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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen. Viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Immunsystem

Pancragen

Pancragen ist ein Khavinson-Tetrapeptid für Pankreasgewebe, mit einer der dünnsten Evidenzbasen in der Peptidforschung überhaupt, ausschließlich aus russischer Grundlagenforschung.

Frühe ForschungDE, AT, CH: Grauzone#79Rang 79 von 8018/100
AnwendungSubkutan (s.c.)
Typische Dosis0,5–1 mg/Tag
HalbwertszeitSehr kurz (Minuten bis wenige Stunden)
PubMed-Studien7+
Fachangaben

Auch bekannt als: Pancragen Peptide

Lys-Glu-Asp-Pro / Variante (Khavinson-Tetrapeptid für Pankreas)

Quick Start Guide

Subkutan
0,5–1,0 mg pro Tag
Wie oft
1× täglich
Unter die Haut, Injektionsstelle wechseln
Zeitpunkt
Morgens, vor dem Frühstück
Wirkung ab wann
Keine belastbaren Angaben
Lagerung
Pulver bei 2–8 °C. Angemischt bei 2–8 °C, innerhalb 28 Tagen aufbrauchen.
10–20 Tage Anwendung, 2 Zyklen pro Jahr
Pause danach
4–6 Monate zwischen den Zyklen
Aus Khavinson-Protokollen, dort mit 1,0–2,0 mg täglich, klinisch etabliert ist die Anwendung nicht. Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.Zum Protokoll

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist Pancragen und wie wirkt es?

Einfach erklärt

Pancragen ist ein synthetisches Tetrapeptid (vier Aminosäuren) aus der Forschungsgruppe von Vladimir Khavinson am Institut für Bioregulation und Gerontologie in St. Petersburg. Es gehört zu einer Reihe von Khavinson-Peptiden, die jeweils für ein spezifisches Organ konzipiert wurden, in diesem Fall für die Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Die Grundidee der Khavinson-Gruppe: Kurze Peptide aus einem Organ können, wenn sie injiziert werden, spezifisch wieder an dieses Organ binden und dessen Genexpression regulieren. Diese Theorie ist in der westlichen Wissenschaft hochkontrovers und weitgehend nicht repliziert.

Pancragen ist ein synthetisches Tetrapeptid aus der Khavinson-Peptid-Forschung, das für Pankreas (Bauchspeicheldrüse) und das Immunsystem als Zielgewebe konzipiert wurde. Wie alle Khavinson-Peptide basiert Pancragen auf dem Konzept der gewebespezifischen Peptid-Bioregulation. Die Forschungsgrundlage für Pancragen ist noch dünner als für andere Khavinson-Peptide: Eigenständige Studien sind extrem rar, und es ist unklar, ob Pancragen von Livagen oder anderen ähnlichen Tetrapeptiden strukturell abweicht oder diese nur umbenennt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Pancragen nicht als Arzneimittel zugelassen. Aufgrund der sehr schwachen, nicht replizierten Evidenzbasis ist Pancragen eine der am schlechtesten charakterisierten Substanzen im Peptidforschungsbereich.

Wirkungsweise

Einfach erklärt
  • Laut Khavinson-Hypothese: gewebespezifische Bindung an DNA in Pankreaszellen und Modulation der Genexpression.
  • Postulativer Mechanismus: Entspiralisierung (Aktivierung) stummgeschalteter Chromatin-Bereiche in Zielgewebe.
  • Nicht durch unabhängige Studien charakterisiert, der Mechanismus ist umstritten.
  • Als Tetrapeptid: sehr kurze Halbwertszeit durch schnellen Peptidasen-Abbau.

Postulierter Khavinson-Mechanismus: gewebespezifische DNA-Interaktion in Pankreaszellen zur Regulation der Genexpression. Nicht unabhängig validiert.

Spricht dafür

  • Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff nach aktueller WADA-Liste nicht verboten.

Spricht dagegen

  • Die Forschung ist sehr begrenzt und überwiegend auf Labor- und Tierversuche beschränkt — verlässliche Studien am Menschen fehlen weitgehend.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

Nur russische In-vitro-Forschung, keine klinischen Humanstudien:

  • Pankreatische Bioregulation: in russischen Zellstudien Effekte beschrieben (Level D)
  • Immunmodulation: postuliert, nicht unabhängig belegt
Evidenzlevel D: nur Zellversuche ohne externe Validierung. Keine Humanstudien. Eine Wirkungsaussage beim Menschen ist rein spekulativ.

Pankreatische Bioregulation

Frühe ForschungIn-vitro

In In-vitro-Versuchen der Khavinson-Gruppe wurden Effekte auf Pankreaszellen beschrieben, die jedoch international nicht repliziert wurden.

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

Keine validierten Humandosierungen, aus Khavinson-Protokollen abgeleitet:

  • 0,1–0,5 mg subkutan täglich in Tierprotokollen
  • 0,5–1 mg/Tag in Selbstanwender-Protokollen (keine klinische Grundlage)
Keine klinisch validierten Dosierungen. Anwendung beim Menschen ist vollständig experimentell.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
Forschungsanwendung (Tier)0,1–0,5 mgTäglichSehr schwache Evidenzbasis, abgeleitet aus Khavinson-Protokollen.
Dosierungsrechner →Best-Practice Protokoll ansehen

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Subkutan in Tierforschung und von Selbstanwendern
  • Keine oral bioverfügbare Form bekannt
  • Klinisch etablierte Anwendung: keine
Subkutan (s.c.)

Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

Sicherheitsprofil praktisch unbekannt:

  • Keine validierten Humansicherheitsdaten
  • Injektionsstellenreaktionen (bei subkutaner Gabe)
  • Theoretisches Risiko fehlerhafter Genaktivierung (Khavinson-Hypothese)
Extremes Evidenzdefizit, das Risiko-Nutzen-Verhältnis ist nicht bewertbar.

Bekannte Nebenwirkungen

  • Keine validierten Humansicherheitsdaten
  • Theoretisches Risiko von fehlerhafter Genaktivierung

Kontraindikationen

  • Humananwendung ohne klinische Grundlage

Studienlage

Einfach erklärt

Eine der schwächsten Evidenzbasen im gesamten Peptidbereich. Evidenzlevel D:

  • ⚠ Khavinson et al. 2009 (russische Studie): Effekte auf Pankreaszellen in vitro beschrieben
  • ❌ Keine unabhängigen Studien
  • ❌ Keine Tiermodelle mit klar positiven Ergebnissen außerhalb der Khavinson-Gruppe
  • ❌ Keine Humanstudien

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • Kein WADA-Verbot
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone

Russische Forschungschemikalie. In Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht als Arzneimittel zugelassen.

Im SportWADA: Erlaubt

Khavinson-Tetrapeptid für Pankreas. Nicht auf der WADA-Liste.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Häufige Fragen zu Pancragen

Unterscheidet sich Pancragen von Livagen?
Die genaue Aminosäuresequenz wird in verfügbaren Quellen nicht einheitlich dokumentiert. Beide sind Khavinson-Tetrapeptide mit extrem limitierter Evidenzbasis.
Unterscheidet sich Pancragen von Livagen oder Cortagen?
Alle drei sind Khavinson-Tetrapeptide mit ähnlicher Konzeption für verschiedene Organe. Pancragen = Pankreas, Livagen = Leber, Cortagen = Herzgewebe. Die genauen Aminosäuresequenzen werden in verfügbaren Quellen nicht immer einheitlich dokumentiert. Evidenzlage ist bei allen drei extrem dünn.
Hat Pancragen etwas mit Diabetes zu tun?
Klinische Evidenz für Effekte auf Diabetes oder Insulinsekretion fehlt völlig. Das Pankreas produziert Insulin, weshalb Pancragen in diesem Kontext diskutiert wird, aber ohne jede Grundlage in kontrollierten Studien.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für Pancragen sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite0,5–1 mg
niedrig · 0,5 mghoch · 1 mg
Frequenz: 1–2× täglich
Im Dosierungsrechner öffnen
Mischverhältnis
Konzentration6,67 mg/ml
Abzug7,5 U
020406080100U7.50 U0.075 ml
20 mg Vial + 3 ml Wasser · Beispiel-Abzug für 0,5 mg
Im Mischungsverhältnis-Rechner öffnen
Bewährtes Protokoll
Titrationsschema4 Phasen
Zyklus: 10–20 Tage Anwendung, danach 4–6 Monate Pause.
Tägliche subkutane Injektion über 10–20 Tage. Wiederholung 2× pro Jahr.
Zum Protokoll
Fact Sheet

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