Pancragen
Pancragen ist ein Khavinson-Tetrapeptid für Pankreasgewebe, mit einer der dünnsten Evidenzbasen in der Peptidforschung überhaupt, ausschließlich aus russischer Grundlagenforschung.
Fachangaben
Auch bekannt als: Pancragen Peptide
Lys-Glu-Asp-Pro / Variante (Khavinson-Tetrapeptid für Pankreas)
Quick Start Guide
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Rechtlicher Hinweis
Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.
Was ist Pancragen und wie wirkt es?
Pancragen ist ein synthetisches Tetrapeptid (vier Aminosäuren) aus der Forschungsgruppe von Vladimir Khavinson am Institut für Bioregulation und Gerontologie in St. Petersburg. Es gehört zu einer Reihe von Khavinson-Peptiden, die jeweils für ein spezifisches Organ konzipiert wurden, in diesem Fall für die Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Die Grundidee der Khavinson-Gruppe: Kurze Peptide aus einem Organ können, wenn sie injiziert werden, spezifisch wieder an dieses Organ binden und dessen Genexpression regulieren. Diese Theorie ist in der westlichen Wissenschaft hochkontrovers und weitgehend nicht repliziert.
Pancragen ist ein synthetisches Tetrapeptid aus der Khavinson-Peptid-Forschung, das für Pankreas (Bauchspeicheldrüse) und das Immunsystem als Zielgewebe konzipiert wurde. Wie alle Khavinson-Peptide basiert Pancragen auf dem Konzept der gewebespezifischen Peptid-Bioregulation. Die Forschungsgrundlage für Pancragen ist noch dünner als für andere Khavinson-Peptide: Eigenständige Studien sind extrem rar, und es ist unklar, ob Pancragen von Livagen oder anderen ähnlichen Tetrapeptiden strukturell abweicht oder diese nur umbenennt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Pancragen nicht als Arzneimittel zugelassen. Aufgrund der sehr schwachen, nicht replizierten Evidenzbasis ist Pancragen eine der am schlechtesten charakterisierten Substanzen im Peptidforschungsbereich.
Wirkungsweise
- Laut Khavinson-Hypothese: gewebespezifische Bindung an DNA in Pankreaszellen und Modulation der Genexpression.
- Postulativer Mechanismus: Entspiralisierung (Aktivierung) stummgeschalteter Chromatin-Bereiche in Zielgewebe.
- Nicht durch unabhängige Studien charakterisiert, der Mechanismus ist umstritten.
- Als Tetrapeptid: sehr kurze Halbwertszeit durch schnellen Peptidasen-Abbau.
Postulierter Khavinson-Mechanismus: gewebespezifische DNA-Interaktion in Pankreaszellen zur Regulation der Genexpression. Nicht unabhängig validiert.
Spricht dafür
- Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff nach aktueller WADA-Liste nicht verboten.
Spricht dagegen
- Die Forschung ist sehr begrenzt und überwiegend auf Labor- und Tierversuche beschränkt — verlässliche Studien am Menschen fehlen weitgehend.
- In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
Wirkungen und Anwendungsgebiete
Nur russische In-vitro-Forschung, keine klinischen Humanstudien:
- Pankreatische Bioregulation: in russischen Zellstudien Effekte beschrieben (Level D)
- Immunmodulation: postuliert, nicht unabhängig belegt
Pankreatische Bioregulation
In In-vitro-Versuchen der Khavinson-Gruppe wurden Effekte auf Pankreaszellen beschrieben, die jedoch international nicht repliziert wurden.
Dosierung und Anwendung
Keine validierten Humandosierungen, aus Khavinson-Protokollen abgeleitet:
- 0,1–0,5 mg subkutan täglich in Tierprotokollen
- 0,5–1 mg/Tag in Selbstanwender-Protokollen (keine klinische Grundlage)
Studien-Dosierungen
| Anwendung / Phase | Dosis | Frequenz | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Forschungsanwendung (Tier) | 0,1–0,5 mg | Täglich | Sehr schwache Evidenzbasis, abgeleitet aus Khavinson-Protokollen. |
Anwendungsformen
- Subkutan in Tierforschung und von Selbstanwendern
- Keine oral bioverfügbare Form bekannt
- Klinisch etablierte Anwendung: keine
Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.
Nebenwirkungen und Risiken
Sicherheitsprofil praktisch unbekannt:
- Keine validierten Humansicherheitsdaten
- Injektionsstellenreaktionen (bei subkutaner Gabe)
- Theoretisches Risiko fehlerhafter Genaktivierung (Khavinson-Hypothese)
Bekannte Nebenwirkungen
- •Keine validierten Humansicherheitsdaten
- •Theoretisches Risiko von fehlerhafter Genaktivierung
Kontraindikationen
- •Humananwendung ohne klinische Grundlage
Studienlage
Eine der schwächsten Evidenzbasen im gesamten Peptidbereich. Evidenzlevel D:
- ⚠ Khavinson et al. 2009 (russische Studie): Effekte auf Pankreaszellen in vitro beschrieben
- ❌ Keine unabhängigen Studien
- ❌ Keine Tiermodelle mit klar positiven Ergebnissen außerhalb der Khavinson-Gruppe
- ❌ Keine Humanstudien
Rechtslage und Sport
- 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
- Kein WADA-Verbot
Russische Forschungschemikalie. In Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht als Arzneimittel zugelassen.
Khavinson-Tetrapeptid für Pankreas. Nicht auf der WADA-Liste.
Häufige Fragen zu Pancragen
Unterscheidet sich Pancragen von Livagen?
Unterscheidet sich Pancragen von Livagen oder Cortagen?
Hat Pancragen etwas mit Diabetes zu tun?
Teil bekannter Peptid-Stacks
Werkzeuge
Die wichtigsten Kennzahlen für Pancragen sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.
Weitere Werkzeuge:Kosten-Rechner·Protokoll- & Kalender-Planer·Wirkungs-Timeline·Peptid-Vergleich·PeptidWiki-Assistent
Epithalon
Epithalon ist ein synthetisches Tetrapeptid (4 Aminosäuren), das von der Zirbeldrüse (Pinealdrüse) abgeleitet ist und in der Longevity-Forschung vor allem wegen der Telomerase-Aktivierung untersucht wird.
Thymalin
Aus Thymusdrüse extrahiertes Peptid-Gemisch. Hauptsächlich in russischer Forschungsliteratur untersucht. Immunmodulatorisches Potenzial in Tiermodellen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz Graubereich.
Livagen
Synthetisches Tetrapeptid aus der Khavinson-Peptid-Forschung, konzipiert für Lebergewebe und Immunmodulation, mit ausschließlich russischer Evidenzbasis.