N-Acetyl Selank
N-Acetyl Selank ist eine stabilisierte Variante von Selank, das gleiche Anxiolytikum-Peptid mit einer Acetylgruppe für theoretisch längere Wirkdauer, aber ebenfalls ohne eigene Forschungsdaten.
Fachangaben
N-Acetyl-threonyl-lysyl-prolyl-arginyl-prolyl-glycyl-prolyl
Quick Start Guide
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Rechtlicher Hinweis
Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.
Was ist N-Acetyl Selank und wie wirkt es?
N-Acetyl Selank ist die N-terminal acetylierte Form von Selank (7 Aminosäuren, Tuftsin-Derivat). Wie bei N-Acetyl Semax dient die Acetylgruppe dem Schutz vor Aminopeptidasen. Enzymen, die Peptide von vorne abbauen. Selank selbst ist in Russland als anxiolytisches Arzneimittel zugelassen. N-Acetyl Selank hat keine eigene Zulassung und keine eigenständigen publizierten Studien. Die Theorie: bessere Stabilität, möglicherweise verlängerte Wirkdauer, in der Praxis unbewiesen.
N-Acetyl Selank ist die N-terminal acetylierte Form von Selank, einem synthetischen Heptapeptid auf Basis des körpereigenen Immunomodulators Tuftsin (Thr-Lys-Pro-Arg) mit dem Zusatz Pro-Gly-Pro. Wie bei N-Acetyl Semax dient die Acetylierung primär dem Schutz vor enzymatischer Degradation durch Aminopeptidasen. Selank selbst wurde am Institut für Molekulargenetik der Russischen Akademie der Wissenschaften entwickelt und ist in Russland als Arzneimittel für anxiolytische Indikationen zugelassen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht keine Zulassung, die Substanz fällt in einen regulatorischen Graubereich. Im Gegensatz zu Benzodiazepinen soll Selank kein Abhängigkeitspotenzial besitzen, diese Aussage basiert jedoch auf russischen Studien aus den 1990er-2000er Jahren, die nicht dem internationalen Standard für Evidenzqualität entsprechen. Für N-Acetyl Selank spezifisch existieren praktisch keine unabhängigen Publikationen, es handelt sich um eine Forschungsvariante, deren Vorteile gegenüber Selank unklar sind.
Wirkungsweise
- Analoger Mechanismus wie Selank: GABAerge Modulation, BDNF-Erhöhung, Enkephalin-Hemmung
- Tuftsin-Anteil: bindet an Immunzell-Rezeptoren (immunmodulatorisch)
- N-Acetylierung verlängert HWZ theoretisch durch Schutz vor N-terminalen Peptidasen
- Ob die verlängerte HWZ in vivo relevant ist: nicht belegt
Modulation des GABAergen Systems (ähnlich Benzodiazepinen, jedoch ohne direkte GABA-A-Bindung), Interaktion mit dem Enkephalin-System, Hemmung des Enkephalin-abbauenden Enzyms. Tuftsin-Anteil bindet an Tuftsin-Rezeptoren auf Immunzellen. N-Acetylierung verlängert die Halbwertszeit theoretisch durch Schutz vor Aminopeptidasen.
Spricht dafür
- Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff nach aktueller WADA-Liste nicht verboten.
Spricht dagegen
- Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
- In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
Wirkungen und Anwendungsgebiete
Von Selank-Daten extrapoliert, keine eigenständige Klinik:
- Angstreduktion (aus Selank-Basis extrapoliert)
- Stressreduktion ohne Abhängigkeitspotenzial (aus Selank-Daten)
- Immunmodulatorische Effekte (Tuftsin-Komponente)
- Theoretisch verlängerte Wirkung durch Acetylierung
Dosierung und Anwendung
Keine validierten Humandosen. Angelehnt an Selank:
- 0,15–0,3 mg täglich intranasal
- Möglicherweise geringere Frequenz durch stabilisierende Acetylierung
- Kurse von 2–4 Wochen
Studien-Dosierungen
| Anwendung / Phase | Dosis | Frequenz | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Keine Dosierungsdaten verfügbar | |||
Anwendungsformen
- Intranasal als Nasenspray (wie Selank)
- Olfaktorischer Transport ins ZNS
- Kühl und lichtgeschützt lagern
Nebenwirkungen und Risiken
Sicherheitsprofil analog zu Selank (extrapoliert):
- Ähnliche Risiken wie Selank: leichte Sedation, Stimmungsveränderungen möglich
- Kombination mit Benzodiazepinen: additive Sedation möglich
- Keine eigenständigen Nebenwirkungsstudien
Bekannte Nebenwirkungen
- •Keine validierten Humansicherheitsdaten
Kontraindikationen
- •Anwendung am Menschen ohne klinische Datengrundlage
- •Schwangerschaft und Stillzeit
Studienlage
N-Acetyl Selank hat eine sehr schmale Publikationslage, Evidenzniveau C:
- ⚠ Praktisch keine eigenständige Forschungsliteratur
- ⚠ Selank-Studien beziehen sich auf die nicht-acetylierte Form
- ❌ Überlegenheit gegenüber Selank durch Acetylierung: nicht belegt
Rechtslage und Sport
- 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
- 🏅 Nicht auf der WADA-Liste
Selank-Derivat. Nicht auf der WADA-Liste. Gleiches Profil wie Selank.
Labormonitoring für Forschungszwecke
Kurzübersicht: Gleiche Monitoring-Logik wie Selank: Cortisol als Stressachsen-Marker.
N-Acetyl-Selank moduliert die Stressantwort ähnlich wie Selank.
Basis-Sicherheitskontrolle.
Sehr wenige Humandaten vorhanden. Monitoring dient der Sicherheitsdokumentation.
Häufige Fragen zu N-Acetyl Selank
Ist N-Acetyl Selank stärker als Selank?
Für wen ist N-Acetyl Selank gegenüber Selank vorzuziehen?
Teil bekannter Peptid-Stacks
Werkzeuge
Die wichtigsten Kennzahlen für N-Acetyl Selank sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.
Weitere Werkzeuge:Kosten-Rechner·Protokoll- & Kalender-Planer·Wirkungs-Timeline·Peptid-Vergleich·PeptidWiki-Assistent
Selank
Selank ist ein anxiolytisches (angstlösendes) Peptid, das vom körpereigenen Tuftsin abgeleitet ist und in Russland als Arzneimittel gegen Angststörungen und Stress zugelassen ist.
N-Acetyl Semax
Acetylierte Variante des russischen Neuropeptids Semax, die in Forschungsmodellen eine erhöhte Stabilität und verlängerte Halbwertszeit gegenüber dem Originalmolekül zeigt.
Semax
Semax ist ein russisches Nootropikum-Peptid, abgeleitet vom ACTH-Fragment 4-10. In der Forschung zeigt es kognitionsfördernde, neuroprotektive sowie antidepressive Eigenschaften.