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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen. Viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Gehirn & Kognition

N-Acetyl Selank

N-Acetyl Selank ist eine stabilisierte Variante von Selank, das gleiche Anxiolytikum-Peptid mit einer Acetylgruppe für theoretisch längere Wirkdauer, aber ebenfalls ohne eigene Forschungsdaten.

VorklinischDE, AT, CH: Grauzone#46Rang 46 von 8048/100
AnwendungIntranasal
Typische Dosis0,15–0,3 mg/Tag
Halbwertszeit~20–30 Minuten (intranasal)
PubMed-Studien5+
Fachangaben

N-Acetyl-threonyl-lysyl-prolyl-arginyl-prolyl-glycyl-prolyl

Quick Start Guide

Intranasal
0,15 mg pro Anwendung, im Studienschema bis 0,25 mg
Wie oft
2× täglich
Als Nasentropfen
Zeitpunkt
Morgens und abends
Wirkung ab wann
Keine belastbaren Angaben
Lagerung
Pulver bei 2–8 °C. Nasenlösung 14 Tage bei 4 °C.
2–4 Wochen, dann 2 Wochen Pause
Pause danach
2 Wochen
~20–30 Minuten (intranasal)
Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.Zum Protokoll

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist N-Acetyl Selank und wie wirkt es?

Einfach erklärt

N-Acetyl Selank ist die N-terminal acetylierte Form von Selank (7 Aminosäuren, Tuftsin-Derivat). Wie bei N-Acetyl Semax dient die Acetylgruppe dem Schutz vor Aminopeptidasen. Enzymen, die Peptide von vorne abbauen. Selank selbst ist in Russland als anxiolytisches Arzneimittel zugelassen. N-Acetyl Selank hat keine eigene Zulassung und keine eigenständigen publizierten Studien. Die Theorie: bessere Stabilität, möglicherweise verlängerte Wirkdauer, in der Praxis unbewiesen.

N-Acetyl Selank ist die N-terminal acetylierte Form von Selank, einem synthetischen Heptapeptid auf Basis des körpereigenen Immunomodulators Tuftsin (Thr-Lys-Pro-Arg) mit dem Zusatz Pro-Gly-Pro. Wie bei N-Acetyl Semax dient die Acetylierung primär dem Schutz vor enzymatischer Degradation durch Aminopeptidasen. Selank selbst wurde am Institut für Molekulargenetik der Russischen Akademie der Wissenschaften entwickelt und ist in Russland als Arzneimittel für anxiolytische Indikationen zugelassen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht keine Zulassung, die Substanz fällt in einen regulatorischen Graubereich. Im Gegensatz zu Benzodiazepinen soll Selank kein Abhängigkeitspotenzial besitzen, diese Aussage basiert jedoch auf russischen Studien aus den 1990er-2000er Jahren, die nicht dem internationalen Standard für Evidenzqualität entsprechen. Für N-Acetyl Selank spezifisch existieren praktisch keine unabhängigen Publikationen, es handelt sich um eine Forschungsvariante, deren Vorteile gegenüber Selank unklar sind.

Wirkungsweise

Einfach erklärt
  • Analoger Mechanismus wie Selank: GABAerge Modulation, BDNF-Erhöhung, Enkephalin-Hemmung
  • Tuftsin-Anteil: bindet an Immunzell-Rezeptoren (immunmodulatorisch)
  • N-Acetylierung verlängert HWZ theoretisch durch Schutz vor N-terminalen Peptidasen
  • Ob die verlängerte HWZ in vivo relevant ist: nicht belegt

Modulation des GABAergen Systems (ähnlich Benzodiazepinen, jedoch ohne direkte GABA-A-Bindung), Interaktion mit dem Enkephalin-System, Hemmung des Enkephalin-abbauenden Enzyms. Tuftsin-Anteil bindet an Tuftsin-Rezeptoren auf Immunzellen. N-Acetylierung verlängert die Halbwertszeit theoretisch durch Schutz vor Aminopeptidasen.

Spricht dafür

  • Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff nach aktueller WADA-Liste nicht verboten.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

Von Selank-Daten extrapoliert, keine eigenständige Klinik:

  • Angstreduktion (aus Selank-Basis extrapoliert)
  • Stressreduktion ohne Abhängigkeitspotenzial (aus Selank-Daten)
  • Immunmodulatorische Effekte (Tuftsin-Komponente)
  • Theoretisch verlängerte Wirkung durch Acetylierung
Keine eigenständigen klinischen Studien. Alle Wirkungsannahmen basieren auf Selank, nicht auf N-Acetyl Selank direkt.
Anxiolytisches Potenzial in Tiermodellen (Selank-Basis)
Immunmodulatorische Effekte (Tuftsin-Komponente)
Erhöhte Stabilität gegenüber Selank (theoretisch)

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

Keine validierten Humandosen. Angelehnt an Selank:

  • 0,15–0,3 mg täglich intranasal
  • Möglicherweise geringere Frequenz durch stabilisierende Acetylierung
  • Kurse von 2–4 Wochen
Keine direkte Dosierungsvalidierung für die acetylierte Form.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
Keine Dosierungsdaten verfügbar
Dosierungsrechner →Best-Practice Protokoll ansehen

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Intranasal als Nasenspray (wie Selank)
  • Olfaktorischer Transport ins ZNS
  • Kühl und lichtgeschützt lagern
Intranasal

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

Sicherheitsprofil analog zu Selank (extrapoliert):

  • Ähnliche Risiken wie Selank: leichte Sedation, Stimmungsveränderungen möglich
  • Kombination mit Benzodiazepinen: additive Sedation möglich
  • Keine eigenständigen Nebenwirkungsstudien

Bekannte Nebenwirkungen

  • Keine validierten Humansicherheitsdaten

Kontraindikationen

  • Anwendung am Menschen ohne klinische Datengrundlage
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Studienlage

Einfach erklärt

N-Acetyl Selank hat eine sehr schmale Publikationslage, Evidenzniveau C:

  • ⚠ Praktisch keine eigenständige Forschungsliteratur
  • ⚠ Selank-Studien beziehen sich auf die nicht-acetylierte Form
  • ❌ Überlegenheit gegenüber Selank durch Acetylierung: nicht belegt

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • 🏅 Nicht auf der WADA-Liste
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone
Im SportWADA: Erlaubt

Selank-Derivat. Nicht auf der WADA-Liste. Gleiches Profil wie Selank.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Labormonitoring für Forschungszwecke

Kurzübersicht: Gleiche Monitoring-Logik wie Selank: Cortisol als Stressachsen-Marker.

Zeitplan:Vor Beginn->Nach 4 Wochen
Empfohlen
Cortisol (Morgen)

N-Acetyl-Selank moduliert die Stressantwort ähnlich wie Selank.

Zeitpunkt: Baseline, nach 4 WochenRichtwert: 5–25 µg/dl
Großes Blutbild

Basis-Sicherheitskontrolle.

Zeitpunkt: Baseline

Sehr wenige Humandaten vorhanden. Monitoring dient der Sicherheitsdokumentation.

Häufige Fragen zu N-Acetyl Selank

Ist N-Acetyl Selank stärker als Selank?
Das ist unklar. Die Acetylierung soll die Stabilität verbessern, aber ob dies in einer stärkeren oder verlängerten Wirkung resultiert, ist nicht durch eigenständige Studien für die acetylierte Form belegt.
Für wen ist N-Acetyl Selank gegenüber Selank vorzuziehen?
Es gibt keine belegte Situation, in der N-Acetyl Selank klar überlegen ist. Wer Selank nutzen möchte, ist mit der gut erforschten Basissubstanz besser beraten. N-Acetyl Selank ist ein Anbieter-Variant ohne eigene Studienbasis.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für N-Acetyl Selank sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite0,15–0,3 mg
niedrig · 0,15 mghoch · 0,3 mg
Frequenz: 1–2× täglich (nasal)
Im Dosierungsrechner öffnen
Bewährtes Protokoll
Titrationsschema2 Phasen
Zyklus: 2–4 Wochen, dann 2 Wochen Pause.
2× täglich intranasal. Zyklen 2–4 Wochen.
Zum Protokoll
Fact Sheet

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