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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen — viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Bimagrumab

Humaner monoklonaler Antikörper gegen den Aktivin-Typ-II-Rezeptor (ActRII)

Auch bekannt als: BYM338

Bimagrumab ist ein monoklonaler Antikörper, der den Aktivin-Typ-II-Rezeptor blockiert und damit den Myostatin-Signalweg hemmt. In klinischen Studien steigert er die Muskelmasse und reduziert zugleich das Körperfett.

Solide Evidenz🇩🇪 Grauzone🇦🇹 Grauzone🇨🇭 Grauzone
ca. 2–4 Wochen (monatliche intravenöse Gabe)
Halbwertszeit
Frequenz
10 mg/kg (max. 1.200 mg)
Typische Dosis
75+
PubMed-Studien
Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Zusammenfassung

Bimagrumab ist ein per Infusion gegebener Antikörper, der die natürliche „Muskelbremse" Myostatin ausschaltet. In Studien baut er gleichzeitig Muskeln auf und Fett ab. Er ist in der DACH-Region nicht zugelassen und im Sport verboten.

Auf einen Blick

AnwendungIntravenös (i.v.)
Typische DosisIn Studien 10 mg/kg (bis 1.200 mg) i.v. alle 4 Wochen
Halbwertszeitca. 2–4 Wochen (monatliche intravenöse Gabe)
ForschungslageSolide (B)
Im Sport (WADA)Verboten (S4.4)

Vor- & Nachteile

Spricht dafür

  • Die erwünschte Wirkung „Zunahme der Muskelmasse“ ist in Humanstudien belegt.
  • Die erwünschte Wirkung „Reduktion der Fettmasse“ ist in Humanstudien belegt.
  • Die erwünschte Wirkung „Verbesserung der Insulinsensitivität“ ist in Humanstudien belegt.
  • Dank der langen Wirkdauer genügt oft nur eine Gabe pro Woche oder seltener — das ist alltagstauglich.

Spricht dagegen

  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
  • Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff zu allen Zeiten verboten (WADA-Klasse S4.4).
  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Muskelkrämpfe und Diarrhö.

Mehr im Detail — zum Aufklappen

Was ist Bimagrumab?Bimagrumab (Entwicklungsname BYM338) ist ein Antikörper — also ein großes, gezielt wirkendes Eiweißmol…

Bimagrumab (Entwicklungsname BYM338) ist ein Antikörper — also ein großes, gezielt wirkendes Eiweißmolekül. Er blockiert einen Rezeptor, über den der Körper das Muskelwachstum normalerweise begrenzt. Schaltet man diese „Bremse" aus, kann mehr Muskelmasse aufgebaut werden. In Studien zeigt Bimagrumab zugleich eine deutliche Abnahme der Fettmasse. Als Arzneimittel ist es nicht zugelassen.

Wie wirkt es?Bimagrumab löst die körpereigene Muskelbremse:

Bimagrumab löst die körpereigene Muskelbremse:

  • Es blockiert den Aktivin-Typ-II-Rezeptor, über den Myostatin das Muskelwachstum hemmt.
  • Ist diese Bremse gelöst, steigt die Muskelproteinsynthese und die Muskeln wachsen.
  • Begleitend nimmt die Fettmasse ab und die Insulinempfindlichkeit verbessert sich — die genauen Gründe dafür sind noch nicht vollständig geklärt.
Was kann es bewirken?Die Ergebnisse stammen aus klinischen Studien am Menschen (Evidenzgrad B):

Die Ergebnisse stammen aus klinischen Studien am Menschen (Evidenzgrad B):

  • Die fettfreie Muskelmasse stieg in einer Phase-2-Studie deutlich gegenüber Placebo.
  • Die Gesamtfettmasse nahm im gleichen Zeitraum spürbar ab.
  • Bei Typ-2-Diabetes verbesserte sich zusätzlich der Langzeit-Blutzucker (HbA1c).
Wie viel wird verwendet?Bimagrumab wird als Infusion in die Vene gegeben:

Bimagrumab wird als Infusion in die Vene gegeben:

  • In Studien etwa 10 mg pro Kilogramm Körpergewicht (bis 1.200 mg) alle vier Wochen.
  • Die monatliche Gabe ist möglich, weil der Antikörper sehr lange im Körper bleibt.

Es gibt keine zugelassene Dosierung — alle Angaben stammen aus Studien und sind keine Anwendungsempfehlung.

Wie wird es angewendet?Als intravenöse Infusion, üblicherweise im klinischen Rahmen.
  • Als intravenöse Infusion, üblicherweise im klinischen Rahmen.
  • Nur etwa einmal im Monat dank der langen Wirkdauer.
  • Eine Tabletten- oder einfache Spritzenform gibt es nicht.
Gibt es Risiken?Berichtete Nebenwirkungen aus den Studien:

Berichtete Nebenwirkungen aus den Studien:

  • Muskelkrämpfe.
  • Durchfall.
  • Leichte Akne.
  • Vorübergehender Anstieg von Muskelenzymen sowie Reaktionen rund um die Infusion.
Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel.
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel.
  • 🚫 WADA: gesperrt (Klasse S4.4) — Hemmer des Myostatin-/Aktivin-Signalwegs sind jederzeit verboten.
Was sagen Studien?Die Datenlage ist vielversprechend, aber ohne Zulassung (Evidenzgrad B):

Die Datenlage ist vielversprechend, aber ohne Zulassung (Evidenzgrad B):

  • ✅ Phase-2-Studie mit gleichzeitigem Muskelaufbau und Fettabbau.
  • ✅ Hinweise auf bessere Blutzuckerwerte bei Typ-2-Diabetes.
  • ⚠ Es liegt keine Zulassung für eine Anwendung vor.
Häufige Fragen
Macht Bimagrumab automatisch muskulös ohne Training?
In Studien stieg die Muskelmasse auch ohne gezieltes Training. Das ersetzt jedoch kein durchdachtes Training, und der Wirkstoff ist weder zugelassen noch im Sport erlaubt.
Warum ist es im Sport verboten?
Bimagrumab schaltet die Muskelbremse Myostatin aus. Solche Wirkstoffe stehen als „muskelaufbauende" Mittel jederzeit auf der WADA-Verbotsliste (Klasse S4.4).

Tools & Ressourcen

DosierungsrechnerMischungsverhältnis-RechnerFact Sheet (PDF/Druck)

Nächste Schritte

Schritt 1
Informieren

Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von Bimagrumab gelesen.

✓ Abgeschlossen
2Schritt 2
Protokoll lesen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Forschungseinsatz.

3Schritt 3
Dosierung berechnen

Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.

4Schritt 4
Mischung vorbereiten

Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.

5Schritt 5
Fragen klären

Offene Fragen direkt an den KI-Assistenten stellen.

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