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Anti-Aging

Urolithin A

Urolithin A entsteht im Darm aus Stoffen in Granatapfel, Beeren und Nüssen, aber nur, wenn die passenden Darmbakterien vorhanden sind. Es regt die Erneuerung der Mitochondrien an (Mitophagie).

Solide EvidenzDE, AT, CH: Erlaubt
AnwendungOral
Typische DosisIn Studien 500–1000 mg täglich oral
Halbwertszeitoral. Tmax ca. 5–7 h (als Mitopure-Formulierung bioverfügbar)
PubMed-Studien15585+
Fachangaben

Auch bekannt als: UA, Mitopure

3,8-Dihydroxy-6H-dibenzo[b,d]pyran-6-on

Quick Start Guide

Oral
500–1.000 mg pro Tag in Studien
Wie oft
1× täglich
Als Kapsel oder Pulver mit Wasser
Zeitpunkt
Keine belastbaren Angaben
Wirkung ab wann
Keine belastbaren Angaben
Lagerung
Trocken und bei Raumtemperatur
Dauerhaft, kein Zyklus
Pause danach
Keine Pause vorgesehen
In Studien wurde die Mitopure-Formulierung über vier Monate eingesetzt. Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist Urolithin A und wie wirkt es?

Einfach erklärt

Urolithin A ist ein Stoffwechselprodukt, das bestimmte Darmbakterien aus Ellagitanninen herstellen, diese stecken in Granatapfel, Walnüssen und Beeren. Das Problem: Nicht jeder Mensch hat die passenden Bakterien. Deshalb wird es als Supplement (z. B. Mitopure) direkt angeboten.

Urolithin A ist kein Peptid, sondern ein kleines Molekül: Es entsteht im Darm, wenn die Mikrobiota Ellagtannine und Ellagsäure aus Lebensmitteln wie Granatapfel, Walnüssen oder Himbeeren verstoffwechselt. Da nicht jeder Mensch die nötigen Darmbakterien besitzt, produzieren manche Menschen kaum eigenes Urolithin A, was die Supplementierung (z. B. als Mitopure) begründet. Urolithin A gehört zu den wenigen Longevity-Wirkstoffen mit mehreren placebokontrollierten Humanstudien und gilt als Prototyp eines „Mitophagie-Aktivators".

Wirkungsweise

Einfach erklärt

Es aktiviert die Mitophagie:

  • Die Zelle räumt alte, schwache Mitochondrien (Kraftwerke) weg und ersetzt sie
  • Das verbessert die Energieversorgung, besonders in den Muskeln

Urolithin A induziert die Mitophagie, den selektiven autophagischen Abbau dysfunktionaler Mitochondrien. Mit zunehmendem Alter sammeln sich beschädigte Mitochondrien an, ihre gezielte Entsorgung und der Ersatz durch neue, funktionsfähige Organellen verbessert die zelluläre Energiebilanz. In Muskelgewebe steigert dies in Studien Ausdauer und Kraft. Begleitend werden mitochondriale Gen-Signaturen und Plasma-Acylcarnitine günstig moduliert.

Spricht dafür

  • Die erwünschte Wirkung „Verbesserte Muskelkraft & Ausdauer“ ist in Humanstudien belegt.
  • Die erwünschte Wirkung „Aktivierung der Mitophagie“ ist in Humanstudien belegt.

Spricht dagegen

  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Gelegentlich leichte gastrointestinale Symptome und Langzeit-Sicherheitsdaten über mehrere Jahre begrenzt.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

Für ein Nahrungsergänzungsmittel vergleichsweise ordentlich untersucht:

  • Human-Studien: bessere Mitochondrien-Funktion und Ausdauer der Muskeln (v. a. bei Älteren)
  • Hinweise auf mehr Muskelkraft
  • Kein „Jungbrunnen", die Effekte sind real, aber moderat

Verbesserte Muskelkraft & Ausdauer

Solide EvidenzHuman

In einer 4-monatigen RCT (88 Erwachsene mittleren Alters) steigerte Urolithin A die Muskelkraft um rund 12% und verbesserte Ausdauerparameter gegenüber Placebo.

PubMed-Quelle →

Aktivierung der Mitophagie

Solide EvidenzHuman

In der ersten Humanstudie induzierte Urolithin A eine molekulare Signatur verbesserter mitochondrialer Gesundheit (Genexpression, Acylcarnitine) und war sicher.

PubMed-Quelle →

Mitochondriale Gesundheit

Solide EvidenzHuman

Urolithin A verbessert in präklinischen und klinischen Modellen Marker der mitochondrialen Funktion und unterstützt den Erhalt der Muskelqualität im Alter.

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

In Studien oral:

  • 500–1000 mg pro Tag
Nahrungsergänzung, keine therapeutische Anwendungsempfehlung.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Wichtiger Hinweis: Dosisangaben entstammen klinischen Studien. Urolithin A ist ein Nahrungsergänzungsstoff, kein Arzneimittel.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzDauerHinweis
Mitochondriale/Muskel-Gesundheit (Studie)500–1000 mg1× täglich oral4 MonateMitopure-Formulierung in Studien, keine Anwendungsempfehlung
Dosierungsrechner →

Anwendungsformen

Einfach erklärt

Einfach:

  • Oral als Kapsel oder Pulver, täglich
Oral

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

Bisher unauffällig:

  • In Studien gut verträglich, keine relevanten Sicherheitssignale
  • Langzeitdaten sind noch begrenzt

Bekannte Nebenwirkungen

  • Insgesamt sehr gut verträglich in Studien
  • Gelegentlich leichte gastrointestinale Symptome
  • Langzeit-Sicherheitsdaten über mehrere Jahre begrenzt

Kontraindikationen

  • Schwangerschaft und Stillzeit (Daten begrenzt)
  • Bekannte Überempfindlichkeit

Studienlage

Einfach erklärt

Solider als bei vielen Supplements:

  • ✅ Mehrere kontrollierte Humanstudien zu Muskel-/Mitochondrienfunktion
  • ⚠ Große Langzeitstudien fehlen noch

Health Benefits and Molecular Mechanisms of Urolithin A: From a Gut Microbiota-Derived Metabolite to Translational Applications

Human

Yang Z, et al. (2026), Food science & nutrition

Urolithin A (UA) ist ein Darmmikrobiota-Metabolit. Diese Übersicht fasst molekulare Mechanismen (Mitochondrien-Kontrolle, Entzündung, oxidativer Stress) und das Potenzial bei Alterung/Krankheiten zusammen. Humane klinisc…

PubMed →

HF-OCAQ: Oral comfort assessment in heart failure patients

Human

Lu M, et al. (2026), PloS one

Diese Studie entwickelte und validierte den HF-OCAQ-Fragebogen zur Erfassung des subjektiven oralen Wohlbefindens bei 190 hospitalisierten Herzinsuffizienzpatienten. Es zeigte sich eine vorläufige Validität für dieses pa…

PubMed →

Integrative multi-omics analysis unravels the metabolic landscape and reveals serum biomarkers for early diagnosis of hyperuricemia

Human

Sun X, et al. (2026), Metabolomics : Official journal of the Metabolomic Society

Multi-Omics-Analysen (Metabolomik, Proteomik) von 195 Hyperurikämie-Patienten und 98 gesunden Kontrollen wurden durchgeführt. Ziel war, pathologische Mechanismen zu klären und neue diagnostische Biomarker zu finden.

PubMed →

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt

Als Supplement verfügbar:

  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Als Nahrungsergänzung erhältlich (kein Arzneimittel).
RechtslageDE, AT, CH: Erlaubt

Urolithin A (Mitopure) besitzt in den USA einen GRAS-Status und wird als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben, in der EU wurde es als Novel Food bewertet. Es handelt sich nicht um ein zugelassenes Arzneimittel. Aussagen beschränken sich auf den Forschungs- und Nahrungsergänzungskontext. Kein Heilversprechen.

Im SportWADA: Erlaubt

Nicht auf der WADA Prohibited List 2026.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Häufige Fragen zu Urolithin A

Ist Urolithin A ein Peptid?
Nein. Urolithin A ist ein kleines Molekül, ein Stoffwechselprodukt, das Darmbakterien aus Ellagtanninen (z. B. aus Granatapfel oder Walnüssen) bilden. Es wird hier wegen seiner Bedeutung im Longevity-Bereich geführt.
Warum nicht einfach Granatapfel essen?
Nur ein Teil der Menschen besitzt die Darmbakterien, die Ellagtannine effizient in Urolithin A umwandeln. Wer diese Mikrobiota nicht hat, produziert kaum eigenes Urolithin A, was die direkte Supplementierung begründet.
Wie gut ist die Studienlage?
Für einen Longevity-Wirkstoff ungewöhnlich solide: Es gibt mehrere placebokontrollierte Humanstudien, die Sicherheit und Effekte auf Muskelfunktion und mitochondriale Marker zeigen. Langzeitdaten über viele Jahre fehlen jedoch noch.
Kann ich es einfach über Granatapfel bekommen?
Nur, wenn deine Darmbakterien Ellagitannine in Urolithin A umwandeln können, das schaffen längst nicht alle Menschen. Deshalb das Direkt-Supplement.
Ab wann merkt man etwas?
Effekte auf die Muskel-/Mitochondrienfunktion zeigten sich in Studien über mehrere Wochen.
Für wen ist es interessant?
Vor allem für Muskel- und Mitochondriengesundheit, etwa bei nachlassender Muskelkraft im Alter.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für Urolithin A sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite500–1.000 mg
niedrig · 500 mghoch · 1.000 mg
Frequenz: 7×/Woche
Im Dosierungsrechner öffnen
Fact Sheet

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