviert. In Tiermodellen schützte es Mäuse unter Hochfettdiät vor Insulinresistenz und verbesserte bei alten Tieren Ausdauer und Muskelfunktion, beim Menschen liegen bisher Beobachtungsdaten zu den zirkulierenden Spiegeln vor sowie eine Phase-1b-Studie mit dem optimierten Analogon CB4211. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist MOTS-c kein zugelassenes Arzneimittel, sondern ein Forschungspeptid im Graubereich. Für Wettkampfsportler steht es seit der WADA-Liste 2025 auf der Verbotsliste, in der Liste 2026 bestätigt. Entdeckt wurde MOTS-c 2015 von Pinchas Cohen und Kollegen an der University of Southern California (PMID 25738459), es ist eines der wenigen bekannten Peptide, das direkt im Mitochondrium entsteht. Es zirkuliert im Blut und wirkt als hormonähnlicher Botenstoff, bei metabolischem Stress oder körperlicher Belastung steigt seine Konzentration in Muskel und Plasma an, mit zunehmendem Alter sinken die Spiegel. Das Analogon CB4211 (CohBar Inc.) wurde bei NAFLD-Patienten (NCT03998514) mit 25 mg pro Tag subkutan untersucht.

Wirkungsweise

Einfach erklärt
  • Hemmt den Folat-Zyklus → erhöht AICAR (ein natürlicher AMPK-Aktivator)
  • AMPK-Aktivierung: schaltet Zellen auf Energieeffizienz um, wie beim Sport
  • Verbessert Insulinsensitivität. Zellen nehmen Zucker besser auf
  • Wandert aus Mitochondrien in den Zellkern und reguliert dort Stressgene
  • Steigt natürlich bei Sport und in der Kälte. MOTS-c ist ein Körperanpassungs-Signal

MOTS-c aktiviert AMPK (AMP-aktivierte Proteinkinase) durch Hemmung des intrazellulären Folatzyklus: Die Blockade der de-novo-Purinbiosynthese führt zur Akkumulation von AICAR, einem endogenen AMPK-Aktivator. AMPK-Phosphorylierung stimuliert downstream GLUT4-Translokation (verbesserte Glukoseaufnahme), PGC-1α (mitochondriale Biogenese), Fettsäureoxidation (ACC-Hemmung) und hemmt mTOR (anti-seneszente Effekte). Unter metabolischem Stress oder Zellalterung transloziert MOTS-c in den Zellkern und reguliert dort ARE-Gene (Antioxidant Response Elements) über NRF2, ATF1 und ATF7, ein als "mitochondriale Retrogradsignalisierung" bezeichneter Mechanismus (PMID 29983246). Über AMPK wird indirekt auch FOXO1 inaktiviert, was die hepatische Glukoneogenese dämpft und die Insulinsignalkaskade (IRS-1/Akt) verbessert.

Spricht dafür

  • Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

MOTS-c ist ein sogenanntes "Sport-Mimetikum", es ahmt manche Trainingseffekte nach:

  • Bessere Insulinsensitivität und Blutzuckerregulierung (Tiermodelle, frühe Humandaten)
  • Gewichtsreduktion in adipösen Mausmodellen ohne Kalorienrestriktion
  • Anti-Aging-Signatur: schützt vor altersbedingtem Muskelabbau in Tiermodellen
  • Mögliche Verbesserung der Ausdauerleistung
  • Phase-1b-Studie (NCT03998514) beim Menschen durchgeführt

AMPK-Aktivierung & Insulinsensitivität (Tier)

VorklinischTier

In der Entdeckungsstudie (Lee et al. 2015) schützte MOTS-c Mäuse unter Hochfettdiät vor Insulinresistenz und Adipositas. Mechanismus: Hemmung des Folatzyklus → AICAR-Akkumulation → AMPK-Phosphorylierung → GLUT4-Hochregulation im Muskel. Reynolds et al. (Nature Comms 2021) zeigten, dass MOTS-c sport-induziert im Skelettmuskel und Plasma ansteigt und bei alten Mäusen (3×/Woche, 15 mg/kg) Ausdauer und Muskelfunktion verbessert.

PubMed-Quelle →

Zirkulierende MOTS-c-Spiegel & Insulinsensitivität (Mensch, Beobachtung)

VorklinischHuman

Cataldo et al. (2018) zeigten in einer Humankohorte, dass zirkulierendes MOTS-c invers mit Nüchterninsulin, HbA1c und BMI korreliert, jedoch nur bei Normalgewichtigen, nicht bei Adipösen (Hinweis auf "MOTS-c-Resistenz" bei Adipositas). Du et al. (2018, n=97 Kinder/Jugendliche) fanden bei adipösen Jungen signifikant niedrigere MOTS-c-Spiegel mit negativer Korrelation zu HOMA-IR.

PubMed-Quelle →

Mitochondriale Retrogradsignalisierung & Kernlokalisation

VorklinischTier

Kim et al. (Cell Metabolism 2018) zeigten erstmals, dass MOTS-c unter metabolischem Stress (Glukoserestriktion, Seneszenz) aktiv vom Mitochondrium in den Zellkern transloziert. Dort bindet es ARE-Promotoren und reguliert Stressantwortgene über NRF2, ATF1 und ATF7. MOTS-c ist damit das erste mitochondrial enkodierte Peptid mit direkt nachgewiesener retrograder Signalgebung.

PubMed-Quelle →

Sport-Mimetikum & altersbedingter Muskelverlust

VorklinischTier

Reynolds et al. (Nature Communications 2021) zeigten: MOTS-c steigt nach akutem Sport im menschlichen Skelettmuskel und Plasma an. Bei alten Mäusen verbesserte intermittierende MOTS-c-Gabe (15 mg/kg, 3×/Woche) Ausdauerleistung, Muskelkraft und Healthspan signifikant. MOTS-c reguliert dabei nucleäre Gene für Proteostase, mitochondriale Biogenese und Stoffwechsel.

PubMed-Quelle →

Nrf2-vermittelte Entzündungshemmung & antioxidativer Schutz

VorklinischTier

Im Strahlungs-Pneumonitis-Modell (Antioxidants 2024) reduzierte MOTS-c i.p. Lungenschäden, oxidativen Stress und Entzündungsmarker (TNF-α, IL-6, IL-1β). Nrf2-Knockout hob die Schutzwirkung vollständig auf, direkter Kausalnachweis der MOTS-c→Nrf2-Achse. Anti-inflammatorische Effekte über NF-κB-Hemmung werden in mehreren Studien beschrieben.

PubMed-Quelle →

Pankreas-Seneszenz & Diabetesprävention

VorklinischTier

Kong et al. (Exp & Mol Medicine 2025) zeigten, dass MOTS-c-Spiegel in alternden Pankreasinseln sinken. Exogenes MOTS-c reduzierte Seneszenzmarker in vitro und verbesserte Glukosetoleranz in gealterten und diabetischen Mäusen. Mechanismus: Regulation des Aspartat-Glutamat-Metabolismus und Unterdrückung glutaminolysis-abhängiger Seneszenz.

PubMed-Quelle →

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

Aus Tiermodellen abgeleitete Forschungsdosierungen:

  • 5–10 mg pro Woche, subkutan (aus Tieräquivalent umgerechnet)
  • Humane Dosierungen aus klinischen Studien noch nicht vollständig publiziert
  • Präzises Humandosierungsprotokoll fehlt noch
MOTS-c ist eine frühe Forschungssubstanz. Es gibt noch kein validiertes Humandosierungsprotokoll. Nur in kontrollierten Forschungskontexten.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
CB4211-Analogon, NAFLD (Mensch, Phase 1b)0,5–5 mg/TagTäglichs.c. NCT03998514, kein schwerwiegendes UAW. ALT -25%
Tier-Modelle und Studiendosierungen (4)+
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
Stoffwechsel / Insulinsensitivität (Maus)5–15 mg/kgTäglichi.p., 2–4 Wochen. Lee et al. 2015 (PMID 25738459)
Altersbedingte Muskelfunktion (alte Maus)15 mg/kg3× pro Wochei.p. Reynolds et al. 2021 (PMID 33473109)
Metabolomik-Modell (Maus, s.c. Pumpe)0,5 mg/kg/TagKontinuierlichOsmotische Pumpe s.c. Lee et al. 2019 (PMID 31293078)
Tumor-Modell (Xenograft, Maus)20 mg/kgTäglichi.p., 30 Tage. Yin et al. 2024 (PMID 39321430)
Dosierungsrechner →Best-Practice Protokoll ansehen

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Subkutane Injektion, bisher einzige etablierte Methode
  • Oral: schlechte Bioverfügbarkeit durch Magenabbau
Subkutan (s.c.)

Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

MOTS-c ist eine sehr neue Substanz, das Sicherheitsprofil beim Menschen ist weitgehend unbekannt:

  • Lokale Injektionsreaktionen
  • Potenzielle Hypoglykämie bei gleichzeitiger Diabetes-Medikation
  • Unbekannte Langzeitwirkungen
MOTS-c ist noch nicht als Therapeutikum für Menschen zugelassen. Bei Diabetesmedikation unbedingt Arzt informieren.

Bekannte Nebenwirkungen

  • Injektionsstellenreaktionen (schmerzlose Knoten, ~20% in CB4211-Phase-1-Studie)
  • Keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse in Phase-1-Daten (CB4211-Analogon)
  • Keine Leber-, Nieren- oder hämatologischen Auffälligkeiten in CB4211-Phase-1b
  • Keine Langzeitdaten am Menschen (natives MOTS-c)
  • Keine Daten zu Arzneimittelinteraktionen oder Reproduktionstoxizität
  • Pharmakokinetik des nativen Peptids beim Menschen unbekannt (schneller proteolytischer Abbau erwartet)

Kontraindikationen

  • Schwangerschaft und Stillzeit (keine Sicherheitsdaten)
  • Insulintherapie (theoretische Hypoglykämie-Potenzierung durch AMPK-Aktivierung)
  • Onkologische Erkrankungen außerhalb von Studien (duale Effekte nicht vollständig verstanden)

Studienlage

Einfach erklärt
  • ✅ Moderate Publikationslage
  • ✅ Phase-1b-Humanstudie (NCT03998514) mit CB4211-Analogon durchgeführt
  • ✅ Gut charakterisierter Wirkmechanismus (AMPK-Aktivierung via AICAR)
  • ⚠ Meiste Wirkdaten aus Mausmodellen
  • ❌ Robuste Humandaten zur Wirkung fehlen noch
  • Level C, experimentelle Substanz mit spannender Mechanistik

Circulating mitochondrial-derived microproteins at rest and in response to an acute bout of endurance exercise in individuals with cerebral palsy

Human

Horwath O, et al. (2026), Experimental physiology

Studie untersuchte zirkulierende mitochondriale Mikroproteine (MDPs) wie MOTS-c bei Personen mit Zerebralparese (CP) im Vergleich zu typisch entwickelten Personen, vor und nach Ausdauerübungen.

PubMed →

Circulating levels of MOTS-c in patients with breast cancer treated with metformin

Human

Rier HN, Agostinetto E, Guarascio PA, et al. (2023), Aging (Albany NY)

Negativstudie: Metformin veränderte zirkulierende MOTS-c-Spiegel bei Brustkrebspatientinnen nicht signifikant, spricht gegen einen MOTS-c-vermittelten Metformin-Mechanismus.

PubMed →

Lipids and insulin regulate mitochondrial-derived peptide (MOTS-c) in PCOS and healthy subjects

Human

Jornayvaz FR, et al. (2019), Clinical Endocrinology

Erste Humanstudie zur akuten MOTS-c-Regulation: Intralipid-Infusion erhöhte MOTS-c auf 232–349%. Insulingabe senkte die Werte wieder. 8 Wochen Training veränderte MOTS-c im Blut nicht.

PubMed →

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • Sport: Wahrscheinlich WADA-relevant (S0, nicht zugelassene Substanzen)
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone

Nicht zugelassen. Forschungspeptid seit 2015. Kein zugelassenes Humanarzneimittel. CB4211-Analogon in Entwicklung (Phase 1 abgeschlossen). WADA-gesperrt seit der 2025 Prohibited List (S4.4. Metabolische Modulatoren, AMPK-Aktivatoren), in der WADA 2026 Prohibited List bestätigt, als Specified Substance, für Wettkampfsportler zu allen Zeiten verboten.

Im SportWADA: Verboten (S4.4)

Auf der WADA Prohibited List explizit als Beispiel für AMPK-Aktivatoren gelistet (hinzugefügt 2025, in 2026 bestätigt). Klasse S4: Hormon- und Metabolismus-Modulatoren, Unterklasse S4.4 (Metabolische Modulatoren). In- und Out-of-Competition verboten. Specified Substance. TUE-Antrag theoretisch möglich, in der Praxis aber nahezu ausgeschlossen, da keine therapeutische Indikation besteht.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Labormonitoring für Forschungszwecke

Kurzübersicht: Metabolisches Panel als Kernmonitoring, weil MOTS-c ein mitochondrieller Regulator mit Effekten auf Glukose und Lipide ist.

Zeitplan:Vor Beginn->Nach 4–8 Wochen
Essentiell
Nüchternglukose

MOTS-c verbessert in Tiermodellen Insulinsensitivität und Glukosestoffwechsel. Nüchternglukose als primärer Marker.

Zeitpunkt: Baseline, nach 4–8 WochenRichtwert: 70–100 mg/dl
HbA1c

Langzeit-Glukosestoffwechsel: wichtig für die Verlaufsbeurteilung.

Zeitpunkt: Baseline, nach 8 WochenRichtwert: < 5,7 %
Empfohlen
Insulin nüchtern

HOMA-IR berechnen: zentraler Marker für die Insulinresistenz-Verbesserung.

Zeitpunkt: Baseline, nach 4–8 WochenRichtwert: 2–25 µIU/ml
Lipidprofil

MOTS-c beeinflusst Lipidstoffwechsel in Tiermodellen. Triglyzeride und HDL als Verlaufsmarker.

Zeitpunkt: Baseline, nach 8 WochenRichtwert: TG < 150 mg/dl
CRP

MOTS-c hat anti-inflammatorische Eigenschaften in Tiermodellen, damit lässt sich das über CRP dokumentieren.

Zeitpunkt: Baseline, nach 4–8 Wochen

MOTS-c ist ein mitochondriales Peptid: Humandaten sind sehr begrenzt (Phase-1-Studien). Monitoring dient Forschungszwecken.

Häufige Fragen zu MOTS-c

Was ist das Besondere an MOTS-c?
MOTS-c ist eines der wenigen Peptide, die direkt von mitochondrialer DNA kodiert werden (12S rRNA). Es wirkt als hormonähnlicher Botenstoff: Mit dem Alter sinken die Blutspiegel, bei Sport steigen sie an. In Tiermodellen verbessert es Insulinsensitivität, Muskelfunktion und schützt vor Adipositas. Ein Analogon (CB4211) hat eine Phase-1b-Studie abgeschlossen.
Gibt es Humandaten zu MOTS-c?
Direkte Therapiestudien mit nativem MOTS-c beim Menschen fehlen noch. Es gibt jedoch (1) Beobachtungsstudien, die niedrige MOTS-c-Spiegel bei Insulinresistenz, Adipositas und PCOS zeigen, (2) eine Studie, die den Anstieg nach Sport beim Menschen dokumentiert, und (3) Phase-1-Daten zum Analogon CB4211 (25 mg/Tag s.c., 28 Tage) mit gutem Verträglichkeitsprofil.
Was ist der Unterschied zwischen MOTS-c und CB4211?
CB4211 ist ein optimiertes Analogon von MOTS-c, das von CohBar Inc. entwickelt wurde. Es ist strukturell modifiziert für bessere Stabilität und Bioverfügbarkeit. CB4211 durchlief Phase-1a/1b-Studien (NCT03998514) bei gesunden Probanden und NAFLD-Patienten. Natives MOTS-c (16 AS) ist das natürlich vorkommende Peptid aus der Forschung.
Welche Nebenwirkungen sind bekannt?
Aus der CB4211-Phase-1-Studie: Injektionsstellenreaktionen (schmerzlose Knoten) bei ca. 20% der Probanden. Keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse, keine Leber- oder Nierentoxizität. Für natives MOTS-c fehlen Humanstudien. Tierdaten zeigen keine Toxizität bei 5–20 mg/kg. Langzeitdaten beim Menschen existieren nicht.
Wie hängt MOTS-c mit Sport zusammen?
Reynolds et al. (Nature Communications 2021) zeigten, dass akuter Sport MOTS-c im menschlichen Skelettmuskel und Blutplasma erhöht. MOTS-c fungiert dabei als "Exercise-Faktor", ähnlich wie Irisin. Bei alten Mäusen konnte intermittierende MOTS-c-Gabe altersbedingte körperliche Leistungseinbußen teilweise kompensieren.
Kann MOTS-c Sport ersetzen?
Nein, das ist eine wichtige Klarstellung. MOTS-c aktiviert einige Stoffwechselwege, die auch Sport aktiviert (AMPK). Aber Sport hat Hunderte weiterer Effekte, auf Herz, Muskeln, Knochen, Gehirn. MOTS-c ist kein Trainingsersatz, sondern möglicherweise ein ergänzender Faktor.
Warum ist MOTS-c so besonders?
Weil es direkt von der mitochondrialen DNA codiert wird, das ist extrem selten. Die meisten Peptidhormone kommen aus Kerngenen. MOTS-c zeigt, dass Mitochondrien aktiver an der Körpersteuerung beteiligt sind als bisher gedacht.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für MOTS-c sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite0,5–5 mg
niedrig · 0,5 mghoch · 5 mg
Frequenz: Täglich
Im Dosierungsrechner öffnen
Mischverhältnis
Konzentration5 mg/ml
Abzug10 U
020406080100U10.0 U0.100 ml
10 mg Vial + 2 ml Wasser · Beispiel-Abzug für 0,5 mg
Im Mischungsverhältnis-Rechner öffnen
Bewährtes Protokoll
Titrationsschema5 Phasen
Zyklus: 8–12 Wochen, optional bis 16 Wochen, danach 4 Wochen Pause.
Tägliche subkutane Injektion mit gradueller Aufdosierung über 8–12 Wochen.
Zum Protokoll
Fact Sheet

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